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Künstliche Intelligenz verändert derzeit nahezu jede Branche – auch den Verpackungsmaschinenbau. Doch wie weit ist die Industrie tatsächlich? Welche Anwendungen funktionieren heute schon? Und wo liegen die Grenzen, gerade in hochregulierten Bereichen wie der Pharmaindustrie?
Im Gespräch mit Matthias Laux gibt Tanaro Schädler, Innovation Engineer AI & Data bei Uhlmann Pac-Systeme, spannende Einblicke in die Verbindung von Maschinenbau, Daten und künstlicher Intelligenz. Der Informatiker arbeitet im Future Lab der Uhlmann Group an Zukunftsthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von intelligenten Services bis hin zur Integration von KI in industrielle Prozesse.
Schädler erklärt, warum KI im industriellen Umfeld oft missverstanden wird, weshalb Erwartungsmanagement eine zentrale Rolle spielt und warum die Technologie weder Allheilmittel noch Jobkiller ist. Gleichzeitig macht er deutlich, welches Potenzial in KI-gestützten Anwendungen steckt – etwa bei Zustandsüberwachung, Fehleranalyse oder der Unterstützung von Steuerungsprogrammierung.
2026 könnte für die Verpackungsbranche zu einem echten Wendepunkt werden. Mit der schrittweisen Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), steigenden Anforderungen an Recyclingfähigkeit und verbindlichen Rezyklatquoten stehen Unternehmen vor grundlegenden strategischen Entscheidungen.
Im Gespräch mit Matthias Laux analysiert der renommierte Verpackungsexperte Philipp Keil, welche Entwicklungen den Markt prägen werden – und wo aktuell noch zu viel abgewartet wird. Keil verfügt über langjährige Branchenerfahrung und ist heute bei der WEIG-Gruppe tätig. In dieser Folge spricht er jedoch ausdrücklich als unabhängiger Branchenkenner.
Zentral ist seine Einschätzung, dass Regulierung nicht zwangsläufig Innovationshemmnis sein muss. Die PPWR könne vielmehr als Beschleuniger wirken, weil sie Unternehmen zwinge, Verpackung systemisch zu denken: vom Design über Materialentscheidungen bis hin zur Recyclingfähigkeit und Datentransparenz.
Ein besonderer Fokus liegt auf faserbasierten Lösungen, neuen Materialansätzen und der Frage, wie Nachhaltigkeit wirtschaftlich tragfähig umgesetzt werden kann. Gleichzeitig warnt Keil vor vereinfachten Lösungen. Nicht jedes Material lasse sich beliebig substituieren, entscheidend sei stets die Gesamtbetrachtung von Produktschutz, Logistik, Kreislauffähigkeit und Kostenstruktur.
Darüber hinaus geht es um strategische Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette, um die Rolle von Mehrwegmodellen und um die Gefahr einer Spaltung der Branche zwischen Innovationsführern und Abwartenden. Wer sich frühzeitig positioniere, könne Wettbewerbsvorteile sichern – wer zögere, gerate unter Druck.
Eine Million Tonnen – so groß ist die PCR-Lücke, die laut einer neuen Interzero-Studie bis 2030 entsteht. Damit ist klar: Die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) an den Rezyklateinsatz sind ohne rasches Umdenken kaum zu erfüllen.
Im Gespräch mit Jan Malte Andresen berichten Patrick Neumann, Director of Product Management bei Interzero, und Jonathan Scheck, Master of Packaging Development Management, über die zentralen Ergebnisse der Studie, über Ursachen, Handlungsspielräume und über Lösungen, die schon heute realistisch sind.
Sie sprechen über fehlende Investitionen in Recycling-Infrastruktur, unzureichende Materialqualitäten und den Spagat zwischen wirtschaftlichem Druck und ökologischem Anspruch. Dabei fordern beide eine engere Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Verpackungsentwicklung über den Handel bis zum Recycler.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich die PPWR-Umsetzung noch schaffen lässt, wenn das Material jetzt schon knapp ist. Die Interzero-Experten geben Antworten – mit klaren Handlungsempfehlungen: von strategischen Partnerschaften über eine mehrgleisige PCR-Beschaffung bis hin zum Design for Recycling als zentrales Steuerungselement.
Wer jetzt handelt, sichert sich nicht nur Material, sondern auch Marktvorteile. Denn die Verpackungsbranche steht unter Druck – und nur wer frühzeitig investiert, wird die geforderten Rezyklatquoten erreichen und langfristig wettbewerbsfähig bleiben.
