Ulrich ist in Oberschlesien geboren, als Musiker nach Deutschland gekommen – und seit Jahrzehnten in Würzburg zuhause. In diesem Gespräch erzählt er von einem Zuhause, in dem das Mittagessen bis sieben Uhr abends dauerte, vom runden Tisch als Ort des Lernens, der Wärme und des Austauschs.
Er spricht offen darüber, warum er das Vertrauen in viele Politikerinnen und Politiker verloren hat und weshalb er das Gefühl hat, dass Bürgerinnen und Bürger unterschätzt werden – obwohl sie heute besser informiert sind als je zuvor. „Manchmal fühlt es sich an, als würde man uns für dumm verkaufen“, sagt er, ohne zu verallgemeinern, aber sehr klar.
Gleichzeitig macht Ulrich deutlich, warum Hoffnung für ihn kein naives Wort ist, sondern eine Bedingung für Veränderung. Ohne Hoffnung, sagt er, gibt es keinen Antrieb – weder persönlich noch gesellschaftlich. Er erzählt von seiner eigenen Geschichte als Vertriebener, vom Neuanfang in Deutschland, von Integration, die funktioniert, wenn man bereit ist zu geben, zu planen und Verantwortung zu übernehmen.
Kraft findet Ulrich in Gott, in der Musik und in der Natur – im Wasser, im Wald, im weiten Blick. Für die Zukunft hofft er auf mehr Ruhe, mehr Stabilität und darauf, dass wir wieder zu einer Gesellschaft werden, in der Geben und Nehmen im Gleichgewicht sind – und in der Europa näher zusammenrückt.
Tauche ein in ein tiefes, ruhiges Gespräch über Heimat, Respekt, Integration, Hoffnung und ein Leben zwischen Schlesien, Würzburg und Europa.
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