Ein perfekt geschnittener, sattgrüner Rasen, teure Golfschuhe, weisse Poloshirts, Golfcarts und exklusive Clubs – das sind wohl die Dinge, die vielen als Erstes in den Sinn kommen, wenn sie das Wort Golf hören. Doch Golf existiert auch abseits perfekter Spielbedingungen und exklusiver Clubs. Beim sogenannten Urban Golf erschweren Risse und Unebenheiten im Asphalt das Spiel. Kleine Kieselsteine auf dem Weg können selbst Golfprofis aus der Bahn werfen, und manchmal muss man den Ball aus einem Busch oder – je nachdem, wie ungeschickt man war – sogar aus einem Abfalleimer fischen.
Urban Golf wird quer durch die Stadt gespielt und entstand in den 1990er-Jahren als Gegenbewegung zum klassischen Golfsport. Ziel war es, das Spiel zugänglicher, unkomplizierter und für alle erlebbar zu machen. Mittlerweile bieten viele Städte Urban-Golf-Parcours an – auch in der Schweiz, zum Beispiel in Baden.
Beim Urban Golf werden keine Golfbahnen gebaut. Stattdessen nutzt man Treppen, Mauern, Bänke oder andere Elemente der Stadt als Teil des Spiels. So bringt jede Station ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig entdeckt man beim Spielen die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive.