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Zusammenfassung:
In einer Zeit großer Umbrüche, wo alte Systeme nicht mehrfunktionieren und neue Lösungsansätze gefragt sind, wagten drei EMCC-akkreditierte Coaches ein faszinierendes Experiment: Was passiert, wenn sie ihre unterschiedlichen Perspektiven zu einem gemeinsamen Resonanzraum fürkomplexe Transformationsprozesse verbinden?
Katrin, Marie und Volker teilen ihre Vision eines völligneuen Ansatzes, der nicht eine weitere Coaching-Methode ist, sondern um den intelligentesten Raum geht. Statt einzeln zu arbeiten, schaffen sie gemeinsam einen "hochfrequenten Raum für kollektive Intelligenz", in dem einer führt und zwei beobachten – mit wechselnden Rollen und radikaler Ehrlichkeit.
Ihre Erkenntnis: Die wirklich großen Herausforderungenunserer Zeit, von Klimawandel bis zu organisationalen Umbrüchen, brauchen nicht den besten Experten, sondern den intelligentesten Raum. Einen Raum, in dem das Unmögliche navigierbar wird.
In dieser Episode verbinden drei erfahrene Coaches ihrejahrzehntelangen Beobachtungen aus der Praxis mit den Grundprinzipien menschlicher Entwicklung, Kreativität und des Lernens zu einer visionären Idee. Es ist ein Gespräch über den Mut, neue Wege zu gehen und gemeinsam mit LeaderRäume für das zu schaffen, was unsere komplexe Welt wirklich braucht.
Kernaussagen:
1. Kurzbeschreibung
Was passiert, wenn plötzlich nichts mehr nach Plan läuft?
Wenn Entscheidungen unsicher werden.
Wenn sich Rahmenbedingungen schneller verändern als jede Strategie.
Und wenn Führung genau in diesen Momenten Orientierung geben muss.
Gemeinsam mit Professor Christian Busch, Autor von The Serendipity Mindset, sprechen wir darüber, wie Leader mit unerwarteten Ereignissen umgehen und warum genau darin oft die entscheidenden Wendepunkte entstehen.
Denn in der Praxis zeigt sich immer wieder:
Nicht das Unerwartete ist das Problem.
Sondern der Umgang damit.
Wir sprechen darüber,
Aus meiner eigenen Erfahrung als Geschäftsführer, Investor und heute in der Arbeit mit CEOs und Führungsteams, sehe ich immer wieder:
Die entscheidenden Veränderungen entstehen selten aus dem Plan. Sondern aus dem, was dazwischen passiert.
2. Folgenbeschreibung
Die Welt wird komplexer, schneller und unvorhersehbarer. Viele Organisationen reagieren darauf mit noch mehr Planung und Kontrolle.
Doch was passiert, wenn genau das nicht mehr funktioniert?
In dieser Folge spricht Marcus Trute mit Prof. Dr. Christian Busch, Autor des Buches Erfolgsfaktor Zufall, über das Konzept der Serendipity – die Fähigkeit, aus unerwarteten Ereignissen Chancen entstehen zu lassen.
Das Gespräch verbindet persönliche Erfahrungen, psychologische Perspektiven und konkrete Impulse für Führungskräfte. Es geht um Haltung in Krisen, um Sinn in schwierigen Situationen und um die Fähigkeit, das Unerwartete nicht nur auszuhalten, sondern bewusst zu nutzen.
Eine Folge für Unternehmer und Führungskräfte, die verstehen wollen, warum Neugier, Offenheit und Reflexion zu den entscheidenden Leadership-Skills der Zukunft gehören.
3. Zentrale Fragen der Folge
Was genau bedeutet Serendipity – und warum ist sie mehr als nur Zufall?
Wie können Führungskräfte lernen, mit unerwarteten Ereignissen produktiv umzugehen?
Warum scheitern klassische Planungslogiken immer häufiger in modernen Organisationen?
Welche Rolle spielen Haltung und Sinn in Krisen oder Rückschlägen?
Wie kann man in Teams eine Kultur schaffen, die Chancen im Unerwarteten erkennt?
Warum wird ein Serendipity-Mindset zu einem zentralen Leadership-Skill der Zukunft?
