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David und Barbara steigen mit einem sehr persönlichen Thema in die Diskussion ein: der bewussten Abgrenzung während der Arbeitszeit, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen. Barbara schildert, dass sie ihre Mittagspausen oft alleine verbringt, was sie den Teilnehmenden gegenüber als notwendige Selbstfürsorge deklariert, um am Nachmittag wieder mit voller Präsenz zur Verfügung zu stehen. David ergänzt dies durch seine Perspektive als Schulleiter, der lernte, seine Mittagspause zeitlich zu verschieben, um dann ansprechbar zu sein, wenn das Team ihn am dringendsten braucht – nämlich dann, wenn alle anderen Pause haben.
Ein zentraler Begriff der Folge ist die Psychohygiene, die als emotionale Selbstregulation und bewusste Abgrenzung definiert wird. Es geht um die Reinigung des inneren Systems, ähnlich wie man sich nach einer körperlichen Anstrengung duscht. Die beiden erörtern die Dynamik in Teamzimmern, die oft zum Abladen von Frust genutzt werden, was für andere Teammitglieder sehr belastend sein kann. Hier werden Strategien wie das Einrichten von «Ablade-Ecken» oder der Rückzug in das eigene «Cockpit» – den persönlich gestalteten Unterrichtsraum – besprochen, um die Energie der vorangegangenen Lektion bewusst zu klären.
Besonderes Augenmerk wird auf praktische Hilfsmittel für den Alltag gelegt. Barbara nutzt Musik und kleine Ordnungsrituale, um Übergänge zu schaffen, während David die Achtsamkeitsschlaufe vorstellt. Bei dieser Methode geht es darum, körperliche Reaktionen und Gefühle zunächst wertfrei wahrzunehmen, sie zu akzeptieren und schliesslich loszulassen, um wieder handlungsfähig zu werden. Auch der Einsatz von Check-in-Fragen zu Beginn von Sitzungen wird als wirkungsvolles Tool für die Gruppenhygiene und die Wertschätzung jeder einzelnen Stimme hervorgehoben.
Zum Abschluss thematisieren die beiden die Gefahr der Entmenschlichung im System, wenn Schüler nur noch als «Fälle» oder gar als «Früchtchen» bezeichnet werden. Echte Bildung braucht eine Lehrperson, die in ihrer Ruhe bleibt und sich ihrer Rolle stets bewusst ist. Durch bewusste Übergangsrituale, wie den Wechsel der Berufskleidung, wird zudem sichergestellt, dass die beruflichen Belastungen nicht ungefiltert ins Privatleben getragen werden.
Gib uns ein Feedback: [email protected]
Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/
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By Barbara Messer, David SigosDavid und Barbara steigen mit einem sehr persönlichen Thema in die Diskussion ein: der bewussten Abgrenzung während der Arbeitszeit, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen. Barbara schildert, dass sie ihre Mittagspausen oft alleine verbringt, was sie den Teilnehmenden gegenüber als notwendige Selbstfürsorge deklariert, um am Nachmittag wieder mit voller Präsenz zur Verfügung zu stehen. David ergänzt dies durch seine Perspektive als Schulleiter, der lernte, seine Mittagspause zeitlich zu verschieben, um dann ansprechbar zu sein, wenn das Team ihn am dringendsten braucht – nämlich dann, wenn alle anderen Pause haben.
Ein zentraler Begriff der Folge ist die Psychohygiene, die als emotionale Selbstregulation und bewusste Abgrenzung definiert wird. Es geht um die Reinigung des inneren Systems, ähnlich wie man sich nach einer körperlichen Anstrengung duscht. Die beiden erörtern die Dynamik in Teamzimmern, die oft zum Abladen von Frust genutzt werden, was für andere Teammitglieder sehr belastend sein kann. Hier werden Strategien wie das Einrichten von «Ablade-Ecken» oder der Rückzug in das eigene «Cockpit» – den persönlich gestalteten Unterrichtsraum – besprochen, um die Energie der vorangegangenen Lektion bewusst zu klären.
Besonderes Augenmerk wird auf praktische Hilfsmittel für den Alltag gelegt. Barbara nutzt Musik und kleine Ordnungsrituale, um Übergänge zu schaffen, während David die Achtsamkeitsschlaufe vorstellt. Bei dieser Methode geht es darum, körperliche Reaktionen und Gefühle zunächst wertfrei wahrzunehmen, sie zu akzeptieren und schliesslich loszulassen, um wieder handlungsfähig zu werden. Auch der Einsatz von Check-in-Fragen zu Beginn von Sitzungen wird als wirkungsvolles Tool für die Gruppenhygiene und die Wertschätzung jeder einzelnen Stimme hervorgehoben.
Zum Abschluss thematisieren die beiden die Gefahr der Entmenschlichung im System, wenn Schüler nur noch als «Fälle» oder gar als «Früchtchen» bezeichnet werden. Echte Bildung braucht eine Lehrperson, die in ihrer Ruhe bleibt und sich ihrer Rolle stets bewusst ist. Durch bewusste Übergangsrituale, wie den Wechsel der Berufskleidung, wird zudem sichergestellt, dass die beruflichen Belastungen nicht ungefiltert ins Privatleben getragen werden.
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