Opjepass — Der Mundart-Cast aus dem ländlichen Raum

Opjepass — Der Mundart-Cast aus dem ländlichen Raum

By Carla Neisse-Hommelsheim, Hans-Hubert Keller, Astrid Krahforst, Michaela PieperSociety & Culture
Download on the App Store

Opjepass — Der Mundart-Cast aus dem ländlichen Raum episodes

  • #05 Das Rheinische Grundgesetz
    Et hätt noch emmer joot jejange: Ein Ausflug in die elf Paragrafen der rheinischen Lebensart

    Was ist dieses rheinische Grundgesetz eigentlich?

    Sätze, die uns zeigen, wie man mit Gelassenheit durchs Leben kommt, warum man sich nicht über alles aufregen muss und wo im Zweifel ein gemeinsames Getränk hilft. In dieser Folge erzählen Carla, Michaela und Hans-Hubert persönliche Geschichten rund um das rheinische Grundgesetz. Die elf Artikel sind mehr als Sprüche für die Wandstickerei. Sie erfüllen ein echtes Bedürfnis nach Orientierung und innerer Ruhe.
    Die Runde teilt ihre eigenen Erinnerungen und spricht darüber, wie sehr diese Sätze ihren Alltag bis heute prägen.

    „Et kütt wie et kütt" war der beste Rat der Familie

    Kein Plan, kein Stress, kein Konjunktiv. Der Klassiker unter den Artikeln erlaubt, die Zukunft gelassen auf sich zukommen zu lassen. Carla erzählt, wann der Satz zum Einsatz kam und warum er erstaunlich oft anwendbar ist, während Hans-Hubert die Frage nach der anderen Seite der elf Paragraphen stellt.

    Kenne mer nit, bruche mer nit

    Neuerungen sind im Rheinland grundsätzlich verdächtig, bis sie sich bewährt haben. Hans-Hubert stellt die Frage nach der anderen Seite der elf Paragraphen. Die Runde diskutiert, warum Skepsis beim beherzigen der elf Sätze auch angebracht ist.

    Gestern wie morgen wie heute

    Am Ende landet die Runde, wie so oft, beim Wesentlichen. Was macht diese elf Sätze bis heute besonders? Die Erlaubnis, nicht alles kontrollieren zu müssen. Die Gewissheit, dass Humor fast jede Lage rettet („Do laachs de disch kapott"), und die Erkenntnis, dass sich manche Haltungen nie wirklich ändern, auch wenn sich die Zeiten ändern.

    Die Runde

    Carla: Hat für jede Lebenslage den passenden Artikel parat.

    Michaela: Hält es mit „do laachste dich kapott dat nennt man camping und würde die Paragraphen gerne vertonen.

    Hans-Hubert: Der Skeptiker der Runde, der die elf Sätze auch kritisch betrachten möchte.

    Astrid: war in dieser Folge leider nicht mit dabei, aber sie ist bald wieder Teil der Runde!

    27 min
  • #04 Helden der Jugend
    Von Pippi Langstrumpf bis Winnetou. Als Fernsehen noch Vorfreude bedeutete.

    Wir alle brauchen Vorbilder. Figuren, die uns zeigen, wie man mutig sein kann, wie wichtig Freundschaft ist und wo Gerechtigkeit siegt. In dieser Folge erzählen Carla, Michaela und Hans-Hubert persönliche Geschichten rund um die Serien, Bücher und Figuren ihrer Kindheit. Helden waren kein Zeitvertreib, sie erfüllten ein echtes Bedürfnis nach Orientierung und Trost. Sie zeigten, dass am Ende alles gut wird.

    Die Runde teilt ihre eigenen Erinnerungen und spricht darüber, wie sehr diese Figuren ihr Leben bis heute prägen.

    Pippi Langstrumpf war respektlos und das war gut so. Sie hatte den Mut, den man sich selbst nicht zugetraut hat. Sie stellt sich Erwachsenen und dem Establishment fast mühelos entgegen und kommt dabei trotzdem immer gut davon. Michaela erzählt, warum genau diese Respektlosigkeit gegenüber Ungerechtigkeit für sie zum Vorbild wurde und wie sehr diese Figur bis heute nachwirkt.

    Als Vorfreude noch eine ganze Woche dauerte Ob Bonanza, Flipper, Daktari oder Tarzan. Fernsehen war früher rar, begrenzt und dadurch etwas ganz Besonderes. Die Runde erinnert sich an Wochenend-Sendetermine, an denen Eltern und Großeltern bestimmten, was gesehen wurde, an das Sandmännchen in Ost und West und daran, wie anders Vorfreude sich anfühlte, wenn man nicht einfach jederzeit einschalten konnte.

