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Was müssen Lehrende können, damit Simulation in der Pflegebildung zum Lernen beiträgt? Prof. Dr. Hauke Schumann und Jeannette Keilbach-Siebert (M.A.) sprechen über die Qualifizierung von Simulationstrainer – und darüber, wie Debriefing, Ressourcenorientierung und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln die Entwicklung professioneller Haltung unterstützen können.
Ausgangspunkt ist ihre Weiterbildung an der Katholischen Hochschule Freiburg, an der Roland Brühe selbst teilgenommen hat. Im Gespräch geht es um Kommunikation mit Simulationspersonen, um Selbstbeobachtung und um einen Lernraum, der auch Scham und Unsicherheit berücksichtigt. Welche Rolle spielen Checklisten, wenn berufliches Handeln mehr umfasst als einzelne überprüfbare Schritte?
Historische Moulagen und internationale Erfahrungen erweitern den Blick. Zum Schluss diskutieren die drei, wie Simulation und praktische Ausbildung zusammenwirken können, warum Lehrende und Praxisanleitende voneinander profitieren und welche ersten Schritte auch mit überschaubarer Ausstattung möglich sind.
Community
Für Austausch und Diskussion besuche unsere Reddit-Community r/Pflege_Bildung.
Weiterführende Informationen
Simulationslernen in der Pflege – Weiterbildung der Katholischen Hochschule Freiburg – Informationen zur im Gespräch vorgestellten Weiterbildung mit Hauke Schumann und Jeanette Keilbach-Siebert: Inhalte, Zielgruppen, Aufbau und Abschlussmöglichkeiten.
Simulationsraum und Skills Lab der Katholischen Hochschule Freiburg – Einblick in die Freiburger Lernumgebung mit Simulationspersonen, Simulatoren und Fertigkeitentraining sowie in den Einsatz von OSCE-Prüfungen.
SimNAT Gesundheitsfachberufe e. V. – Das im Gespräch angesprochene Netzwerk für simulationsbasiertes Lehren und Lernen in den Gesundheitsfachberufen; mit Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur Zusammenarbeit.
SimNAT: Simulation als Lehr-Lernmethode – Leitlinie, Stand Oktober 2024 – Ergänzende deutschsprachige Orientierung zu Implementierung, Personalqualifikation, Simulationsdesign, Reflexion und sicherer Lernumgebung.
INACSL: Healthcare Simulation Standards of Best Practice® – Ergänzende internationale Standards unter anderem zu Lernzielen, Lernbegleitung, professioneller Integrität und Debriefing; der Standard zum Debriefing wurde 2025 überarbeitet.
Moulagen-Sammlung des Universitätsklinikums Freiburg – Informationen zur Freiburger Sammlung historischer Wachsmodelle von Hautkrankheiten als Hintergrund zum im Gespräch gezeigten Anschauungsmaterial.
Barrows und Abrahamson (1964): The Programmed Patient – Bibliografischer Nachweis einer frühen Originalpublikation zum Einsatz simulierter Patienten; ergänzend zur historischen Einordnung im Gespräch.
Pflege-Bildung, Episode 78: Simulation in der Pflegebildung – mit Meike Schwermann – Früheres Gespräch über Skills Labs, Simulation und die Vernetzung durch SimNAT; vertieft den am Ende angesprochenen Austausch.
Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf.
Die Videos und die Grafiken von Pflege-Bildung erscheinen unter der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen).
Was ist gute Pflege – und wie entwickelt sich im Laufe einer Ausbildung eine berufliche Identität? Anne Hafeneger (M.A.) zeigt, wie die neue Definition von Pflege und Pflegefachpersonen des International Council of Nurses (ICN) zum Kompass für die Pflegebildung werden kann.
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International Council of Nurses: aktuelle Definitionen von „Nursing“ und „a Nurse“ – die zentrale Grundlage des Gesprächs; auf der Seite ist auch die deutsche Fassung des vollständigen Dokuments verlinkt.
