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Wir sprechen ständig von „der Öffentlichkeit" – aber was ist das eigentlich? In dieser Folge des re:publicast geht Host Jonas Ross mit Julia Reuschenbach der Frage nach, wie öffentliche Meinung in Deutschland entsteht, wer sie prägt und warum Medien und Journalismus dabei eine so entscheidende, aber zunehmend schwierige Rolle spielen.
Julia Reuschenbach hat auf der re:publica 2026 in zwei Panels darüber diskutiert, welche Position Journalismus in der politischen Öffentlichkeit heute einnimmt – eine Frage, die drängender ist denn je: Laut dem Reuters Institute Digital News Report 2025 meidet mittlerweile rund ein Drittel der Deutschen aktiv Nachrichten, Tendenz steigend. Gleichzeitig versuchen extreme Kräfte gezielt, Misstrauen gegen etablierte Medien zu schüren.
Im Gespräch erklärt Reuschenbach, warum Berichterstattung, die politische Auseinandersetzungen vor allem als Gewinnen oder Verlieren erzählt, oft mehr Aufmerksamkeit bekommt als sachorientierter Journalismus – ganz einfach, weil sie klickt. Sie spricht darüber, warum es naiv wäre zu glauben, man könne mit einem einzigen Format alle Zielgruppen erreichen, und plädiert stattdessen für einen Ansatz aus der aufsuchenden Bildungsarbeit: hingehen, wo die Menschen sind, statt zu hoffen, dass sie von selbst kommen. Und sie berichtet aus der Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, wonach sich Menschen von gutem Journalismus zweierlei wünschen: kritische Kontrolle derer, die Verantwortung tragen – und ehrliche Geschichten darüber, wo gesellschaftliche Verständigung tatsächlich gelingt.
Julia Reuschenbach ist Senior Lecturer an der Universität Hamburg und Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkten in Soziologie, neuerer Geschichte und Verfassungsrecht. Neben ihrer Forschung ist sie regelmäßig im phoenix-Podcast „Unter drei" gemeinsam mit Erhard Scherfer zu hören.
Im Gespräch geht es um die Rolle der Medien im politischen Diskurs, die Gratwanderung zwischen Machtkritik und Konstruktivität – und die Frage, was eigentlich passieren würde, wenn man alle Meinungsumfragen für ein halbes Jahr aussetzen würde.
By re:publica, Jonas RossWir sprechen ständig von „der Öffentlichkeit" – aber was ist das eigentlich? In dieser Folge des re:publicast geht Host Jonas Ross mit Julia Reuschenbach der Frage nach, wie öffentliche Meinung in Deutschland entsteht, wer sie prägt und warum Medien und Journalismus dabei eine so entscheidende, aber zunehmend schwierige Rolle spielen.
Julia Reuschenbach hat auf der re:publica 2026 in zwei Panels darüber diskutiert, welche Position Journalismus in der politischen Öffentlichkeit heute einnimmt – eine Frage, die drängender ist denn je: Laut dem Reuters Institute Digital News Report 2025 meidet mittlerweile rund ein Drittel der Deutschen aktiv Nachrichten, Tendenz steigend. Gleichzeitig versuchen extreme Kräfte gezielt, Misstrauen gegen etablierte Medien zu schüren.
Im Gespräch erklärt Reuschenbach, warum Berichterstattung, die politische Auseinandersetzungen vor allem als Gewinnen oder Verlieren erzählt, oft mehr Aufmerksamkeit bekommt als sachorientierter Journalismus – ganz einfach, weil sie klickt. Sie spricht darüber, warum es naiv wäre zu glauben, man könne mit einem einzigen Format alle Zielgruppen erreichen, und plädiert stattdessen für einen Ansatz aus der aufsuchenden Bildungsarbeit: hingehen, wo die Menschen sind, statt zu hoffen, dass sie von selbst kommen. Und sie berichtet aus der Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, wonach sich Menschen von gutem Journalismus zweierlei wünschen: kritische Kontrolle derer, die Verantwortung tragen – und ehrliche Geschichten darüber, wo gesellschaftliche Verständigung tatsächlich gelingt.
Julia Reuschenbach ist Senior Lecturer an der Universität Hamburg und Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkten in Soziologie, neuerer Geschichte und Verfassungsrecht. Neben ihrer Forschung ist sie regelmäßig im phoenix-Podcast „Unter drei" gemeinsam mit Erhard Scherfer zu hören.
Im Gespräch geht es um die Rolle der Medien im politischen Diskurs, die Gratwanderung zwischen Machtkritik und Konstruktivität – und die Frage, was eigentlich passieren würde, wenn man alle Meinungsumfragen für ein halbes Jahr aussetzen würde.