4. Key Learnings
Wendepunkte entstehen oft dort, wo Systeme unter Druck geraten
Führung braucht heute mehr Klarheit als Gewissheit
Serendipity beschreibt die Fähigkeit, im Unerwarteten Möglichkeiten zu erkennen
5. Zitat der Folge
„Führung bedeutet heute nicht mehr, alles vorher zu wissen, sondern den Muskel zu trainieren, mit dem Unerwarteten zu arbeiten.“
6. Hashtags
#Leadership #Serendipity #Führung #Organisation #Mindset #Unternehmertum #ZukunftDerArbeit
Gast dieser Folge
Prof. Dr. Christian Busch ist Serendipity-Experte, Autor und Professor an der New York University sowie an der London School of Economics. In seiner Forschung beschäftigt er sich damit, wie Menschen und Organisationen unerwartete Ereignisse in Chancen verwandeln können. Sein Buch Erfolgsfaktor Zufall gilt international als zentrale Arbeit zum Thema Serendipity und Leadership.
Links & Ressourcen
Buch von Christian Busch Erfolgsfaktor Zufall – Wie wir unerwartete Chancen erkennen und nutzen
Über den Host der Folge
Marcus Trute gestaltet Führungssysteme, die Leader entlasten und Organisationen helfen, in Wachstum, Transformation, Krisen und Komplexität schneller in Umsetzung zu kommen.
Mehr unter:www.newtruemove.com
Wenn du dich in diesen Situationen wiedererkennst, lohnt sich der Blick auf die eigene Führungslogik oft mehr als auf die nächste Strategie.
Wenn Sie Fragen haben oder Impulse aus dem Podcast vertiefen möchten: Melden Sie sich jederzeit gerne bei mir.
In dieser emotionalen Folge feiern Katrin und Marcus die Höhepunkte ihrer vierjährigen Transformation.
Marcus beginnt mit seiner ersten Begegnung mit Moritz' visionärer Quellenergie 2005 - ein Moment, der Jahre später zur Zusammenarbeit führte. Weiter erzählt er von zwei besonders bewegenden Weihnachtsfeiern in extremen Gegensätzen: eine während brutalem Wachstum mit 90 Mitarbeitern, wo er tiefe Verbundenheit spürte, eine andere wo echter Zusammenhalt in der Krise entstand.
Als nächstes reflektiert er Corona als "Schule für Führung in Unsicherheit" - maximale Herausforderung, aber auch extremer Teamzusammenhalt. Katrin würdigt daraufhin drei beobachteten Formen des Willens: stark (durchhalten), geschickt (flexibel anpassen), gut (alle mitnehmen).
Anschließend beschreibt sie ihre gemeinsam entwickelte "Resonanzarchitektur" - ein Team, das bei Erschütterungen mitschwingt statt bricht.
Marcus berichtet dann von ihren innovativen Projekten wie dem Brand Experience Store, der oft missverstanden wurde, aber Partner wie Nike fand.
Dabei betont er, wie strategische Partnerschaften durch Verlässlichkeit über Zeit entstanden, nicht durch Größe. Abschließend hebt er die Purpose-Onboardings hervor, die durch Geschichtenerzählen tiefe Verbindungen schufen.
Das größte Learning: Beziehungen halten durch früh trainierte Kommunikations- und Konflikttools - wie Training im Sport, bevor die Krise da ist.
Kernaussagen:
Quellenergie ist in ersten Begegnungen spürbar - Serendipity-Mindset öffnet für unerwartete Möglichkeiten
Verbindung entsteht außerhalb von Meetingräumen - echtes Kennenlernen braucht Zeit und gemeinsame Erlebnisse
Echter Zusammenhalt entsteht in Krisen, nicht durch große Budgets - schwierige Momente schweißen zusammen
Corona als Schule für "Führung in Unsicherheit" - Orientierung geben, obwohl man selbst im Nebel stochert
Drei Formen des Willens: stark (durchhalten), geschickt (flexibel), gut (ethisch, alle mitnehmen)
"Resonanzarchitektur": Teams, die mitschwingen und nicht brechen bei Erschütterungen
Innovation wird oft missverstanden - gehört dazu, richtige Partner finden die es verstehen
Purpose-Onboardings schaffen tiefe Verbindung - neue Mitarbeiter erzählen bald eigene passende Geschichten
Kommunikations- und Konflikttools wie Sporttraining üben - bevor die Krise da ist
Was passiert, wenn Coaches selbst ins Straucheln geraten?