ICN: „Renewing the Definitions of Nursing and a Nurse“ – Hintergrundbericht zur Entwicklung der 2025 verabschiedeten Definitionen und zum internationalen Konsensprozess.
ICN: Neue Definition als Meilenstein professioneller Identität – gut als kürzerer Einstieg in Entstehung und Anspruch der Neudefinition.
DBfK: Neue ICN-Definition stärkt pflegerische Berufsidentität – deutschsprachige Einordnung des DBfK; gerade wegen des starken Bezugs des Gesprächs auf Berufsidentität passend.
ICN-Ethikkodex für Pflegefachpersonen – im Gespräch als weiterer internationaler Referenzrahmen angesprochen; die deutsche Fassung ist beim ICN verfügbar.
Berufsordnung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen – wichtig für den Teil des Gesprächs, in dem Ihr das Verhältnis zwischen internationalem professionellem Selbstverständnis und rechtlich verbindlicher Berufsordnung diskutiert.
#nichtdeinjob – Kampagne der Pflegekammer NRW – wird von Hafeneger ausdrücklich aufgegriffen, um die Frage zu stellen, was umgekehrt genuin Aufgabe professioneller Pflege ist.
Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf.
Die Videos und die Grafiken von Pflege-Bildung erscheinen unter der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen).
In der Pflege wird häufig über Personalmangel, Arbeitsverdichtung oder Gewalt durch Patientinnen und Patienten gesprochen. Weit seltener richtet sich der Blick auf den Umgang beruflich Pflegender miteinander. Mit dem Sammelband Feindseligkeit unter Pflegenden beenden hat Professorin Sandra Bensch ein Werk herausgegeben, das dieses bislang wenig beachtete Phänomen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven untersucht.
Im Gespräch erläutert Sandra Bensch, was unter „Feindseligkeit“ zu verstehen ist, weshalb der Begriff über Mobbing hinausgeht und welche Formen respektlosen oder verletzenden Verhaltens im Pflegealltag auftreten können. Dabei werden internationale Forschungsergebnisse ebenso aufgegriffen wie Ursachen auf der Mikro-, Meso- und Makroebene – von Moral Injury über Organisationskultur bis hin zu gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf den Konsequenzen für die Pflegebildung. Welche Rolle können Schulen, Hochschulen, Praxisanleitung und Skills Labs dabei spielen, eine wertschätzende Kommunikationskultur zu fördern? Und wie lassen sich angehende Pflegefachpersonen dafür sensibilisieren, Feindseligkeit zu erkennen, zu reflektieren und ihr entgegenzuwirken?
Eine Episode über professionelle Kommunikation, Organisationskultur und die Frage, wie gegenseitige Wertschätzung zu einer Voraussetzung guter Pflege werden kann.
Weitere Informationen:
👩 Sandra Bensch: Homepage
📘 Sandra Bensch (Hrsg.): Feindseligkeit unter Pflegenden beenden. Wege zu Wertschätzung und gegenseitiger Anerkennung (Hogrefe, 2026)
📘 Cynthia Clark: Creating & Sustaining Civility in Nursing Education (Sigma Theta Tau International)
🌍 International Council of Nurses (ICN): Code of Ethics for Nurses
🇩🇪 Deutsche Übersetzung des ICN-Ethikkodex (DBfK)
📊 Studie „Ich pflege wieder, wenn …“ (Hans-Böckler-Stiftung)
🏛️ Informationen zum "Pflegekompetenzgesetz" (Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege)
Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf.
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Warum fällt es vielen Pflegenden schwer, mit Stolz über ihren Beruf zu sprechen? Und welche Rolle spielen Pflegepädagogik und Praxisanleitung dabei, eine professionelle Identität zu entwickeln?
