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Tierschützer sind empört. Denn: Die Experimente sind nicht nur grausam – sie sind auch nicht wirklich aussagekräftig. Besonders schrecklich sind auch die Fotos, die in den vergangenen Wochen immer wieder auf Facebook und Instagram kursierten. Darauf zu sehen: Hunde, die in Laboren zum Inhalieren von Zigarettenrauch gezwungen werden.
Aber was ist da eigentlich dran? Sind Raucher für Tierleid verantwortlich? Das erklärt Biologin Anne Meinert von der Tierrechtsorganisation „Peta“ in dieser Folge von „Pet-Talks: Klartext“.
Warum nach Weihnachten so viele Tiere abgegeben werden und was man dagegen tun kann, das erklären Sarah Ross von „Vier Pfoten“ und Sven Fraaß vom „Hamburger Tierschutzverein“ in dieser Folge von „Pet-Talks: Klartext“.
In dieser Folge von „Pet-Talks: Klartext“ erklärt Sarah Ross von „Vier Pfoten“, warum ein Feuerwerksverbot an Silvester für die Tiere so wichtig wäre.
In dieser Folge von „Pet-Talks: Klartext“ erklärt die Politikerin, warum das so wichtig ist und wie die Verordnung aussehen soll.
Doch nun hat die Uelzener Versicherung ein Versicherungsmodell auf den Markt gebracht, das auch die Behandlung von HD mit einschließt – und damit neue Maßstäbe in der Versicherungsbranche gesetzt.
Warum dieser Schritt so wichtig war und wie ihn die Konkurrenz aufgenommen hat, das bespricht Felix in dieser Folge von „Pet-Talks: Klartext“ mit Imke Brammer-Rahlfs, Vorständin der Uelzener Versicherungen.
Auch wer Tiere aus dem Ausland über die Grenze bringt, um diese zu verkaufen, braucht eine Genehmigung. Die Hundehändler und -transporteure der Welpen-Mafia haben diese Dokumente in der Regel nicht.
Das Tierschutzgesetz schützt Tiere in Deutschland
Außerdem werden in Deutschland alle Hunde durch das Tierschutzgesetz und die Hunde-Tierschutzverordnung geschützt. Ackenheil: „Werden die Hunde in den Massenzuchten nicht artgerecht gehalten, sodass sie Leid oder Schmerzen erleiden, liegt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Gemäß der Tierschutz-Hundeverordnung darf kein Hund früher als im Alter von acht Wochen von der Mutter getrennt werden und muss zwingend mit Artgenossen des gleichen Alters und des gleichen Gesundheitszustands gehalten werden.“
Verstöße gegen diese Vorschriften stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldstrafen bis zu 25.000 Euro bestraft werden können. „Das Tierschutzgesetz sieht zudem eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre vor, wenn einem Tier durch rohe Gewalt erhebliche Leiden und Schmerzen zugefügt werden“, so Ackenheil.
Betrug, Urkundenfälschung & Co. – diese Straftaten begeht die Welpen-Mafia
Die Welpen-Mafia begeht aber häufig noch andere Delikte. Wenn kriminelle Welpenhändler vorsätzlich falsche Angaben über ihre Person oder ihre Zucht angeben – etwa, wenn sie in einer Anzeige behaupten, die Tiere kämen aus einer liebevollen und seriösen Zucht, obwohl sie aus einer Vermehrerstation stammen – begehen sie Betrug.
„Handeln die Täter gewerbsmäßig und das als Mitglied einer Welpenhändler-Bande so liegt sogar ein besonders schwerer Fall des Betruges vor, der mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft wird.“
Auch das Fälschen von Impfpässen oder anderen Ausweis- oder Einfuhrpapieren ist eine Straftat. Diese Praxis nutzt die Welpen-Mafia häufig, um den Anschein einer seriösen Zucht zu erwecken.
Die RTL-Show „Train Your Baby Like a Dog“ (übersetzt: „Trainiere Dein Baby wie einen Hund“) hat in den vergangenen Tagen für einen heftigen Shitstorm gesorgt. In der Sendung will eine Hundetrainerin Kinder mit den Mitteln der Hunde-Erziehung konditionieren. Was steckt dahinter?
„Problematisch“, „schwarze Pädagogik“, „unangebracht“ – so lautet nur ein Teil der Kritik von Kinderpsychiatern, Strafrechtlern und Pädagogen wie Ex-Supernanny Katia Saalfrank an der RTL-Sendung „Train Your Baby Like a Dog – Die Hund-Kind-Methode“.