In dieser besonderen Folge öffnet Katrin ihre Supervisor-Toolbox und holt Andrew MacKichan dazu - einen erfahrenen schottischen Coach, der weiß, wovon er spricht. Gemeinsam tauchen sie in die Welt der Supervision ein, die in Deutschland noch viel zu wenig genutzt wird.
Katrin wird persönlich: Vier Jahre mit Keller Sports als alleinige Coach - wie hält man “den Raum”? Ihre Antwort: durch Supervision, die drei entscheidende Funktionen erfüllt. Formativ hilft sie, besser zu werden. Restorativ lädt sie die Batterien wieder auf. Normativ hält sie ethisch auf Kurs.
Aber das Spannendste: Katrin hat gelernt, körperlich zu spüren, wann sie Verantwortung übernimmt, die gar nicht ihre ist oder welche Themen sich aus dem System auf sie übertragen, aber wichtig sind zu spüren und anzubieten als “Daten”.
Der Game-Changer? Das Seven Eye Model (Hawkins & Shohet). Katrin arbeitete parallel mit Robin Shohet in London und lernte: Was spürst du? Was ist deins, was gehört zum Klientensystem? Diese Unterscheidung kann über Erfolg oder Burnout entscheiden.
Andrew ergänzt, die wirklich wichtigen Dynamiken laufen unbewusst ab. Da sind Menschen unersetzlich im Reflexionsprozess.
Der Cliffhanger: Beide setzen sich dafür ein, dass Supervision in Deutschland normal wird. Ihr Angebot? Monatliche Schnupperkurse bei EMCC Deutschland. Denn jeder Coach braucht einen Reflexionsraum - auch die, die das noch nicht wissen.
Kernaussagen
Supervision erfüllt drei zentrale Funktionen: formativ (Skill-Entwicklung), restorativ (Ressourcierung) und normativ (ethische Reflexion)
Der relational approach ermöglicht es, mit dem zu arbeiten, "was im Raum ist" - Emotionen und Körperreaktionen als wertvolle Daten
Körperliches Spüren zeigt Übertragungen auf: Z.B., nehme ich nach dem Coaching Verantwortung mit, die nicht meine ist?
Unterscheidung zwischen eigenen Gefühlen und gespiegelten Organisationsdynamiken ist essentiell
Supervision hilft Coaches, zu reifen: "Je erfahrener wir werden, umso mutiger werden wir"
Das Seven Eye Model (Hawkins/Shohet) bietet einen strukturierten Rahmen für systemische Supervision
In Deutschland ist Supervision noch nicht so selbstverständlich integriert wie in UK
EMCC Deutschland bietet monatliche Supervisions-Schnupperkurse an
Ziel ist es, Supervision als selbstverständlichen Teil professioneller Coaching-Praxis zu etablieren
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Marcus Trute und Katrin Hinzdorf über die persönlichen und beruflichen Entwicklungen der vergangenen Jahre und reflektieren, wie prägende Erfahrungen, unerwartete Ereignisse und berufliche Wendepunkte Einfluss auf die eigene Identität und das heutige berufliche Wirken nehmen.
Nach dem plötzlichen Ende durch Insolvenz in Eigenverwaltung reflektiert Marcus seine persönliche Neuerfindung und was ihn durch diese Krise getragen hat.
Seine Resilienz wurde früh geprägt - durch den unerwarteten Umzug nach Sardinien als Kind und durch Neurodermitis, die ihn lehrte, immer wieder aufzustehen.
Diese Erfahrungen formten sein Durchhaltevermögen und seine Adaptionsfähigkeit. Der letzte Tag mit der Verabschiedung der Mitarbeiter war ein Schockmoment - Marcus funktionierte durch Dissoziation als Schutzmechanismus.