In dieser Episode spreche ich mit dem Krankenpfleger, Autor und Praxisanleitungsexperten Dr. German Quernheim über ein Thema, das weit über Motivation hinausgeht: Berufsstolz als Ausdruck fachlicher Kompetenz, beruflicher Haltung und professioneller Verantwortung.
Wir unterhalten uns unter anderem über die öffentliche Wahrnehmung des Pflegeberufs, die Bedeutung von Praxisanleitung, den Einfluss von Ausbildung auf die Entwicklung einer beruflichen Identität sowie um die Frage, warum Pflegende ihre Expertise selbstbewusster vertreten sollten. Dabei werden auch aktuelle Entwicklungen wie Vorbehaltsaufgaben, Professionalisierung und internationale Perspektiven aufgegriffen.
Weitere Informationen:
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Nach und nach stehen immer mehr akademisch qualifizierte Pflegepersonen für die direkte pflegerische Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf zur Verfügung. Ein bedeutsames Einsatzgebiet stellt das Handlungsfeld der Akutpflege in Krankenhäusern dar. Wie sehen Aufgabengebiete dieser wissenschaftlich ausgebildeten Pflegenden aus? Wie können diese Pflegenden systematisch und gezielt im Personalgefüge von Krankenhäusern eingesetzt werden? Simone Hyun (M.A.) ist Pflegedirektorin am Helios Universitätsklinikum Wuppertal. Mit ihr spreche ich darüber, wie es ganz praktisch aussieht mit der Akademisierung der Pflege im Setting Krankenhaus.
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Pflegekammern sind innerhalb der Berufsgruppe der Pflegenden nicht unumstritten. Der Diskurs wird dabei sachlich bis feindselig geführt. Einer der häufig genannten Streitpunkte ist die verpflichtende Mitgliedschaft für alle Berufsangehörigen. Während beispielsweise in Großbritannien die staatliche Registrierung von beruflich Pflegenden im Jahr 1919 nach mehr als dreißig Jahren berufspolitischer Kampagnen eingeführt wurde, ist das Thema einer Registrierung in Deutschland seit 2003 mit Beginn der Initiative einer freiwilligen Registrierung berufspolitischen Diskurs. Mit dem Aufbau von Pflegekammern, die momentan in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen existieren, ist die Registrierung aller beruflich Pflegenden an die Oberfläche der Diskussionen gehoben. Mit der verpflichtenden Mitgliedschaft wird dies umgesetzt. "Dürfen die das?" wäre eine zu beantwortende Frage. Oder anders gefragt: Ist es ethisch gerechtfertigt, zur Mitgliedschaft zu verpflichten?
Eine mögliche Antwort darauf suche ich außerhalb unserer Pflegebubble. Deshalb habe ich mich mit dem Philosophie-Professor Sebastian Laukötter darüber unterhalten. Pflicht, Zwang, Verantwortung, Freiheit - dies sind einige Schlagworte, um die sich unser Gespräch dreht.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Sebastian Laukötter:
Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf.
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Das Lehrbuch "Krankenpflege - Praxis und Theorie der Gesundheitsförderung und Pflege Kranker" von Schwester Liliane Juchli war für mehrere Generationen von Pflegeschüler*innen und -auszubildenden eine wichtige Grundlage für das Lernen. Sie war begeistert vom Pflegeberuf und dessen Möglichkeiten, Menschen in schwierigen Phasen ihres Lebens ganzheitlich orientiert zu unterstützen. Noch im hohen Alter unternahm sie viele Reisen, um in Vorträgen über den Pflegeberuf zu sprechen. Sie sprach Pflegenden Mut zu, trotz widriger Rahmenbedingungen die Pflege zu ermöglichen, wegen der sie den Beruf ergriffen haben. Stephan Lücke (Dipl.-Pflegewissenschaftler FH) von der Zeitschrift "Die Schwester Der Pfleger" hatte mehrere Male die Möglichkeit, mit Schwester Liliane Juchli persönlich zu sprechen. Mit ihm unterhalte ich mich über diese besondere Frau.