    Freundschaft, Gerechtigkeit und das Gute Winnetou und Old Shatterhand, Blutsbrüder über alle Widerstände hinweg: Karl May prägte mit seinen Geschichten ein Bild von Freundschaft und Disziplin, das lange nachhallte. Hans-Hubert erzählt, wie sehr ihn diese Figuren beeindruckt haben und warum es am Ende immer wichtig war, dass Gerechtigkeit siegt. Die Runde diskutiert, was das über die eigenen Werte sagt und warum Respekt für sie bis heute die Grundlage für ein menschliches Miteinander ist.

    Was bleibt Am Ende landet die Runde, wie so oft, beim Wesentlichen: Was macht diese alten Helden bis heute besonders? Eine klare Trennung zwischen Gut und Böse, die Orientierung gab. Die Gewissheit, dass am Ende alles gut wird und die Erkenntnis, dass sich manche Werte nie wirklich verändern, auch wenn die Helden inzwischen andere sind.

    Die Runde

    Carla: Kann Sissi heute nicht mehr gucken, aber sich jederzeit spontan als Pippi Langstrumpf verkleiden.

    Michaela: Hat ein Herz für Little Joe, Flipper und verdankt Pippi Langstrumpf ihre rebellische Ader.

    Hans-Hubert: Karl-May-Kenner, Bonanza-Fan der ersten Stunde und stolzer Opa, der seinen Enkelkindern bis heute gerne die alten Serien zeigt.

    Astrid: war in dieser Folge leider nicht mit dabei, aber sie ist bald wieder Teil der Runde!

    21 min
  • #03 Rheinische Bräuche
    Mehr als reine Tradition

    "Brauchtum" kommt von "brauchen"

    Bräuche sind keine Relikte aus der Vergangenheit, sondern etwas, das wir benötigen. Etwas das uns erdet, mit der Vergangenheit verbindet und uns dabei hilft mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. In dieser Folge erzählen unsere vier Originale persönliche Geschichten rund ums Brauchtum, diskutieren, was Traditionen für Gemeinschaft bedeutet und warum es manchmal gar nicht so einfach ist, sie aufrechtzuerhalten.
    Bräuche sind keine Dekoration, sie erfüllen ein echtes Bedürfnis: Zugehörigkeit, Identität, Gemeinschaft. Die Runde teilt ihre eigenen Geschichten und Erinnerungen, die zeigen, wie sehr Brauchtum das Leben prägt.

    Kirmes ist der beste Feiertag

    Weihnachten? Ostern? Im Rheinland kommt erst mal die Kirmes. Unsere vier erklären, warum Kirmes mehr ist als Zuckerwatte, Wurfbuden und der Geruch von Reibekuchen. Kirmes bedeutet auch Heimat und ist ein Ort, an dem man einfach dazugehört.
    Karussells, Kirmesgeld und eine Atmosphäre, die man das ganze Jahr herbeisehnt.
    Die Kirmes schweißt zusammen. Alteingesessene und Zugezogene gleichermaßen.

    Brauchtum gehört allen. Auch Dazugezogenen

    Traditionen sind keine Mitgliederausweise für Alteingesessene. Wer neu in eine Gemeinschaft kommt, kann und soll Bräuche miterleben und mitgestalten. Carla, Michaela, Hans Hubert und Astrid berichten, wie Brauchtum auch Zugezogenen das Ankommen erleichtert und warum Offenheit dabei der Schlüssel ist.

    Rheinländer

    Am Ende landet die Runde, wie so oft, beim Wesentlichen: Was macht die rheinische Mentalität eigentlich aus?
    Eine besondere Herzlichkeit, die man nicht gespielt bekommt.
    Eine Leichtigkeit im Umgang miteinander, auch wenn es mal hakt.
    Die Offenheit, Menschen ohne Vorurteile zu begegnen und der Stolz auf Bräuche und Taditionen.

    Die Runde

    Astrid: Herz der Runde, Waffeleisen-Expertin und Managerin einer Großfamilie und die, die eigentlich die Küche hätte aufräumen sollen.

    Carla: Jung-Oma, Organisationstalent und die gute Seele des Netzwerks für Beschaffung aller Art zuständig.

    Michaela: Frischgebackene Ruheständlerin mit Welpenschütz, klarer Meinung und dem Blick fürs Wesentliche.

    Hans Hubert: Teilzeitrentner, Riefkoche-Enthusiast und stolzer Opa von Tim und Struppi.