Circular Packaging 2030 – Strategien gegen die PCR-Knappheit: So heißt das Whitepaper, auf dem diese Folge basiert. Es zeigt, wie dringend Unternehmen in den nächsten Jahren handeln müssen, um eine Million Tonnen Lücke bis 2030 zu schließen – und was sie heute schon tun können, um genau das zu verhindern.
Hier das Whitepaper herunterladen
„Der Getränkekarton ist 75 Jahre alt – und doch moderner denn je.“
Das Gespräch dreht sich um die Bedeutung des Getränkekartons in Zeiten der europäischen Verpackungsverordnung PPWR, um Innovationen, Recyclingfähigkeit und die neue Kommunikationskampagne „Think Inside the Box“, mit der der Verband für mehr Aufklärung und ein neues Bewusstsein für das Verpackungsmaterial wirbt.
Schröder erklärt, warum der Getränkekarton ökologisch vorteilhaft, hochgradig recyclingfähig und langfristig zukunftssicher ist – und wo Politik und Öffentlichkeit den Blick schärfen müssen. Neben technischen Themen wie Rezyklateinsatz, Aluminiumfreiheit und nachhaltiger Forstwirtschaft geht es auch um aktuelle politische Herausforderungen: die PPWR, das Einwegkunststofffondsgesetz und den Druck auf die Recyclingwirtschaft.
Schröder spricht zudem über seine persönliche Motivation, seine Erfahrungen aus der Politik- und Umweltarbeit – und darüber, warum der Getränkekarton auch in Zukunft fester Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft bleiben wird.
In dieser Folge spricht Matthias Laux mit Philipp Lehner, CEO der Alpla Group – einem der weltweit führenden Unternehmen für Kunststoffverpackungen und Recyclinglösungen. Anlass sind gleich mehrere Themen: der jüngste Weltrekord im Recycling zusammen mit Werner & Mertz, das 70-jährige Firmenjubiläum und ein offener Blick auf Chancen und Herausforderungen der Branche.
Lehner erklärt, wie es gelungen ist, 100 % Recyclingmaterial aus dem Gelben Sack in neue Verpackungen zu bringen, warum Alpla seit Jahrzehnten auf Ingenieursgeist und Kundenzentrierung setzt – und weshalb er trotz Gegenwind optimistisch in die Zukunft blickt. Es geht um die Balance zwischen technologischer Machbarkeit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit, um internationale Skalierung und um Werte, die Alpla intern wie extern prägen.
Kritisch äußert sich Lehner zur Überregulierung in Europa und plädiert dafür, den Dialog stärker auf Fakten und Konsumenten auszurichten – unter anderem mit der Initiative Plastic is Fantastic.
Seit dem 1. April ist Dr. Natalie Brandenburg neue Geschäftsführerin des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi). In dieser Folge spricht sie mit Matthias Laux über ihre ersten Eindrücke, über Kreislaufwirtschaft als Normalität – und warum die Verpackungsbranche ihre Stimme deutlich hörbarer machen sollte.
Sie hat Politikhintergrund, Konfliktforschung studiert, Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt – und seit Kurzem leitet sie eine der wichtigsten Brancheninstitutionen Deutschlands: Dr. Natalie Brandenburg ist neue Geschäftsführerin des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi).
Im Gespräch mit Matthias Laux blickt sie zurück auf ihre ersten Wochen im Amt, die sie passenderweise beim Deutschen Verpackungskongress begonnen hat. Schnell wird klar: Brandenburg bringt nicht nur strategischen Weitblick, sondern auch Leidenschaft für Vernetzung, Kommunikation und Klarheit mit. Im Zentrum ihrer Arbeit steht dabei der Anspruch, das dvi als „Stimme der Verpackung“ weiter zu stärken – besonders im politischen Diskurs rund um Themen wie Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und die europäische Verpackungsverordnung (PPWR).
Dr. Brandenburg erklärt, warum die Branche sich nicht verstecken muss, welche Chancen sie für gemeinsame Positionierung sieht – und was Aufklärungsarbeit in Zeiten falscher Behauptungen leisten kann.
In dieser Folge von Packaging People geht Redakteur Matthias Laux der Frage nach, wie die Verpackungsindustrie mit einer ihrer drängendsten Herausforderungen umgehen kann: dem Fachkräftemangel.
