Was man im FH-Lehrgang Sozialpädagogik wirklich lernt
"Ihr spielt doch nur mit Kindern am Spielplatz – und dafür müsst ihr studieren?" Diesen Satz haben Marina und Julia schon oft gehört. In dieser Folge räumen die beiden Studentinnen der Sozialpädagogik mit dem Klischee auf und erzählen, worum es in ihrem Beruf wirklich geht: nicht ums Spielen, sondern ums Dableiben. Um Beziehung, die man aufbaut, auch wenn Vertrauen erst wachsen muss. Um Präsenz zeigen, auch wenn gerade niemand reden will. Und darum, einfach dranzubleiben – bis aus einem gemeinsamen Eis irgendwann ein Gespräch wird, das vieles verändert.
Marina ist bereits seit 2017 im Sozialbereich tätig, arbeitet berufs- und familienbegleitend und hat sich über ihre bisherige Berufserfahrung ins Studium eingebracht. Julia wiederum wurde durch ihren Großvater, der als Behindertenbegleiter gearbeitet hat, für die Arbeit mit Menschen begeistert.
Im Gespräch geht es unter anderem um:
den Weg der beiden ins Studium und die Frage, wie man zu diesem Berufsfeld findetwarum Sozialpädagogik weit mehr als Fachwissen ist – nämlich auch intensive Selbsterfahrung und Auseinandersetzung mit den eigenen "Triggerpunkten"besondere Praxis-Momente, darunter eine sehr persönliche Erfahrung von Marina im Umgang mit einem traumatisierten Jugendlichen – und wie aus Zuhören und Dableiben echtes Vertrauen entstehtdas Zusammenspiel von Theorie und Alltag: Psychologie, Traumapädagogik und gewaltfreie Kommunikation als zentrale Studieninhalteden Aufbau der Ausbildung mit Informationspraktikum, mehreren Praxisphasen und einem knapp halbjährigen Abschlusspraktikumlösungsfokussiertes Arbeiten als zentrales Prinzip: nicht am Problem, sondern an der Lösung ansetzenpersönliche Eigenschaften, die im Berufsfeld wichtig sind – von Geduld über Offenheit bis zu vorurteilsfreiem DenkenRat für die, die selbst überlegen, Sozialpädagogik zu studierenEine Folge für alle, die wissen wollen, was wirklich hinter der Sozialpädagogik-Ausbildung steckt – und warum Beziehung, Präsenz und Vertrauen oft mehr bewirken als jede Methode aus dem Lehrbuch.
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