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Plötzlicher Stromausfall? Diese Tipps retten euch den Alltag


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(Bildquelle: MAGO / Bihlmayerfotografie / Bearbeitung GIGA)

Was tun bei einem Stromausfall? Viele wissen gar nicht, was bei einem großen Stromausfall alles nicht mehr funktioniert. Wer das weiß, kann sich entsprechend vorbereiten, um im Notfall alles unter Kontrolle zu haben. Wir erklären, was ihr auf jeden Fall während eines Stromausfalls tun solltet.

Stromausfall: Die wichtigsten Regeln, was in Wohnung und Haus zu tun istBleibt ruhig. Auch ohne Strom lässt sich der Alltag meistern – oft kehrt der Strom nach wenigen Stunden zurück. Plant trotzdem, dass es länger dauern könnte. Lichtquellen nutzen: Falls es dunkel ist, kann euer Smartphone als Taschenlampe dienen. Batteriebetriebene Lampen, Kerzen oder Solar-Lampen oder handbetriebene Dynamo-Taschenlampen sind sinnvoll. Handynetz prüfen: Kein Netz oder Internet? Dann sind wahrscheinlich auch umliegende Funktürme ausgefallen. Das heißt, der Strom ist in einem größeren Gebiet ausgefallen. Wichtige Telefonnummern notieren: Schreibt euch Nummern von Familie, Freunden oder Nachbarn auf einen Zettel, falls eure Geräte nicht mehr funktionieren. Empfindliche Geräte schützen: Schaltet Geräte aus, die gerade laufen, und zieht die Stecker von empfindlichen Geräten wie Computern, Laptops oder Smartphones, um Schäden durch Spannungsspitzen beim Stromrückkehr zu vermeiden. Radio nutzen: Ein batteriebetriebenes Radio hält euch über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden. Wärme und Kleidung bereithalten: Besonders nachts oder bei längeren Ausfällen ist es wichtig, dass ihr euch warmhalten könnt. Autofahren nur mit Vorsicht: Ampeln fallen aus, Verkehr ist unübersichtlich, Tankstellen funktionieren eventuell nicht. Erste-Hilfe-Kit prüfen: Im Dunkeln kann man sich schnell verletzen. Stellt sicher, dass ihr alles griffbereit habt und euch damit auskennt. Haltet Zufahrtswege zu eurem Zuhause frei, um Stolpern im Dunkeln zu vermeiden. Nachbarschaftshilfe: Zusammenhalten wirkt Wunder auf die Psyche und kann im Notfall praktisch sein. Außerdem können euch Nachbarn meistens aushelfen, wenn ihr etwas benötigt. EDCs sind praktische Helfer: Every Day Carry können im Notfall ebenfalls nützlich sein.Was alles bei einem Stromausfall ausfälltKühlschrank und Gefrierschrank: Lebensmittel sichern, ggf. auf Balkon/Garten bei kühleren Temperaturen lagern. Priorisiert Verbrauch im Sommer. Leitungswasser: Wasserwerke und Pumpen benötigen Strom. Unter Umständen kommt jetzt oder später bei euch kein Wasser mehr aus der Leitung. Heizung: Es ist wahrscheinlich, dass eure Heizung nicht mehr funktioniert. Hantiert dort nicht unwissend daran herum, ihr könntet sonst etwas beschädigen. Toilette: Auch hier hängt die Wasserversorgung vom Strom ab. Uhren: Hier sind solche gemeint, die per Stromkabel verbunden sind. Stellt diese später wieder auf die richtige Uhrzeit. Tankstellen: Pumpen an Tankstellen funktionieren ohne Strom auch nicht. Euer Auto könnt ihr also nicht tanken. Behaltet das im Hinterkopf, falls ihr wenig Benzin im Tank habt und wegfahren möchtet. Funktürme/Internet: Mobilfunk und Internet können großflächig ausfallen. Supermärkte: Kühlung und Heizung fallen aus, verderbliche Lebensmittel verderben schneller. Supermärkte müssen eventuell schließen, deshalb solltet ihr einen kleinen Vorrat zu Hause haben.Wenn der Stromausfall länger dauert: Die richtige Ausrüstung

Zu den wichtigsten Dingen, die ihr bei längerem Stromausfall benötigt, zählen Licht, Wärme, Wasser, Nahrung, Kommunikation und Beruhigung.

Wer sehr gut vorbereitet sein will, kann einen kleinen Stromerzeuger kaufen, um die wichtigsten Haushaltsgeräte stundenweise zu betreiben. Für kleinere Geräte wie Smartphones reichen tragbare Solar-Ladegeräte in Kombination mit Powerbanks.

Um kleinere Geräte wie Smartphones aufzuladen, genügt ein tragbares Solar-Ladegerät:

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Wenn man das Solar-Ladegerät mit einer Powerbank koppelt, hat man das ideale System, um sein Smartphone immer aufladen zu können:

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Lichtquellen

Ohne Licht sieht’s düster aus! Vor allem abends, im Winter oder in Räumen mit kleinen Fenstern solltet ihr eine zuverlässige Lichtquelle haben. Gut sind Kerzen, Teelichter oder Solar-Lampen, die sich tagsüber wieder aufladen. Außerdem solltet ihr auch Streichhölzer und mehrere Feuerzeuge parat haben.

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Wärme

Holt euch warme Kleidung und vor allem warme Decken. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch einen Heizstrahler kaufen, der mit Gaskartuschen funktioniert:

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Wasser

Wenn der Strom längere Zeit ausfällt, funktionieren auch Pumpen und Trinkwasserwerke nicht mehr. Es kann also sein, dass ihr kein Leitungswasser mehr habt. Rechnet ungefähr mit 2–3 Litern Wasser pro Person/Tag, die benötigt werden.

Grundsätzlich könnt ihr notfalls fließende Bäche oder Flüsse suchen, um zu trinken. In stehenden Gewässern ist die Wasserqualität oft gering. Allerdings sollte man optimalerweise einen Wasserfilter verwenden.

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Sinnvoll ist es aber, sich größere Wasserkanister zu kaufen und etwas Leitungswasser als Vorrat für den Notfall auf dem Dachboden oder im Keller zu lagern. Hiermit habt ihr 60 Liter parat:

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Nahrung

Ihr solltet einen kleinen Nahrungsmittelvorrat im Haus haben, der euch (und eure Familie) eine zeitlang versorgen kann. Geeignet als Notnahrung sind Reis, Nudeln, Eingekochtes, Haltbares in Dosen, Saucen im Glas und Sprossen wie Linsen oder Mungobohnen. Um Nahrung aufzuwärmen, empfehlen wir einen Gaskocher mit Gaskartuschen. Auch sind sogenannte Notrationen sinnvoll und lange haltbar.

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Toilette

Falls Toilettenpumpen ausfallen, ggf. Natur nutzen (mit Verantwortung und Hygiene).

Kommunikation

Wenn ihr zu zweit und getrennt unterwegs seid, benötigt ihr kein Mobilfunknetz, um in Kontakt zu bleiben. Kauft euch ein kleines Funkgerät (Walkie-Talkie), um auf Kurzdistanz miteinander zu sprechen. Wir empfehlen folgende Geräte, einmal für Einsteiger und einmal für Fortgeschrittene, die wir selbst ausprobiert haben.

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Beruhigung

Damit sind sowohl andere Menschen gemeint als auch Karten- oder Gesellschaftsspiele, die man alleine oder zu mehreren spielen kann. Dies hat einen beruhigenden Effekt auf die Psyche, der sehr wichtig ist. Wir empfehlen die Spiele „Würfelkönig“ und „Skyjo“:

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Offizielle Empfehlungen zur Vorsorge: Das rät das BBK

Der großflächige Stromausfall in Berlin hat vielen erst gezeigt, wie schnell der Alltag ins Stocken gerät, wenn plötzlich nichts mehr funktioniert. Kein Licht, kein Handyempfang, keine Kartenzahlung.

Genau für solche Fälle rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) dazu, sich zumindest grundlegend vorzubereiten. Auf der BBK-Website finden sich praktische Checklisten, mit denen ihr euren Haushalt so ausstatten könnt, dass ihr ein paar Tage problemlos übersteht.

Dabei geht es nicht darum, Panik zu schüren oder sich auf den Weltuntergang vorzubereiten. Schon kleine Maßnahmen helfen enorm: genug Trinkwasser im Haus, ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampen und ein grober Plan, wie man ohne Strom zurechtkommt. Wer vorbereitet ist, bleibt ruhiger, handlungsfähig und kann im Zweifel auch die Familie oder Nachbarn unterstützen, statt selbst überrascht zu werden.

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