Zu Gast ist Thomas Schmitt, geschäftsführender Gesellschafter von insight – International Management Consultants, der die Branche nicht nur aus Sicht der Personalberatung kennt, sondern auch selbst über viele Jahre in der Verpackungsindustrie tätig war.
In einem ausführlichen Gespräch analysiert er, warum der Personalbedarf nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ eine neue Dimension erreicht hat. Es geht um resiliente Mitarbeitende, neue Rollenprofile, die zunehmende Bedeutung von Kommunikation – und den dringenden Wandel in der Führungskultur.
Dabei wird klar: Die Verpackungsbranche muss mehr bieten als sichere Jobs – sie muss sich in puncto Kultur, Diversität und Entwicklungschancen neu erfinden, um für die nächste Generation attraktiv zu bleiben.
Aufgenommen auf dem Deutschen Verpackungskongress 2025 in Berlin
In dieser Folge sprechen wir mit Vivian Loftin, Co-Founderin und Managing Director von Recyda. Das Startup hat eine Software entwickelt, die Unternehmen hilft, den Überblick über die wachsenden regulatorischen Anforderungen an Verpackungen zu behalten.
Wie können Hersteller sicherstellen, dass ihre Verpackungen recyclingfähig sind und den kommenden EU-Vorgaben entsprechen? Warum führt an der Digitalisierung kein Weg mehr vorbei? Und wie sieht die Zukunft der Verpackung aus? Antworten gibt es in dieser spannenden Episode!
Die steigenden regulatorischen Anforderungen machen es Unternehmen schwer, den Überblick über ihre Verpackungen zu behalten. Recyda bietet eine Plattform, die nicht nur die Recyclingfähigkeit bewertet, sondern auch gesetzliche Vorgaben und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.
In dieser Folge von Packaging People, dem Gesprächs-Podcast des packaging journal, spricht Clarissa Odewald, Vorstandsvorsitzende von thyssenkrupp Rasselstein, über die faszinierende Welt des Verpackungsstahls. Als Deutschlands größter Hersteller für Weißblech, das unter anderem in Lebensmitteldosen und Kronkorken verwendet wird, geht Rasselstein einen spannenden Weg in Richtung Nachhaltigkeit und Innovation.
Clarissa Odewald gibt uns einen Einblick in ihre beeindruckende Karriere und erzählt, wie sie von der Rohstoffbeschaffung über den Vertrieb bis zur heutigen Führungsrolle umfassende Einblicke in die Wertschöpfungskette gewonnen hat. Ihre Begeisterung für Verpackungsstahl zeigt sie anhand überraschender Fakten zur Stabilität und Recyclierbarkeit des Materials, das, obwohl nur 0,1 Millimeter dick, bis zum 4.500-fachen seines Eigengewichts tragen kann.
Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Verpackungen sind für Uwe Melichar weiterhin brandaktuelle Themen für die Verpackungsbranche. Aber es gibt weitere Trends und Herausforderungen für die Branche. Im Gespräch mit packaging people gibt der Experte für Verpackungsdesign Einblicke in seine Erfahrungen beim Thema Design und betont, wie wichtig es ist, dass Verpackungen sowohl ästhetisch als auch funktional und nachhaltig sind.
Nachhaltige Materialien im Fokus
Ein zentrales Thema für Uwe Melichar sind nachhaltige Materialien. Darunter fällt beispielsweise Fiber-Form, das durch Technologien wie Papiermaché oder Spritzguss verwendet wird. „Fiber-Form fasziniert mich besonders“, sagt Melichar. „Es bietet nicht nur in der klassischen Eierkartonform viele Möglichkeiten, sondern wird heute in neuen Verfahren eingesetzt.“ Doch er sieht auch Herausforderungen: „Wenn man beispielsweise versucht, eine Flasche aus Papier zu machen, funktioniert das nicht einfach so. Man braucht in irgendeiner Form eine Barriere, und oft steckt dann doch Plastik darunter.“
Wiederverwendbare Verpackungen: Chancen und Herausforderungen
Beim Thema wiederverwendbare Verpackungen betont Uwe Melichar, dass diese in vielen Fällen sinnvoll sind. „Wiederverwendbare Verpackungen machen oft Sinn, aber es ist nicht immer die beste Lösung“, betont er. Entscheidende Faktoren seien unter anderem die Transportdistanzen und der Aufwand für die Reinigung. „Es kommt wirklich darauf an, wie groß der Aufwand ist, etwas zu reinigen und wieder zu befüllen. Nur wenn diese Faktoren im Gleichgewicht sind, macht Reuse wirklich Sinn.“
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