Wie ich Erfahrungen hinterfrage, Gefühle einordne und mein Handeln in der Pflegeausbildung begründe.
Wie wird aus einer schwierigen Situation eine Lernerfahrung? In dieser Folge zeige ich, wie ich mein Handeln, Denken und Fühlen reflektiere – mit dem Ziel, nächste Schritte abzuleiten, statt im Grübeln stecken zu bleiben.
Drei Reflexionsmodelle im Überblick:
- Driscoll: Was ist passiert? Was bedeutet das? Was mache ich jetzt? Drei Fragen für einen kurzen Rückblick im Alltag.
- Gibbs: Beschreibung, Gefühle, Bewertung, Analyse, Schlussfolgerung und Handlungsplan – ein strukturierter Zyklus für belastende Erlebnisse.
- Johns: Leitfragen zu Wahrnehmung, persönlichen Gefühlen, ethischen Überzeugungen, Wissen und Handlungsmöglichkeiten – für eine vertiefte Reflexion, etwa mit der Praxisanleitung.
Außerdem geht es um fachlich begründetes Handeln, Perspektivwechsel, Selbstfürsorge und Unterstützung durch andere. Die Beispiele zu einem fehlenden Eintrag im Trinkprotokoll, einem Todesfall und abgelehnter Körperpflege sind frei erfunden und keine Berichte aus meiner Praxis. Meine persönlichen Erfahrungen sind keine Studienaussagen.
Zum Ausprobieren: Wähle eine konkrete Situation und ein passendes Modell. Halte Fakten und Gefühle fest, prüfe dein Handeln anhand deines Fachwissens und formuliere einen kleinen Vorsatz. Schau bei einer vergleichbaren Situation nach, welche Wirkung dein verändertes Vorgehen hatte. Wenn du dich mit anderen austauschst, achte auf Datenschutz und lasse Namen weg.