Willkommen zur sechsten Sommerfolge!
Heute beantworten wir zwei Fragen einer Mama, die uns beide sehr häufig erreichen.
Erstens: Wie viel Wasser darf ein Baby wirklich trinken – und muss man wirklich erst ab drei Beikostmahlzeiten damit anfangen?
Und zweitens: Ihr Zweijähriger will manchmal 500 ml Milch am Tag – ist das zu viel und was passiert eigentlich, wenn Kleinkinder zu viel Eiweiß bekommen? Dr. D räumt auf mit dem Mythos der Wasservergiftung, erklärt warum Milch keine Mahlzeit ersetzen kann und warum zu viel davon der häufigste Grund für Eisenmangel bei Kleinkindern ist. Und er wird sehr deutlich zu Eiweißpulver für Kinder.
Wie viel Wasser braucht ein Baby?
Eine Wasservergiftung durch normales Trinken ist so gut wie ausgeschlossen – die Babyniere scheidet überschüssiges Wasser problemlos aus. Trotzdem gilt: Voll gestillte oder formula-ernährte Babys brauchen kein zusätzliches Wasser, weil Muttermilch und Pre-Nahrung zu 85–90 % aus Wasser bestehen. Wasser einzuführen empfiehlt sich aber schon früh – nicht aus Flüssigkeitsgründen, sondern als Gewohnheit. Am besten gleich aus einem Becher, direkt zur ersten Beikostmahlzeit.
Wie viel Milch ist zu viel?
Milch ist keine Mahlzeit. 500 ml täglich bei einem Zweijährigen ist zu viel – und der häufigste Grund für Eisenmangel bei Kleinkindern. Richtwert für zwei bis drei Jahre: etwa 300–400 ml Milchprodukte täglich, Joghurt und Käse mitgerechnet. Den Rest der Flüssigkeit über Wasser regeln.
Zu viel Eiweiß – wirklich gefährlich?
Überschüssiges Eiweiß macht Kinder nicht krank, sondern dick. Leber und Niere gesunder Kinder kommen damit problemlos zurecht. Eiweißpulver für Kleinkinder ist trotzdem eine Katastrophe – nicht wegen der Organe, sondern weil es das falsche Signal sendet.
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