Ors1203: Bündelfunk für 150 Kilometer U-Bahnnetz: Bonn (ots) -
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O-Ton (ors12031): Atmo von ein- oder/und ausfahrenden U-Bahnzügen
Anmoderation:
Die Berliner U-Bahn befördert täglich 1,1 Millionen Fahrgäste. Auf
ihren neun Linien mit über 150 Kilometern Streckennetz und 170
Bahnhöfen sind bis zu 165 U-Bahnzüge gleichzeitig unterwegs - eine
enorme Herausforderung für die Steuerung der Verkehrslogistik. Das
dafür benötigte Kommunikationssystem wird nun auf neue Beine
gestellt. Ein digitales Funknetz löst die analoge Technik ab. Welche
Aufgaben die Verkehrslogistik bei der BVG hat, beschreibt Bernd Koch,
Projektleiter U-Bahn.
Beitrag O-Ton (ors12032) Bernd Koch [505-530]
"Wir haben [also] einen Lagedienst U-Bahn. In diesem Lagedienst
sind die Bediener der Leittechnik, des Stellwerks und der
Zuglaufüberwachungsanlage. Dann haben wir für den Fahrgast sichtbar
vier Service- und Informationsleitstellen, die mobiles Personal auf
den Bahnhöfen disponieren. Und zum dritten haben wir eine Leitstelle
Service und Security. Die disponiert Sicherheitskräfte."
Sprecher:
Bei Unregelmäßigkeiten oder kleineren Störungen ist es
entscheidend, dass nicht nur die Disponenten der U-Bahnzüge mit den
Fahrern direkt sprechen können. Gleichzeitig muss der Fahrgaststrom
und entsprechend der Einsatz von den mobilen Servicekräften und den
Security-Mitarbeiter auf den 170 U-Bahnhöfen gemanagt werden.
O-Ton Bernd Koch (ors12033) [207-217]
Wenn ein Zug irgendwo stehenbleibt, dann muss ich natürlich dafür
sorgen, das weitere Züge nicht nachrücken, dass kein Zug im Tunnel
steht. Parallel versuche ich natürlich über Funk auch entsprechende
Unterstützung in Form von Personal an den Störungsort zu kriegen.
Sprecher
Damit die große Zahl von täglich notwendigen Gesprächen jederzeit
ohne Engpässe realisiert werden können, ersetzt die BVG ihr
bisheriges analoges Funknetz durch ein digitales Netz auf Funk- und
Lichtwellenleiter-Basis: TETRA 25 heißt das System. Die
Telekom-Divison T-Systems stattet die BVG damit aus. Key Accounter
Michael Wenzel erklärt die Vorteile.
O-Ton Michael Wenzel (ors12034) [008-022]
"Im Gegensatz zum bisherigen Analogfunk der Berliner U-Bahn
verfügt das neue Netz über deutlich mehr Funktionen. Diese sind
einerseits in der Kapazität der Sprachkanäle, der
Übertragungsqualität wie in der Sicherheit des Netzes und des
redundanten Aufbaus deutlich besser als vorher."
Sprecher:
Waren vorher im Analognetz nur ganze zwei Funkkanäle zur
Kommunikation vorhanden, kennt TETRA keine Kanal- oder
Kapazitätsprobleme. Denn die Sprachkanäle sind beliebig erweiterbar.
Künftig können mobile Mitarbeiter und Leitstellen auch auf den
Mobilfunk verzichten, den sie bei Engpässen im Netz derzeit immer
noch nutzen. Damit verbessert die BVG den service für die Fahrgäste.
O-Ton Bernd Koch (ors12035) [473-488]
"Mit diesem neue Netz sind wir in der Lage viel schneller und viel
direkter miteinander zu kommunizieren. Der, der wirklich was von dem
Fahrer oder Mitarbeiter vor Ort möchte, kann das direkt tun und muss
nicht über den Disponenten gehen, was oft [auch] zum Zeitverzug
geführt hat.
Sprecher:
Die Kommunikation mit TETRA ist nicht nur direkter, sie ist auch
sicherer. Denn der Aufbau des Netzes ist redundant. Sollten einzelne
Funkzellen ausfallen, können andere die Lücke ausfüllen. Der Aufbau
dieser komplexen Infrastruktur ist eine besondere Herausforderung für
T-Systems. Michael Wenzel sagt warum.
O-Ton Michael Wenzel (ors12036) [038-042]
"Erstmalig in Deutschland wird ein U-Bahnsystem mit digitalem
Bündelfunk TETRA 25 ausgestattet. Die Implementierung des neuen
Funksystems erfolgt während des laufenden U-Bahnbetriebes.
Sprecher:
Der Aufbau von TETRA läuft auf Hochtouren. Bis Ende 2004 werden
die insgesamt 1250 U-Bahnfahrzeuge sowie alle mobile Mitarbeiter mit
den Handgeräten ausgestattet. Für kommende Großereignisse wie
Rockkonzerte, Spitzen-, Länderspiele ist die BVG dann bestens
gewappnet. Da kann die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kommen.
O-Ton (ors12037): Atmo von ein- oder ausfahrenden U-Bahnzügen
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