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Wie werden aus historischen Überlegungen Räume, in denen Menschen Geschichte entdecken können? Christian Arpasi spricht mit Uta Bieger und Volker Böhm vom Berliner Büro für Wissensarchitekturen h neun über die Entstehung der Hauptausstellung „Kopfgeburt Preußen“ im Brandenburg-Preußen-Museum in Wustrau.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ein widersprüchliches Preußen vermitteln lässt: nicht als Ergebnis eines großen Masterplans, sondern als Geschichte unterschiedlicher Entscheidungen, Interessen, Zufälle und Konflikte. Die drei Gesprächspartner erzählen von gemeinsamen Entwürfen, langen Diskussionen und der Übersetzungsarbeit zwischen historischem Fachwissen und den Perspektiven der Besucherinnen und Besucher.
Darum geht es im GesprächAutorität, Pragmatismus, Effizienz, Expansion und Innovation bilden die fünf Themen der Ausstellung. Farblich zusammengefasste Inseln laden dazu ein, eigene Wege zu wählen und Zusammenhänge zu entdecken. Uta und Volker erläutern, warum sie Ausstellungen nicht nur als Orte der Wissensvermittlung verstehen, sondern auch als Orte der Auseinandersetzung, die vertraute Bilder infrage stellen können.
Das Getränk zur FolgeDiesmal gibt es Piña Colada. Den Anlass liefert ein Missverständnis am Planungstisch: Bei einer Diskussion über die spanische Armada verstand Volker irgendwann nur noch „Piña Colada“. Eine kleine Geschichte über die manchmal schwierige Verständigung zwischen Historiker und Ausstellungsgestaltern.
Die Ausstellung besuchen„Kopfgeburt Preußen“ ist im Brandenburg-Preußen-Museum in Wustrau zu sehen. Wer nach dem Gespräch vorbeischaut, kann nicht nur darauf achten, was erzählt wird, sondern auch darauf, wie die Geschichte im Raum vermittelt wird.
Informationen zum Museum: www.brandenburg-preussen-museum.de
Informationen zu h neun Berlin: www.hneun.de
Wenn euch „Preußisch Blau“ gefällt, folgt dem Podcast und hinterlasst gerne einen Kommentar.
Im Gespräch mit der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Dr. Vanessa de Senarclens und der Restauratorin Felicitas Klein gehen wir in der neuen Folge von „Preußisch Blau“ den Spuren zweier Gemälde aus dem 18. Jahrhundert nach. Die Gemälde stammen aus der Werkstatt des berühmten preußischen Hofmalers Antoine Pesne und zeigen die Königinnen Sophie Dorothea und Elisabeth Christine. Wir sprechen über das Verschwinden der Bilder am Ende des 2. Weltkrieges und ihr Wiederauftauchen einige Jahrzehnte später. Außerdem gibt es interessante Einblicke in die Herausforderungen bei der Restaurierung schwer beschädigter Kunstwerke.
Bilder der Gemälde vor und nach der Restaurierung
Vanessa de Senarclens (Hrsg.), Bücher und ihre Wege.
Zettelkatalog der Bibliothek Schloss Plathe
Johann von Besser: Preußische Krönungs-Geschichte. Cölln an der Spree 1712.
Der Krönungszug als Medienstation. Ein digitales Angebot des Kulturwerks der Staatsbibliothek zu Berlin.
Anton von Werner: Die Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles 1871.
Adolph von Menzel: Krönung König Wilhelms I. zu Königsberg (Skizze).
Adolph von Menzel: Krönung König Wilhelms I. zu Königsberg.
Andreas Bödecker und Helga Tödt: Spione, Erfinder, Unternehmer - Preußens Industrialisierung in Lebensbildern. BeBra-Verlag.
Die "Englische Reise 1787" des Freiherrn Karl von und zum Stein. Verschiedene Briefe.
Mario Daniels:„Wirtschaftlicher Landesverrat“ im
"Alles nur geklaut - Innovationsfähigkeit im Kontext von Technologietransfer und Industriespionage" Tagungsband zum Symposium an der Uni Stuttgart.
Jochen Klepper, Der Vater. Roman eines Königs, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München 1991.
Otto Krätz: Ein Spiel um Gold und Macht. Nachrichten aus dem Leben des Don Dominico Emanuele Caetano und dessen gekrönten Opfern. In: Chemie in unserer Zeit 22 (1988), S. 51-61.
Claus Priesner: Goldmacherei in Deutschland und Europa. In: Chemie in unserer Zeit 43 (2009), S. 214-223.
Heinrich Khunrath:Von hylealischen Das ist pri-materialischen catholischen oder Algemeinem natürlichen Chaos. Magdeburg 1597. (Stand 19.01.2023)
Michael Maier: Examen Fucorum Pseudo-Chymicorum Detectorum. Frankfurt 1617.
Johann Conrad Dippel: Christianus Democritus ein Aufrichtiger Protestant gegen ein in verwichener Leipziger Jubilate-Messe ihm fälschlich zugeschriebenes Scriptum. (s.I.) 1733. (Stand 19.01.2023)
Historische Nachricht von dem betrügerischen Leben und unrühmlichen Ende des angeblichen Grafen Don Dominiko Emanuel Caetano Conte de Ruggiero. Frankfurt/Berlin 1790. (Stand 19.01.2023)
Einblattdruck zur Hinrichtung Caetanos, Staatsbibliothek Berlin
Einblattdruck zur Hinrichtung Caetanos, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Stand 19.01.2023)
In dieser Folge blickt Christian Arpasi zurück auf die Geschichte der Berliner Weihnachtsmärkte, erzählt von weihnachtlichen Volksfesten im Mittelalter und erklärt, warum der 24. Dezember 1613 für die preußische Geschichte nicht ganz unwichtig war. Außerdem hört ihr, warum ein brandenburgisch-preußischer Herrscher Christmessen in Kirchen verbot und wie Kaiser Wilhelm II. mit seiner Familie im Neuen Palais in Potsdam Weihnachten feierte.
Ludwig Tieck "Weihnacht-Abend" Projekt Gutenberg-DE
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, dem Direktor der Franckeschen Stiftungen, über eine Institution, die Preußen im 18. Jahrhundert maßgeblich und nachhaltig prägte. Wir reden über den Gründer des Waisenhauses in Halle, August Hermann Francke, über seine Ideen und Ziele, aber auch über den Pietismus und den Ursprung der preußischen Tugenden sowie die engen Beziehungen zwischen Königs- und Waisenhaus.
Franckesche Stiftungen
August Hermann Francke
Das Reisen ist schon seit Jahrtausenden fester Bestandteil des menschlichen Lebens. In der Industrialisierung erfuhr es eine ganz neue Dimension: Durch die neuen Entwicklungen und tiefgreifenden Veränderungen wandelten sich das Leben und die Mobilität der Menschen grundlegend. Wie und wohin die Menschen in der Zeit der Industrialisierung reisten und wie sich der moderne Tourismus herausbildete, darüber sprechen Christian Arpasi und Jeannette Franke in dieser Folge.
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