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In dieser Folge geht es buchstäblich unter die Erde: Unser Gast Thomas Berquet ist Landesbeauftragter für Höhlenrettung der Bergwacht Bayern. Er koordiniert die Höhen- und Höhlenrettungsstrukturen in mehreren Regionen, verantwortet Ausbildung und Prüfung neuer Höhlenretterinnen und -retter, kümmert sich um Material und Standards – und vertritt die Bergwacht Bayern auch international.
Besonders: Thomas Berquet kommt direkt aus einer 12-Stunden-Nachtschicht im Rettungsdienst – mit Einsätzen nach starkem Schneefall, Glätte und Verkehrsunfällen. Mit Béla Anda spricht er darüber, was Höhlenrettung wirklich bedeutet: welche Fähigkeiten man braucht, wie Ausbildung und Auswahl ablaufen, warum Standardisierung und leichtes Material im Einsatz entscheidend sind – und was jede*r beachten sollte, der aus Neugier „nur mal kurz“ in eine Höhle schauen will.
Einstieg mit Einsatzrealität: Thomas Berke berichtet von seiner Nacht als Rettungssanitäter nach Schneefall, Glätte und Unfällen.
Was ein Landesbeauftragter macht: Koordination von Wachen/Regionen, Ausbildung, Prüfung, Materialbeschaffung, Strukturen, internationale Vernetzung.
Wer Höhlenretter werden kann: Erst Bergwacht-Ausbildung, aktive Einsatzkraft – dann Spezialisierung; wichtig ist Erfahrung als Höhlengeher/Höhlenforscher.
Ausbildung & Eignung: Mindestens ein Jahr „Mitlaufen“ in der zuständigen Einheit; Beobachtung von Technik, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und mentaler Stabilität.
Mentale Faktoren: Platzangst, Panik, fehlendes Zeitgefühl, lange Aufenthalte ohne Tageslicht – woran Ausbilder Eignung erkennen.
Technik in der Höhle: Seiltechnik, Ankerpunkte, Bohrhaken, Flaschenzüge, Gegenzug, Seilbahnbau – und warum Geologie/Gesteinsbeurteilung mitentscheidend ist.
Leichter, standardisierter, schneller: Konsequenzen aus großen Einsätzen: Fokus auf Gewicht, modulare Materialsets statt einzelner „Spezialrucksäcke“.
Frauen in der Höhlenrettung: In Bayern mehrere Höhlenretterinnen, darunter auch hochqualifizierte Medizinerinnen.
Sicher Höhle anfangen: Über Höhlenvereine/geführt starten, Ausrüstung leihen, nicht alleine ohne Erfahrung.
Alarmzeit-Prinzip: Immer eine externe Kontaktperson informieren (Höhle, Einstieg, geplante Rückkehr, Alarmzeit) – damit die Rettungskette rechtzeitig anlaufen kann.
Einsatzführung & Entscheidungen: Rollen von Einsatzleiter und Fachberater Höhlenrettung; Skalierung von kleinen Einsätzen bis zu mehrtägigen Lagen und überregionaler Koordination.
Ehrenamt als Motivation: Warum Kameradschaft, Verantwortung füreinander und das „Helfen, wenn’s drauf ankommt“ zentrale Treiber sind.
Lieblingsregionen & Faszination: Bayern/Alpenraum (tiefe, „sportive“ Höhlen), Mallorca (Meerwasser-Höhlen), Frankreich (Sinter/Stalaktiten, große Szene).
Prägnante Tipps aus der Folge (zum Mitnehmen)
Nie ohne Erfahrung allein in eine Höhle.
Immer Licht-Redundanz: Hauptlampe + Ersatzakku + Ersatzlampe.
Alarmzeit vereinbaren: Eintrittszeit, geplante Ausstiegszeit, Puffer – und klare „Wenn-dann“-Regel für den Notfall.
By ABC CommunicationIn dieser Folge geht es buchstäblich unter die Erde: Unser Gast Thomas Berquet ist Landesbeauftragter für Höhlenrettung der Bergwacht Bayern. Er koordiniert die Höhen- und Höhlenrettungsstrukturen in mehreren Regionen, verantwortet Ausbildung und Prüfung neuer Höhlenretterinnen und -retter, kümmert sich um Material und Standards – und vertritt die Bergwacht Bayern auch international.
Besonders: Thomas Berquet kommt direkt aus einer 12-Stunden-Nachtschicht im Rettungsdienst – mit Einsätzen nach starkem Schneefall, Glätte und Verkehrsunfällen. Mit Béla Anda spricht er darüber, was Höhlenrettung wirklich bedeutet: welche Fähigkeiten man braucht, wie Ausbildung und Auswahl ablaufen, warum Standardisierung und leichtes Material im Einsatz entscheidend sind – und was jede*r beachten sollte, der aus Neugier „nur mal kurz“ in eine Höhle schauen will.
Einstieg mit Einsatzrealität: Thomas Berke berichtet von seiner Nacht als Rettungssanitäter nach Schneefall, Glätte und Unfällen.
Was ein Landesbeauftragter macht: Koordination von Wachen/Regionen, Ausbildung, Prüfung, Materialbeschaffung, Strukturen, internationale Vernetzung.
Wer Höhlenretter werden kann: Erst Bergwacht-Ausbildung, aktive Einsatzkraft – dann Spezialisierung; wichtig ist Erfahrung als Höhlengeher/Höhlenforscher.
Ausbildung & Eignung: Mindestens ein Jahr „Mitlaufen“ in der zuständigen Einheit; Beobachtung von Technik, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und mentaler Stabilität.
Mentale Faktoren: Platzangst, Panik, fehlendes Zeitgefühl, lange Aufenthalte ohne Tageslicht – woran Ausbilder Eignung erkennen.
Technik in der Höhle: Seiltechnik, Ankerpunkte, Bohrhaken, Flaschenzüge, Gegenzug, Seilbahnbau – und warum Geologie/Gesteinsbeurteilung mitentscheidend ist.
Leichter, standardisierter, schneller: Konsequenzen aus großen Einsätzen: Fokus auf Gewicht, modulare Materialsets statt einzelner „Spezialrucksäcke“.
Frauen in der Höhlenrettung: In Bayern mehrere Höhlenretterinnen, darunter auch hochqualifizierte Medizinerinnen.
Sicher Höhle anfangen: Über Höhlenvereine/geführt starten, Ausrüstung leihen, nicht alleine ohne Erfahrung.
Alarmzeit-Prinzip: Immer eine externe Kontaktperson informieren (Höhle, Einstieg, geplante Rückkehr, Alarmzeit) – damit die Rettungskette rechtzeitig anlaufen kann.
Einsatzführung & Entscheidungen: Rollen von Einsatzleiter und Fachberater Höhlenrettung; Skalierung von kleinen Einsätzen bis zu mehrtägigen Lagen und überregionaler Koordination.
Ehrenamt als Motivation: Warum Kameradschaft, Verantwortung füreinander und das „Helfen, wenn’s drauf ankommt“ zentrale Treiber sind.
Lieblingsregionen & Faszination: Bayern/Alpenraum (tiefe, „sportive“ Höhlen), Mallorca (Meerwasser-Höhlen), Frankreich (Sinter/Stalaktiten, große Szene).
Prägnante Tipps aus der Folge (zum Mitnehmen)
Nie ohne Erfahrung allein in eine Höhle.
Immer Licht-Redundanz: Hauptlampe + Ersatzakku + Ersatzlampe.
Alarmzeit vereinbaren: Eintrittszeit, geplante Ausstiegszeit, Puffer – und klare „Wenn-dann“-Regel für den Notfall.