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Mit der Gründung der "Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands" (B.O.K.D.) im Jahr 1903 hat Agnes Karll mit ihren Mitstreiterinnen eine besondere Organisation aus der Taufe gehoben. Unterstützung der Krankenschwestern durch Information und Versicherung, Arbeit für die Weiterentwicklung des Pflegeberufs und dessen gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen - das waren mit der Gründung verbundene Ziele. Sie sind es noch heute in der Nachfolgeorganisation DBfK - Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. Professorin Dr. Anja Katharina Peters hat sich mit der Geschichte des DBfK befasst. Mit ihr spreche ich über die Entwicklungen, über Personen und die Bedeutung des DBfK heute.
Weitere Informationen:
Profilseite von Prof. Dr. Anja Katharina Peters
Homepage des DBfK
"Pflege wird ein Beruf" - Teil 6 der Serie zur Pflegegeschichte in Die Schwester Der Pfleger (2017)
DBfK über die Geschichte des DBfK
WDR-Zeitzeichen über Agnes Karll
Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Wohlfahrtsmarken u.a. mit dem Konterfei von Agnes Karll (2026)
Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf.
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Pflegesituationen werden immer komplexer, die Anforderungen an das Pflegepersonal werden immer größer. Die Pflegeausbildung kann deshalb lediglich Basiskompetenzen vermitteln. Um die Anforderungen spezifischer Handlungsbereiche der Pflege bewältigen zu können, wird bereichsspezifisches Wissen und Können benötigt. Die Pflege von Kindern und Jugendlichen stellt dabei einen Bereich dar, in dem momentan vielfältige Bemühungen dieser Art bestehen. "Onboarding"- oder Trainee-Programme in Krankenhäusern oder spezifische Weiterbildungen. Die Pflegekammer NRW hat eine Rahmenvorgabe zu einer solchen Spezialisierungsweiterbildung "Pflege von Kindern und Jugendlichen" veröffentlicht. Sie wurde entwickelt von der AG Kinderkrankenpflege im Auftrag des Bildungsausschusses der Pflegekammer.
Mit Katrin Bettger (M.A.), einer der Mitglieder der AG Kinderkrankenpflege, habe ich mich über die Notwendigkeit und Bedeutung solcher Spezialisierungsweiterbildungen unterhalten. Als langjährige Kinderkrankenschwester und Fachkinderkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie sowie Lehrerin am Bildungszentrum Niederrhein in Wesel hat sie eine fachlich breite Expertise.
Weitere Informationen:
AG Kinderkrankenpflege der Pflegekammer NRW
Rahmenvorgabe der Pflegekammer NRW zur Spezialisierungsweiterbildung "Pflege von Kindern und Jugendlichen"
Weiterbildungscurriculum "Hochkomplexe Pflege von Kindern und Jugendlichen" (Universität Kiel)
Episode 93: Die Pflege von Kindern in Curricula der generalistischen Pflegeausbildung
Episode 95: Der Bildungsausschuss der Pflegekammer NRW
Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf.
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Hilde Steppe war eine der Wegbereiterinnen der Professionalisierung und Akademisierung des Pflegeberufs in der Bundesrepublik Deutschland. Wikipedia beschreibt sie als "eine deutsche Krankenschwester, Berufspolitikerin, Diplompädagogin, Pflegewissenschaftlerin und Professorin". Stephanie Sell (B.Sc.) hat sich für ihre Bachelorarbeit forschend mit Hilde Steppe auseinandergesetzt und rekonstruiert ihren Beitrag zur Professionalisierung des Pflegeberufs. Mit ihr unterhalte ich mich über diese faszinierende Pflege-Persönlichkeit.
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Pflege-Bildung: Ein Video-Podcast rund um das Lernen im Pflegeberuf. Professor Roland Brühe spricht mit Expert*innen über das Lehren und Lernen von Pflege in Aus-, Fort- und Weiterbildung.…

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