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Ob als Gastarbeiter:innen angeworben oder als Geflüchtete während der Kriege in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens in den 90ern: Die Wege nach Deutschland sind für Menschen aus Südosteuropa unterschiedlich, die Erfahrungen aber oft ähnlich. Viele Menschen aus dieser Region kennen Ausgrenzung, Stigmatisierung und Beschimpfungen. Gleichzeitig werden sie häufig auch als „aus dem Osten“ verallgemeinert. Wir fragen uns: Hängt das mit antiosteuropäischem Rassismus zusammen? Welche Unterschiede gibt es? Und welche besonderen Erfahrungen entstehen in der Überschneidung mit antimuslimischem Rassismus, Gadje-Rassismus oder Sexismus?
In diesem Tresentalk sprechen wir nicht nur über Ausgrenzung – sondern auch über Zugehörigkeit, Selbstbehauptung und Empowerment. Unsere Gäste teilen ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven und erzählen uns, welche Stärken sie in ihren Geschichten finden können.
Am 2. Juli 2026 haben wir Elona Beqiraj, Krsto Lazarević und Hans-Christian Petersen in die Kulturfabrik Moabit in Berlin eingeladen, um den Blick auf „den Balkan“ zu richten und um über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung, Zugehörigkeit und Teilhabe zu reden.
Es sprachen:
Viel Spaß beim Anhören!
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected]. Weitere Infos findet ihr auch auf unserer Webseite: https://www.ost-klick.de/
Vielen Dank an die Kulturfabrik Moabit für die Betreuung der Aufnahme.
Verwendete Audioausschnitte: private Aufnahmen von Elona Beqiraj mit ihrem Vater Shaban Beqiraj, mit freundlicher Genehmigung.
Die Veranstaltung war Teil einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe, die dank der Förderung durch Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Sommer stattfinden konnte. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der bpb für die Förderung unseres Projekts „o[s]tklick – tresentalks“!
Credits:
Konzeption und Produktion: Nicole Jundt & Paula Mangold
Aufnahme: Kulturfabrik Moabit
Schnitt & Sounddesign: Nicole Jundt
Grafik: Soner Aktas
Ein besonderer Dank geht an Elona Beqiraj, Krsto Lazarević und Hans-Christian Petersen, die an dieser Folge des Podcast mitgewirkt haben. Die Folge wurde im Juli 2026 aufgenommen.
Eine der größten Gruppen zugewanderter Menschen in Deutschland stammt aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Obwohl die Gründe für ihre Zuwanderung vielfältig sind, ähneln sich die kollektiven Erinnerungen vieler Familien. Während der NS-Zeit wurden ihre Eltern und Großeltern unter Stalin aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit pauschal der Zusammenarbeit mit der deutschen Wehrmacht verdächtigt und nach Zentralasien sowie Sibirien deportiert. Unter den insgesamt 2,2 Millionen zwischen 1941 und 1944 verschleppten Sowjetbürger:innen befanden sich neben Sowjetdeutschen auch Griech:innen, Karatschaier:innen, Tschetschen:innen, Ingusch:innen, Meschet:innen, Kurd:innen, Krimtatar:innen, Armenier:innen und weitere ethnische Gruppen.
Besonders stark betroffen waren die rund 1,2 Millionen Sowjetdeutschen, von denen etwa 80 Prozent bereits 1941 zwangsumgesiedelt wurden. Im Jahr 1944 folgte die Deportation nahezu der gesamten tschetschenischen und inguschischen Bevölkerung – rund 387.000 beziehungsweise 91.000 Menschen – sowie weiterer Ethnien aus dem Kaukasus- und Schwarzmeer-raum. In Zentralasien trafen sie auf die bereits zuvor deportierten Deutschen und andere verbannte Bevölkerungsgruppen.
Die traumatischen Erfahrungen von Deportation, Zwangsarbeit und der Stigmatisierung als „Volksfeinde“ wurden aus Angst vor erneuter Verfolgung lange verschwiegen. Dennoch wirkten die erlittenen Verletzungen und Ängste über Generationen hinweg nach. Die Aufarbeitung dieses Kapitels der sowjetischen Geschichte ist noch immer unvollständig. Zugleich sind diese Geschichten in Deutschland bis heute wenig bekannt, obwohl sie einen bedeutenden Teil der heutigen Bevölkerung Deutschlands betreffen. Doch welche Geschichten stecken hinter diesen Erfahrungen (und wie können sie Teil einer vielfältigen Erinnerungskultur werden)?
In unserem Gespräch blicken wir auf das gemeinsame Erinnerungsmotiv der Russlanddeutschen und Tschetschen:innen. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es, beispielsweise in ihren Geschichten, ihrem Umgang mit dem Erlebten und in ihrer Ankunft nach Deutschland? Wie denken sie heute über das Erlebte? Darüber redeten wir am 17. Juli 2026 bei unserem Tresentalk „Deportation, Verlust & Neubeginn. Russlanddeutsche und tschetschenische Geschichte(n) im Gespräch“ in Heidelberg.