    23 min
  • #02 Die rheinische Küche
    Die reinische Küche: Von Buttermilchbunzup, Pastorenklößen und der gesunden Rückkehr zum deftigen Essen

    In dieser Folge tauchen Astrid, Hans Hubert, Carla und Michaela tief in die rheinische Esskultur ein und stellen fest: Die altbewährte Küche des Rheinlands ist nicht nur lecker, sondern auch überraschend „ganz modern“.

    • Buttermilchbunzup – Das moderne Superfood: Im Zentrum der Diskussion steht der Buttermilchbunzup (Buttermilch-Bohnensuppe), den Astrid gerne bei Zimmertemperatur oder kalt isst. Sie hebt hervor, dass die Suppe ernährungsphysiologisch top ist, da sie fleischlos (vegetarisch) ist und durch Buttermilch Kalzium sowie durch die Bohnen Eiweiß liefert. Carla betont, dass diese Speise zur rheinischen Küche dazu gehört und dass sie ihren Enkelkindern beibringen möchte, sie zu mögen. Wir bekommen sogar eine genaue Anleitung, wie man die Suppe mit festkochenden Kartoffeln, grünen und weißen Bohnen, Sahne und weißem Pfeffer zubereitet.

      Erinnerungen an den Pastor und strenge Sitten Die Runde erinnert sich an die strengen Tischsitten der Vergangenheit:

    • Der Pastor zu Gast: In katholischen Haushalten, wie dem von Carla, kam der Pastor (Pastor Hösen) regelmäßig zum Essen und bekam das Beste vom Tisch,. Carla hasste jedoch die „dicken, fetten Hefeklöße“, die der Pastor Hösen bevorzugte, während sie und die anderen Kinder oft zurückstecken mussten,.

    • Klößchen und Buillon: Hans Hubert erinnert sich an Bouillon mit Markklößchen, während Astrid die Wichtigkeit der wöchentlichen Fleischauswahl beim Metzger hervorhebt, zu der oft Blutwurst und Grünkohl gehörten,.

      Der Wandel der Ernährung: Von Surbraten zu Junkfood Die Gesprächspartner reflektieren den

    • Ernährungswandel seit den 70er Jahren: Der Aufstieg von Fertiggerichten wie Bonduell, Bofrost, Miraculi und Ravioli als „Hype“ und „Junkfood ohne Ende“

    • Alte Haushaltsbücher: Die Sammel- und Rezeptbücher der Großmütter und die wunderschöne Handschrift alter Haushaltsbücher werden als wichtiges „Kulturjut“ betrachtet, das es zu erhalten gilt,.

    • Die Lieblingsgerichte: Zum Abschluss verraten Astrid, Hans-Hubert und Michaela ihre persönlichen rheinischen Favoriten

      Message unserer Held:innen: „Entdeckt doch noch mal die rheinische Küche neu!“.

      36 min
    • #01 Ferien zu Hause
      Zwei Wochen Wald, Werkbank und Wackelpudding – Ferien, wie sie sein sollen

      „Opjepass“ geht an den Start! In unserer allerersten Folge dreht sich alles um das Projekt „Ferien zu Hause“ im Friesheimer Busch – ein liebevoll organisiertes Sommerferienprogramm für Kinder im ländlichen Raum. Es wird gemeinsam gefrühstückt, gewerkelt, gespielt, geschnitzt, gelacht und mittags gibt’s rheinische Hausmannskost vom Feinsten – gekocht vom legendären Küchenteam.

      Unsere Hosts Carla, Hans Hubert, Astrid und Michaela sind selbst seit Jahren mit Herz und Humor dabei – in der Planung, am Kochtopf, auf der Wiese oder einfach mittendrin im Trubel. Sie wissen, was funktioniert, wo’s klemmt – und warum es sich trotzdem jedes Jahr wieder lohnt.

      Was passiert, wenn 40 Kinder zwei Wochen lang draußen Abenteuer erleben und abends „dreckig, möhd, satt und glücklich“ nach Hause kommen? Was das mit echter Gemeinschaft zu tun hat – und warum dieses Projekt für viele „besser als jedes Fünf-Sterne-Hotel“ ist –, das erzählen sie in dieser ersten Episode.

      Ein halbe Stunde über gelebtes Engagement, Kindheit zwischen Wiese und Werkbank – und die Kunst, einfach mal wieder draußen zu sein.

      26 min

    About Opjepass — Der Mundart-Cast aus dem ländlichen Raum

    From the publisher's feed

    Vier Originale, ein Mikrofon und jede Menge Dorfleben: Bei Opjepass treffen sich Astrid, die mit Herz und Waffeleisen ihre Großfamilie managt und die eigentlich die Küche hätte aufräumen sollen;