Statt sich zu verkriechen, meldete er sich drei Tage später zu einer Coaching-Ausbildung an - sein "Abtrainieren" wie bei Profisportlern. Katrin betont, wie wichtig es war, Marcus und das Team immer wieder an Punkte bewusster Entscheidung zu stellen und Alternativen zu entwickeln.
Das hält Menschen psychisch gesund und handlungsfähig. Durch die Krise wurde Marcus' Purpose noch klarer: Potenziale und Situationen erkennen, Menschen und Teams mitnehmen, Energie geben.
Sein neues Unternehmen "NewTrueMove" spiegelt genau das wider - neue Impulse geben, echter Begleiter sein, mit System, Struktur und Energie in Bewegung bleiben und Umsetzungen vorantreiben.
Die Neuerfindung ist neurobiologisch Resilienz in Aktion, das Gehirn baut neue Wege, neue Identität entsteht.
Kernaussagen
Resilienz wird oft durch frühe Herausforderungen geprägt - Durchhaltevermögen entsteht nicht aus Leichtigkeit, sondern aus Pain
Nach Schockmomenten spaltet das Gehirn Gefühl von Handlung ab (Dissoziation) - später kommen die Emotionen in Wellen
"Abtrainieren" statt stillstehen - nach intensiven Phasen braucht es bewussten Übergang, nicht abrupten Stopp
Alternativen zu haben ist psychologisch überlebenswichtig - ohne Wahlmöglichkeiten entsteht "learned helplessness"
Bewusste Entscheidungen halten uns im "Driver's Seat" - wir sind Gestalter, nicht Opfer der Umstände
Das Gehirn ist plastisch und kann sich nach Trauma neu aufbauen - Neuerfindung ist möglich
Trauma wird nicht "überwunden", sondern integriert - es wird Teil der Geschichte, aber nicht die ganze Geschichte
Purpose gibt Orientierung in der Neuerfindung - was treibt mich wirklich an, jenseits von Titeln und Positionen?
In dieser Folge geben Katrin und Marcus einen Einblick ins Jahr 2022 – ein Jahr im durchgehenden Krisenmodus. Nach der gescheiterten M&A-Transaktion folgte der Ukraine-Krieg mit direkten Auswirkungen auf das Entwicklerteam, dann Kaufzurückhaltung, Energiekrise und am Ende die Insolvenz in Eigenverwaltung.
Die zentrale Frage: Was passiert mit Führung, wenn äußere Einflüsse so massiv werden? Marcus berichtet von einer typischen Krisenreaktion in Unternehmen: Entscheidungen werden wieder zentralisiert, verteilte Verantwortung zurückgenommen. Vertrauensverlust und Unsicherheiten nehmen dann zu. Marcus Beschreibt, wie in der Krise auch bei Ihnen Domains zur Geschäftsführung zurückgeholt wurden, dies geschah allerdings transparent im Governance Meeting – mit Begründung und Möglichkeit für Gegenargumente. Durch die gesammelten Erfahrungen in geteilter Verantwortung und den passenden Tools hatten sie gelernt, Methoden und Menschen zu vertrauen.
Katrin beleuchtet die Psychologie: Dauer-Krisen erschöpfen, während akute Krisen Adrenalin aktivieren. Sie teilt Erkenntnisse aus einer Inner Circle-Studie: Transparenz ist entscheidend für die psychische Gesundheit von Startup-Mitarbeitern. Doch viele Gründer kämpfen damit – sie agieren intuitiv, haben nicht immer Worte für ihre Prozesse, die Rolle als Leader passt nicht immer zur Gründeridentität oder es fehlen die Tools.
Die Folge zeigt: Strukturen, die in ruhigen Zeiten etabliert werden, tragen in Krisen – wenn sie mit Transparenz und Vertrauen gelebt werden.