Es sprachen:
Viel Spaß beim Anhören!
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected]. Weitere Infos findet ihr auch auf unserer Webseite: https://www.ost-klick.de/
Vielen Dank an TES e.V. – Trägerverein Emmertsgrunder Stadtteilmanagement und HeidelBERG-Café e.V für die Unterstützung und die Betreuung der Aufnahme. Herzlichen Dank auch an Mosaik Deutschland e.V. und das Kulturreferat für Russlanddeutsche für die tolle Zusammenarbeit!
Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen Mosaik Deutschland e.V., dem Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte und ostklick. Sie war Teil einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe, die dank der Förderung durch Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Sommer stattfinden konnte. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der BpB für die Förderung unseres Projekts "o[s]tklick - tresentalks"!
Credits:
Konzeption und Produktion: Nicole Jundt & Paula Mangold
Aufnahme: TES e.V. – Trägerverein Emmertsgrunder Stadtteilmanagement und HeidelBERG-Café e.V
Schnitt & Sounddesign: Nicole Jundt
Grafik: Soner Aktas
Ob im LKW auf der Straße, auf dem Feld bei jedem Wetter oder im Krankenhaus – all das sind Orte, die für unser alltägliches Leben notwendig sind. Für Menschen, die dort arbeiten, herrschen jedoch oft prekäre Verhältnisse: Geringe Bezahlung, lange Arbeitszeiten, schwere physische Belastungen. Die Grenzen zur faktischen Ausbeutung verschwimmen dabei leider häufig.
Was dabei auffällt, ist, dass diese Arbeiten in vielen Fällen von Menschen mit Migrationserfahrung verrichtet werden, im europäischen Kontext oft aus „Osteuropa“. Warum ist das so? Welche Rolle spielt die EU-Freizügigkeit? Gibt es historische Kontinuitäten?
In öffentlichen Diskursen sind die Betroffenen praktisch unsichtbar. Mit unserem Gespräch machen wir auf ihre Situation aufmerksam und beleuchten, warum wir uns politisch dringend mehr mit dem Thema befassen sollten.
Am 4. Juni 2026 haben wir Dr. Ursula Probst, Dominique John und Daniel Heinz in die Kulturfabrik Moabit in Berlin eingeladen, um über Arbeit, Migration und Ausbeutung mit dem Fokus auf Osteuropa zu reden.
Es sprachen:
Viel Spaß beim Anhören!
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected]. Weitere Infos findet ihr auch auf unserer Webseite: https://www.ost-klick.de/
Vielen Dank an die Kulturfabrik Moabit für die Betreuung der Aufnahme.
Die Veranstaltung war der Auftakt einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe, die dank der Förderung durch Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Sommer stattfinden konnte. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der BpB für die Förderung unseres Projekts "o[s]tklick - tresentalks"!
Credits:
Konzeption und Produktion: Nicole Jundt & Paula Mangold
Aufnahme: Kulturfabrik Moabit
Schnitt & Sounddesign: Nicole Jundt
Grafik: Soner Aktas
Ein besonderer Dank geht an Daniel Heinz, Dominique John und Ursula Probst, die an dieser Folge des Podcast mitgewirkt haben. Die Folge wurde im Juni 2026 aufgenommen.
In postsowjetischen und osteuropäischen Communities in Deutschland spielt die russische Sprache für viele eine große Rolle: Sprache prägt Identität(en), verbindet mit der Familie und vielleicht der eigenen Kindheit.
Sprache hängt aber auch mit Macht zusammen. Gerade in Zeiten des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stellen wir uns daher die Frage: Inwiefern ist Russisch eine imperiale Sprache? Wie wurde und wird Sprache als Instrument russischer Kolonialpolitik genutzt?
Viele Betroffenen sprechen häufig in Folge der Kolonialpolitik Russisch als Erstsprache – was bedeutet es, wenn die eigene Sprache mit der kulturellen oder politischen Zugehörigkeit in Widerspruch steht? Und welche Formen des Widerstands gegen die Russifizierung findet man? Und wie können die verschiedenen Communities in Deutschland einen solidarischen Umgang damit finden? Diese und weitere Fragen haben wir bei unserem Tresentalk betrachtet.
Am 12. September 2025 haben wir Botakoz Kassymbekova von der Universität Zürich und Katja Rumiantseva in die Kulturfabrik Moabit in Berlin eingeladen, über „Sprache als Machtinstrument“ in Bezug auf Russifizierung und sprachlichen Widerstand zu reden.
Es sprachen:
Viel Spaß beim Anhören!
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected].
Vielen Dank an die Kulturfabrik Moabit für die Betreuung der Aufnahme.
o[s]tklick wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI).
Wie wir sprechen, ist eng mit unserer Identität verknüpft. In dieser besonderen Podcast-Folge hört ihr ausschließlich die Stimmen der o[s]tklick-Community – ganz persönlich.
Ob Familiensprache, Lieblingswörter oder skurrile Erlebnisse: Die Sprachnachrichten geben Einblicke in die Vielfalt sprachlicher Identitäten und zeigen, wie Sprache Zugehörigkeit, Erinnerung und manchmal auch Herausforderungen mit sich bringt.