Etliche hatten davor gewarnt, die Sendung anzuschauen oder überhaupt erst auszustrahlen. Darunter der Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort und der Strafrechtler Gerhard Strate.
„Der Titel dieser Sendung, die wie ein Imperativ daherkommt, widerspricht dem Menschenbild unserer Verfassung“, schreiben sie der „Welt“ zufolge in einem Brief vom 27. Dezember an RTL-Geschäftsführer Jörg Graf. Kinder hätten eine Menschenwürde und ein Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit. „Über Ihre diesem Menschenbild widersprechende ,provozierende These’ kann es deshalb keine Diskussion geben.“
Darüber hinaus gab es im Vorfeld etwa eine Petition, die die Ausstrahlung der Sendung am 3. Januar verhindern wollte. Wenn auch ohne Erfolg, gibt es mittlerweile mehr als 33.000 Unterschriften dafür. Schon kurz nach der Ausstrahlung gingen außerdem mehr als 100 Beschwerden bei der Niedersächsischen Landesmedienanstalt ein, wie der Evangelische Pressedienst berichtet. Die Medienanstalt prüfe die Sendung jetzt.
So funktioniert die Hund-Kind-Methode
Aber worum geht es dabei überhaupt? Das Konzept der in der Show vorgestellten Erziehungsform basiert auf der sogenannten Hund-Kind-Methode: Dabei werden bei der Kindererziehung Tricks aus dem modernen Hundetraining angewendet. Unter anderem arbeitet Hundetrainerin Aurea Verebes dafür mit einem Clicker. Beim Klicken folgt für das Kind direkt eine Belohnung, etwa in Form von Süßigkeiten oder Umarmungen.
„Der Clicker ist im Grunde bei jeder Spezies anwendbar, bei jeder Tier- oder auch ‚Menschenart‘, weil unser Säugetiergehirn immer gleich funktioniert“, erklärt die Hundetrainerin auf „RTL.de“. „Das heißt, ich hab beim Hund eine Dopamin-Ausschüttung und beim Kind und auch beim Erwachsenen ganz genauso.“
Kinder und Hunde sind sich nur teilweise ähnlich
Das scheint zunächst einmal nicht völlig abwegig: Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass Hunde etwa auf dem geistigen Entwicklungsstand von bis zu zwei Jahre alten Kleinkindern sind. Entsprechend könnten gewisse Techniken, die bei zwei- bis drei-jährigen Kindern helfen, auch bei Hunden wirken – und umgekehrt, meint der emeritierte Psychologie-Professor Stanley Cohen im US-Magazin „Quartz“.
Zum Beispiel helfe es sowohl Kleinkindern als auch Hunden, deren Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, bevor man ihnen etwas beibringen wolle.
Hunde-Training ist keine Kinder-Erziehung
RTL verteidigte das Konzept der Sendung. Dem Sender zufolge wurde die Umsetzung der Produktion von einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten begleitet und medienpädagogisch betreut. Hundetrainerin Aurea Verebes soll auch bei ihren drei eigenen Kindern Ansätze aus der Hundeerziehung erfolgreich anwenden. Außerdem hätten bereits einige Experten in den USA, Großbritannien und Deutschland von positiven Erfolgen dieser Methode berichtet.
Doch schon bei der Ausstrahlung des englischen Originals im August 2019 war deutliche Kritik laut geworden. „Um die Entwicklung eines Babys zu fördern, braucht es weit mehr als positive Verstärkung“, schrieb etwa Amy Brown, Professorin für öffentliche Kindergesundheit an der University Swansea, in einem Artikel für das Wissenschaftsmagazin „The Conversation“.
Zwar sei Lob ein wichtiger Teil der Kindererziehung – darüber hinaus müssten die Kinder aber auch lernen, ihr eigenes Verhalten zu verstehen. Sonst gebe es spätestens dann Probleme, wenn die Belohnungen wegfallen. „Mithilfe von Süßigkeiten das Verhalten zu beeinflussen scheint kurzfristig manchmal zu funktionieren, aber Belohnungen mit Süßigkeiten zu kombinieren kann dazu führen, dass Kinder ungesunde Beziehungen zu Essen entwickeln, und dass ihr Risiko für Übergewicht steigt.“
Dem Magazin „Scientific American“ zufolge glauben 74 Prozent der Hundebesitzer, dass ihr Hund Schuldgefühle empfinden kann. Einer der Gründe dafür: Sie erkennen in ihren Hunden Verhalten wieder, dass sie selbst bei schlechtem Gewissen zeigen – etwa, dass sie direkten Augenkontakt vermeiden oder die Schultern hochziehen.
