Ors1062: Gemeinsam für ein neues Leben: Bonn (ots) -
Das vor zwanzig Jahren von Dr. Hannelore Kohl ins Leben gerufene
Kuratorium ZNS hilft Unfallverletzten mit Schäden des zentralen
Nervensystems. Heute setzt Kuratoriumspräsidentin Ute Ohoven die
Arbeit von Hannelore Kohl fort.
Vorschlag zur Anmoderation
Jedes Jahr ziehen sich bei Unfällen rund 300 000 Menschen schwere
Hirnverletzungen zu, die intensiv therapiert werden müssen. Der Weg
zwischen Erster Hilfe und Rückkehr ins Leben ist meist lang und
schwierig. Sowohl der Patient als auch Medizin und Forschung sind
dabei auf tatkräftige Unterstützung angewiesen. Vor 20 Jahren hat
Hannelore Kohl sich dieser Aufgabe angenommen und das Kuratorium ZNS
ins Leben gerufen.
Sprecher
Benjamin Tillmann schaut durch die hohen Glasfenster auf eine
üppige Sommerwiese, während er mühsam das übt, worüber Menschen
normalerweise nicht einmal nachdenken müssen: einen Fuß vor den
anderen zu setzen. Im Therapiezentrum der St. Mauritius
Therapieklinik in Meerbusch trainiert er an mehreren Schlaufen
gesichert auf einem Laufband. Als er vor einem Jahr als
Dachdeckerlehrling aus über sechs Metern in die Tiefe stürzte war er
nicht gesichert. Nur langsam können die Schäden am Zentralen
Nervensystem behoben werden, die er sich durch ein Schädelhirntrauma
zugezogen hat. Ob der 21-Jährige je wieder wird gehen können, ist
ungewiss. Die Eltern, die ihn täglich besuchen, leiden mit.
O-Ton Frau Tillmann (ors10621)
Wenn ich zuhause bin und ich sehe seine Freunde laufen oder
fahren oder auf irgendeinem Fest, und ich weiß dann, er war sonst
immer dabei, dann kann ich das nicht ertragen, dann denke ich immer,
er könnte eigentlich dabei sein.
Sprecher
Benjamin wird von zwei Pflegerinnen und einem Therapeuten auf eine
Liege gehoben. Alle fassen mit an, um zu helfen. Prof. Dr. Hömberg,
Chefarzt der Neurologie an der St. Mauritius Therapieklinik, räumt
Benjamin gute Heilungschancen ein. Das ist auch der Arbeit des
Kuratorium ZNS zu verdanken.
O-Ton Prof. Hömberg (ors10622)
Nicht zuletzt durch die hervorragende Tätigkeit von Frau Kohl hat
das Kuratorium sicherlich dazu beigetragen, dass in der Bevölkerung
das Bewusstsein über die Therapierbarkeit von Schädelhirnverletzungen
oder anderen Unfallformen des Nervensystems überhaupt eingetreten
ist, dass die Menschen das verstanden haben.
Sprecher
Benjamin Tillmann ist erschöpft vom Training. Ute Ohoven hält
seine Hand. Seit einem Jahr setzt die prominente Düsseldorferin die
Arbeit von Hannelore Kohl fort. Das Kuratorium ZNS unterstützt nicht
nur die Früherkennung und die wissenschaftliche Erforschung neuester
Heilungsmethoden, sondern auch die Langzeitherapie und die
Wiedereingliederung in die Schule oder in den Beruf. Weil man dafür
eine Menge Geld braucht, ist Ute Ohoven pausenlos unterwegs. Ihre
Erfahrungen kommen der Arbeit des Kuratoriums zugute.
O-Ton Ute Ohoven (ors10623)
Ich denke ich war die erste, die Benefizveranstaltungen in
Deutschland durchgeführt hat. Und wenn Sie so ein gewisses Vorbild
geworden sind für viele, denn heute gibt es ja sehr viele, die
Fundraising machen, dann haben sie auch vielleicht ein bisschen einen
Vorsprung als Original.
Sprecher
Unterstützt wird das Kuratorium ZNS sowohl von Geldgebern aus der
Wirtschaft wie der Deutschen Telekom, als auch von privaten Spendern.
Die Arbeit des Kuratoriums ist heute wichtiger denn je. So leistet es
heute intensive Aufklärungsarbeit auch im Hinblick auf die
Prävention, denn Unfälle wie der von Benjamin können durch
entsprechende Sicherheitsvorkehrungen verhindert werden.
ors Originaltext: Deutsche Telekom AG
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
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