Die Grundlage dafür waren vier Fragen, die wir euch auf Instagram gestellt haben – und eure Antworten sind so vielstimmig wie berührend. Einige davon kennt ihr vielleicht schon aus dem Videopodcast „Sprache, Identität & Migration“, nun gibt’s sie gesammelt und hörbar in einer neuen Form.
Hinweis: Um die Anonymität zu wahren, wurden einige Beiträge redaktionell gekürzt.
Jetzt reinhören und entdecken, wie Sprache verbindet – oder auch trennt.
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected].
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern (BMI).
Credits:
Ein besonderer Dank geht an alle, die für die Folge „Sprache, Identität & Migration: Erfahrungen von Russlanddeutschen und jüdischen Zugewanderten“ Sprachnachrichten eingereicht haben.
Sprache ist viel mehr als nur Kommunikation – sie zeigt, wer wir sind. Unsere Identität spiegelt sich in jedem Wort, das wir wählen.
Ob Dialekt, Slang oder Muttersprache – wie wir sprechen, kann etwas über unsere Herkunft, unsere Erfahrungen und unser Lebensgefühl verraten. Sprache verbindet, aber sie kann auch ausgrenzen. Gerade bei Menschen mit Migrationsgeschichte erhält Sprache nochmal eine zusätzliche Bedeutung: Was heißt es, sich durch die Migration im Alltag nicht mehr in der Herkunftssprache verständigen zu können? Welche Ausgrenzungs- und Zugehörigkeitsgefühle gehen damit einher?
Was Sprache, Identität und Migration miteinander zu tun haben, darüber spricht im o[s]tklick-Podcast die Journalistin Erika Balzer mit Olga Grjasnowa – Autorin und Professorin an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, und Sergej Prokopkin – Jurist und Antidiskriminierungstrainer. Beide sind als Kinder bzw. Jugendliche nach Deutschland gekommen: Sergej aus Russland und Olga aus Aserbaidschan.
Im Podcast berichten sie von ihren Erfahrungen des mehrsprachigen Aufwachsens, auf welchen Sprachen in ihren Familien heute kommuniziert wird und wie sie mit dem „politischen Ballast“ umgehen, der auf ihrer Herkunftssprache, dem Russischen heute liegt.
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected].
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI).
Credits:
Ein besonderer Dank geht an Olga Grjasnowa, Sergej Prokopkin und Erika Balzer, die an dieser Folge des Podcast mitgewirkt haben. Die Folge wurde im Mai 2025 aufgenommen.
Die mit dem deutschen Überfall am 22. Juni 1941 beginnende Besatzungs- und Vernichtungsherrschaft während des Zweiten Weltkriegs bedeutete für das östliche Europa eine nie dagewesene Zäsur. Allein in der Sowjetunion forderte der Krieg rund 27 Millionen Menschenleben. Im deutschen historischen Gedächtnis ist das Wissen über den „Holocaust durch Kugeln“, das Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener und die „Verbrannten Dörfer“ jedoch nach wie vor gering.
Am 8./9. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Zugleich führt Russland seit dem 24. Februar 2022 einen vollumfänglichen Krieg gegen die Ukraine, der auf die Vernichtung der Existenz der Ukraine abzielt. Am 8. Oktober 2024 fand im Museum Berlin-Karlshorst die Podiumsdiskussion „Riss durch Europa? Postsowjetische Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg“ statt, die vor diesem Hintergrund den Blick auf zwei Gruppen wirft, die seit dem Ende der Sowjetunion nach Deutschland eingewandert sind: Russlanddeutsche (Spät-) Aussiedler:innen und jüdische Kontingentflüchtlinge. Wie erinnern sie sich an den Zweiten Weltkrieg, mit welchen Erinnerungen sind sie in der Sowjetunion sozialisiert worden und wie fühlen sie sich von der bundesdeutschen Erinnerungskultur angesprochen? Wie blicken sie auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine?
Die Podiumsdiskussion war die Abschlussveranstaltung des Forschungsverbundes „Ambivalenzen des Sowjetischen: Diasporanationalitäten zwischen kollektiven Diskriminierungserfahrungen und individueller Normalisierung, 1953-2023“ in Kooperation mit o[s]tklick.
Auf dem Podium diskutieren:
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected]
o[s]tklick wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI).
Menschen, die als (Spät-)Aussiedler:innen oder sog. „Jüdische Kontingentflüchtlinge“ nach Deutschland gekommen sind, sind überdurchschnittlich häufig von Altersarmut betroffen. Warum ist das so? Und wohin können sich Betroffene mit ihren Fragen wenden?
Wir haben über das Thema Rente und Altersarmut gesprochen mit
Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: [email protected]
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI).
Credits:
Ein besonderer Dank geht an Natalie Pawlik, Günter Jek und Erika Balzer, die an dieser Folge des Podcasts mitgewirkt haben. Die Folge wurde im November 2024 aufgenommen.
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