Aber zeigen Hunde damit tatsächlich, dass sie sich schuldig fühlen? Experten sind sich einig, dass dem nicht so ist. „Es gibt jede Menge Studien, und es ist ziemlich eindeutig, dass Hunde keine Schuldgefühle haben oder zeigen“, sagt zum Beispiel die tiermedizinische Wissenschaftlerin Dr. Susan Hazel von der University of Adelaide gegenüber der „Daily Mail“. „So funktionieren ihre Gehirne nicht.“
Denn um ein schlechtes Gewissen zu haben, müssten Hunde in der Lage sein, ihr eigenes Verhalten moralisch zu bewerten. Und aktuell gehen Experten nicht davon aus, dass Hunde zu diesem komplexen Denken in der Lage sind.
Warum scheint es so, als hätten Hunde ein schlechtes Gewissen?
Aber warum erscheint es uns trotzdem so, dass Hunde ein schlechtes Gewissen haben? Dr. Hazel erklärt das damit, dass Menschen die Reaktion der Tiere auf Beschimpfungen missverstehen. Wenn Frauchen oder Herrchen die Vierbeiner für Fehlverhalten rügen, löst das bei den Hunden oft Stress und Angst aus.
Eine zweite Erklärung: In Jahrhunderten des Zusammenlebens mit Menschen könnten sich Hunde daran gewöhnt haben, dass dieses reuevolle Verhalten ihre Besitzer sanfter stimmt. Schließlich sind sie auf unsere Pflege – und Futter! – angewiesen. Da hilft es, wenn Herrchen und Frauchen nicht allzu lange böse sind…
Zusammengefasst kann man sagen, dass sich Hunde vermutlich aus zwei Gründen so verhalten, als hätten sie ein schlechtes Gewissen: Erstens als Reaktion auf eine Schimpftirade ihrer Besitzer. Auch auf die Körpersprache und sogar den Geruch der Besitzer könnten sie dadurch reagieren. Zweitens, weil die Hunde aus vergangenen Erfahrungen schon wissen, dass ein bestimmtes Verhalten ihre Halter wütend macht – Hundehaufen auf dem Teppich oder zerfetzte Kissen zum Beispiel – und dass ein „reuevolles“ Verhalten die Bestrafung dafür milder ausfallen lässt.
Haben Hunde dieselben Gefühle wie Menschen?
Nur, weil Hunde aller Wahrscheinlichkeit nach kein gutes oder schlechtes Gewissen empfinden können, heißt das aber nicht, dass sie komplett gefühlskalt sind. Angst, Wut, Lust, mütterliche Vorsorge, Einsamkeit, Verspieltheit oder Freude können sie dem Neurowissenschaftler Prof. Jaak Pankseep zufolge vermutlich ebenso spüren wie andere warmblütige Tiere auch.
Der Wissenschaftler bezeichnet diese sieben Gefühlsregungen als primäre Emotionen – Menschen können darüber hinaus komplexere Gefühle empfinden, die ein Verständnis von richtig und falsch sowie sozialen Status voraussetzen. Dazu gehören etwa Schuld, Stolz, Scham, Neid oder Hass.
Die Gassi-Pflicht von Julia Klöckner, Waldbrände in Kalifornien und Australien, ein Tierschutz-Hund wird First Dog der USA, zwei Hundewelpen, die ein Geflüchteter aus den Flammen von Moria rettet, und ein Feuerwerksverbot an Silvester – in diesem Jahr ist eine Menge passiert. Und dann war da natürlich noch das Coronavirus, das seit mittlerweile zehn Monaten unser Leben auf den Kopf stellt.
Aber wie war das Jahr 2020 für die Expertinnen von DeineTierwelt? Wie sind sie mit Corona umgegangen? „Pet-Talks: Klartext“-Gastgeber Felix blickt gemeinsam mit Tina und Annika von „Pet-Talks: Katze“, Riccarda von „Pet-Talks: Hund“ und Harriet von „Pet-Talks: Pferd“ auf das vergangene Jahr zurück.
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