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Projekt Kuiper: Amazons Einstieg ins Satelliten-Internet


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Amazon betreibt unter dem Namen „Amazon Leo“ ein Satelliten-Internetprojekt. (Bildquelle: IMAGO / SOPA Images / Bildbearbeitung GIGA)

Amazon Leo verspricht schnelles Breitbandinternet aus dem All. Doch wann kommt es nach Deutschland und mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Was ist Amazon Leo?

Amazon Leo ist ein Satelliten-Internetprojekt von Amazon, das weltweit Breitbandzugang bereitstellen soll. Dahinter steckt das frühere Projekt „Project Kuiper“, das inzwischen umbenannt wurde. Tausende Satelliten in sogenannten niedrigen Erdumlaufbahnen (LEO) senden Internet direkt zur Erde, ähnlich wie beim bekannten Starlink-System.

Geplant sind:

  • zunächst über 3.200 Satelliten, später sogar bis zu 7.700
  • Umlaufbahnen in etwa 590 bis 650 Kilometern Höhe
  • weltweite Abdeckung für den Großteil der Bevölkerung

Der Aufbau hat bereits begonnen: 2025 wurden die ersten operativen Satelliten gestartet. Durch die relativ niedrige Umlaufbahn sind die Latenzen deutlich geringer als bei älteren Satellitensystemen.

Gibt es Amazon Leo schon in Deutschland?

Aktuell befindet sich Amazon Leo noch im Aufbau, ein regulärer Start steht noch aus. Allerdings zählt Deutschland klar zum Zielgebiet, da das System große Teile der Erde abdecken soll und Europa zu den wirtschaftlich wichtigsten Märkten gehört. Ein konkreter Starttermin wurde bisher nicht offiziell bestätigt.

In diesem Video erfahrt ihr alles über die Vor- und Nachteile von Glasfaser-Internet:

» Video ansehen: Brauchen wir wirklich Glasfaser-Internet?

Was kostet Amazon Leo?

Offizielle Preise gibt es derzeit noch nicht. Allerdings lässt sich das Modell gut mit bestehenden Angeboten vergleichen, etwa mit Starlink. Wahrscheinlich ist:

  • monatliche Kosten im Bereich von etwa 50 Euro
  • einmalige Kosten für die Hardware (Empfangsantenne)
  • vermutlich verschiedene Tarife (Privat, Business, Behörden)
Für wen eignet sich Amazon Leo?

Amazon investiert über zehn Milliarden US-Dollar in das Projekt und positioniert sich damit als direkter Konkurrent zu bestehenden Satelliten-Internetdiensten wie Starlink. Ziel ist es, schnelles Internet weltweit verfügbar zu machen, insbesondere in Regionen ohne ausgebaute Infrastruktur, und gleichzeitig neue Märkte zu erschließen.

Besonders sinnvoll ist Amazon Leo überall dort, wo klassische Internetanschlüsse an ihre Grenzen stoßen. Dazu zählen vor allem ländliche Gegenden, schlecht versorgte Regionen sowie Einsatzorte in Notfall- und Krisensituationen, in denen eine stabile Verbindung schnell verfügbar sein muss.

Wie funktioniert das Internet aus dem All?

Anders als klassisches DSL oder Glasfaser kommt das Signal aus dem Orbit. Satelliten kreisen um die Erde und senden Internet an kleine Empfangsantennen am Boden. Diese sind wiederum mit Bodenstationen verbunden, die das System ins globale Netz einbinden.

Welche Vor- und Nachteile bringt Satelliten- Internet mit sich?

Zu den wichtigsten Vorteilen zählt die nahezu flächendeckende Verfügbarkeit: Selbst abgelegene Regionen ohne Glasfaser oder DSL können mit schnellem Internet versorgt werden. Zudem lässt sich die Infrastruktur vergleichsweise schnell aufbauen, was besonders in Krisensituationen hilfreich ist.

Dem stehen jedoch höhere Kosten, wetterbedingte Störungen und teilweise schwankende Geschwindigkeiten gegenüber. Auch wenn moderne LEO-Systeme die Latenz deutlich reduzieren, bleibt sie meist über der von Glasfaseranschlüssen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die wachsende Abhängigkeit von großen, meist amerikanischen Techkonzernen. Dienste wie Amazon Leo oder Starlink bündeln zentrale digitale Infrastruktur in den Händen weniger Unternehmen, was Fragen zur Datensouveränität, zur politischen Einflussnahme und zur langfristigen Kontrolle über den Zugang zum Internet aufwirft.

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