Kernaussagen:
2022: Dauer-Krisenmodus statt einzelner Ereignisse – M&A-Abbruch, Ukraine-Krieg, E-Commerce-Krise, Insolvenz
Psychologie: Akute vs. Dauer-Krise – Dauer-Krisen erschöpfen und erhöhen Angst, statt Höchstleistung zu aktivieren
Transparenz als Schlüssel – Entscheidungen zur Führung zurückholen geht, aber nur mit transparenter Kommunikation im Governance Meeting
Drei Jahre Training zahlen sich aus – Etablierte Tools und Vertrauen verhindern Rückfall in Kontrollmodus
Forschung zeigt: Transparenz schützt Mental Health – Mangelnde Transparenz verstärkt Stress, Burnout und Abhängigkeitsgefühle bei Mitarbeitern
Gründer vs. Leader – Nicht jeder Gründer ist automatisch ein guter Leader
Permanente Anpassung statt Re-Org – Rollen und Domains ermöglichen schnelle, kontinuierliche Organisationsentwicklung
In dieser Folge geht es um das, womit viele Organisationen zu kämpfen haben – Umsetzung.
Strategien gibt es genug. Ideen auch.
Aber wie schaffen es Unternehmen, wirklich ins Handeln zu kommen?
Gemeinsam mit Anja Ritter blicke ich auf die sozialen Dynamiken in Organisationen, die darüber entscheiden, ob Führung wirksam wird oder blockiert.
Wir beleuchten, warum Führung vereinfachen nicht heißt, weniger zu führen – sondern bewusster.
Wie Teams beschleunigt werden, wenn Vertrauen und Klarheit aufeinandertreffen.
Und warum Umsetzung sichern die eigentliche Kunst moderner Führung ist.
In dieser Folge erfährst du:
Warum es kein Patentrezept für Führung gibt – aber Prinzipien, die überall wirken.
Wie soziale Systeme in Unternehmen funktionieren – und wie man sie nutzen kann, statt gegen sie zu arbeiten.
Warum Freude an Verantwortung das stärkste Führungsinstrument ist.
Was es braucht, um Potenziale im Team sichtbar und wirksam zu machen.
Und wie kleine, bewusste Führungsmomente große Wirkung entfalten können.
In dieser besonderen Live-Folge berichten Katrin und Marcus direkt von der Konferenz zu Steward Ownership/ Verantwortungseigentum in Berlin. Sie diskutieren, wie dieses Modell Vermögen und Kontrolle langfristig an das Unternehmen bindet und eine Alternative zu herkömmlichen Eigentumsformen darstellt.
Besonders beeindruckend waren die Geschichten von Gründern wie Leonardo von Haferkater, der sein Unternehmen von Investoren zurückkaufte, um es in Verantwortungseigentum zu überführen. Ein zentraler Satz von Professor Colin Meyer prägte die Diskussion: Unternehmen sollen Probleme lösen und dabei so viel Profit wie nötig erwirtschaften - aber der Purpose steht im Vordergrund. Die beiden reflektieren, dass auf der Konferenz Themen wie Organisationsentwicklung und Führungskultur kaum behandelt wurden, obwohl diese für die Umsetzung einer echten Verantwortungskultur essentiell sind. Sie betonen, dass Verantwortungseigentum idealerweise mit holokratischen Elementen und konsequenter Kulturarbeit kombiniert werden sollte, um wirklich transformativ zu wirken.
Kernaussagen:
Steward Ownership bindet Vermögen und Kontrolle langfristig an das Unternehmen - es wird kein Spekulationsgut
"So viel Profit wie nötig" - aber zuerst muss der Purpose ein echtes Problem lösen
Gründer wie Leonardo (Haferkater) kaufen ihre Unternehmen zurück, um sie in Verantwortungseigentum zu überführen
Emotionale Befreiung entsteht, wenn das Unternehmen wieder "uns allen gehört" statt Investoren
Investoren können Teil des Modells sein, brauchen aber ein anderes Mindset ohne Exit-Erwartung
Die rechtliche Unternehmensform soll noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland eingeführt werden
Verantwortungseigentum funktioniert ideal mit holokratischen Elementen und Rollenlogik
Der vierjährige Transformationsprozess, erzählt in diesem Podcast, zeigt: Kulturwandel braucht Zeit und Konsequenz
Menschen kommen aus hierarchischen Systemen - die Entwicklung zu echter Selbstverantwortung ist ein langer Weg
In dieser Folge beleuchten Katrin und Marcus das komplexe Thema Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (ESOP) aus verschiedenen Perspektiven.
Marcus teilt seine persönlichen Erfahrungen als Führungskraft. Dabei wird deutlich, dass die erhoffte "Ownership"-Wirkung oft ausbleibt und stattdessen Skepsis, Druck oder unrealistische Erwartungen entstehen können.
Die beiden diskutieren die problematische Diskrepanz zwischen der geringen Exit-Wahrscheinlichkeit und den oft übertriebenen Erwartungen.
Katrin hinterfragt aus psychologischer Sicht die extrinsische Motivationswirkung und die Gefahr, dass ESOP zur Rechtfertigung unterdurchschnittlicher Gehälter missbraucht wird. Als Alternative kündigen sie eine vertiefte Betrachtung des "Verantwortungseigentums" (Steward Ownership) an - einem Modell, das auf nachhaltige Wertschöpfung statt Exit-Spekulation setzt.
Kernaussagen
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erzeugen oft nicht die gewünschte "Ownership"-Wirkung, sondern können Skepsis und Druck auslösen
Die Exit-Wahrscheinlichkeit ist extrem gering: nur 144 Exits bei 2.766 Neugründungen 2024 in Deutschland.
Virtuelle Anteile führen nur bei einem Unternehmensverkauf zu Auszahlungen - oft mit komplexen Prioritätenwarteschlangen
ESOP wird häufig zur Rechtfertigung unterdurchschnittlicher Gehälter genutzt.
Echte intrinsische Motivation entsteht durch Purpose, faire Entlohnung und Einfluss auf die Unternehmensgestaltung
Exit-Fokus kann die ursprüngliche Gründer-Energie und Unternehmenskultur negativ beeinflussen
Transparente Kommunikation über Risiken und Wahrscheinlichkeiten ist essentiell
"Verantwortungseigentum" bietet eine Alternative mit Fokus auf nachhaltiger Wertschöpfung statt Spekulation
Bewusste Entscheidungen statt Verführung durch schöne Versprechungen sind entscheidend
Statement: M&A-Prozesse sind mehr als nur Zahlen und Verträge - sie sind emotionale Achterbahnfahrten, die Führungskräfte an ihre Grenzen bringen und völlig neue Leadership-Skills erfordern.
Frage: Wie kann ich als Geschäftsführer*in einen M&A-Prozess durchstehen, ohne mich selbst und mein Team zu verlieren?
Zusammenfassung:
In Folge 51 tauchen Marcus und Katrin tief in die psychologischen Herausforderungen von M&A-Prozessen ein. Marcus berichtet aus der Innenperspektive als Geschäftsführer, wie sich die Welt verändert, wenn plötzlich ein Verkauf oder eine Fusion auf dem Tisch liegt. Von den ersten 20-30 Fragen im Kopf bis hin zur Erkenntnis, dass man nicht mehr alle Entscheidungen frei treffen kann - ein ehrlicher Einblick in die emotionalen Spannungsfelder.
Katrin ergänzt aus Coach-Sicht, wie wichtig es ist, sich als Team zu formieren, klare Kriterien zu definieren und regelmäßige Reflexionsräume zu schaffen. Besonders spannend: Die Diskussion darüber, wie man Unsicherheit authentisch kommuniziert, ohne die Mannschaft zu verunsichern.
Kernaussagen:
Vorbereitung ist alles
Als Team klären: Wollen wir das wirklich? Idealszenario vs. Worst-Case definieren
M&A-Prozesse sind wie ein Triathlon mit drei Phasen: Vorbereitung, Prozess, Integration
Emotionale Achterbahn akzeptieren
Wöchentliche Stimmungsschwankungen sind normal - Resilienz durch bewusstes "Einmitten" entwickeln
Point of No Return erkennen: Ab einem Punkt ist es, wie es ist
Leadership unter Extrembedingungen
Ehrlichkeit statt Allmacht: "Ich kann dir nicht alle Fragen beantworten"
Führung vereinfachen: Klare Prozesse und Entscheidungswege schaffen
Kommunikation als Balanceakt
Regelmäßige Kommunikationsintervalle mit dem Führungsteam
Unsicherheit zulassen und trotzdem Zuversicht vermitteln
Purpose vs. Exit
Strategische vs. finanzielle Käufer bewusst wählen
Alternative Modelle wie Steward Ownership gewinnen an Bedeutung
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