BLACKBOX LERNEN

BLACKBOX LERNEN

By Barbara Messer, David SigosSociety & CultureEducationSelf-Improvement
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BLACKBOX LERNEN episodes

  • Der Kreis schliesst sich: Ein Jahr Lernreise und ein Abschied mit Ansage
    Warum wir unseren Podcast bewusst beenden, was wir in einem Jahr gelernt haben und weshalb die Kerze des Lernens nie ausbrennen darf.

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    Hier kannst du die Bücher von Barbara Messer kaufen:

    Wissen, das zündet: https://shop.autorenwelt.de/products/wissen-das-zundet-von-barbara-messer-und-stephen-wagner
    Das Methodenbuch für ungewöhnliche Coachings, Workshops, Trainings und Seminare: https://shop.autorenwelt.de/products/das-methodenbuch-fur-ungewohnliche-coachings-und-trainings-von-barbara-messer-und-marcel-leeb

    Die Abschlussfolge beginnt mit einem ehrlichen Rückblick auf die Herausforderungen und Unterbrüche der letzten Wochen sowie auf die technischen Pannen zu Beginn unserer Reise. Wir stellen fest, dass das wöchentliche Format eine bereichernde Gewohnheit in unserem Alltag war, die uns beide persönlich und beruflich stark geprägt hat. Wir sprechen über die Dynamik zwischen der Volksschulperspektive aus der Schweiz und der freiberuflichen Trainerwelt aus Deutschland sowie über das Prinzip, politische Themen bewusst auszuklammern, um den Fokus ganz auf die Lernwelt zu legen.

    Ein zentraler Punkt unseres Rückblicks ist das Symbol von Wilbert – jenem Waldwesen, das als Metapher für die liebevolle Haltung und das Schaffen neuer Perspektiven steht. Wir diskutieren das Bild der brennenden Kerze im Lehr- und Pflegeberuf: Wie gelingt es uns zu brennen, ohne auszubrennen oder die Kerze von beiden Seiten anzuzünden? Zudem thematisieren wir den Wandel von der Unsicherheit junger Berufsjahre hin zu einer gelassenen Fülle und Altersmilde, aus der heraus das Vermitteln von Wissen leicht und ohne Verkaufsdruck geschehen darf.
    Schliesslich stellen wir Barbaras neues Buch Wissen das zündet vor und sprechen über den Wert von Transparenz, feinem Humor und kleinen Irritationen im Unterricht. Wir bedanken uns herzlich bei allen Zuhörenden für das Begleiten auf dieser Reise und erklären, warum es uns wichtig war, nicht einfach sang- und klanglos aufzuhören, sondern diesen gemeinsamen Raum sauber zu schliessen.

    28 min
  • Methodik der Gruppenarbeit: Fallen vermeiden
    Eine Analyse der methodischen Funktionen, Zeitplanung und Vorbereitung effektiver Lernphasen in Gruppen.

    Wir reflektieren zu Beginn über die Vorurteile gegenüber Gruppenarbeiten und stellen klar, dass diese eine methodische Notwendigkeit zur aktiven Auseinandersetzung mit Inhalten darstellen. Ein zentraler Kritikpunkt ist für uns der blosse Erfahrungsaustausch ohne Zielsetzung, den wir als Verschwendung von Lebenszeit ablehnen. Stattdessen präsentieren wir vielfältige Formate wie den Museumsrundgang, die TV-Show oder das Zirkeltraining, die Bewegung und Struktur in den Lernprozess bringen. Wir erläutern, warum wir oft mit Zeitdruck arbeiten, um die Gruppen direkt ins Handeln zu bringen und organisatorische Verzögerungen zu minimieren. Zudem besprechen wir kooperative Lernformen, die durch eine bewusste Abhängigkeit der Informationen die Zusammenarbeit optimieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erkenntnis, dass hochwertige Gruppenarbeiten eine intensive Vorbereitung und eine aktive Präsenz der Trainer erfordern. Wir schliessen mit der Überzeugung, dass die gnadenlose Ausrichtung an den Lernzielen die wichtigste Kompassnadel für jede methodische Entscheidung ist.

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    32 min
  • Wie viel Menschlichkeit verträgt meine professionelle Rolle?
    Über den schmalen Grat zwischen Professionalität und Authentizität, warum Check-ins uns guttun und weshalb am Ende alles eine Frage der Haltung ist.

    Wir starten das Gespräch mit der Frage nach der Sichtbarkeit als Mensch in Führungspositionen. David reflektiert über Ausnahmesituationen wie den Tod des Vaters oder Unfälle in der Familie und die Entscheidung, ob man in solchen Momenten noch professionell funktionieren kann. Barbara erzählt von der emotionalen Trennung von ihrem Wohnmobil und wie daraus innerhalb einer Woche ein ganzes Buchprojekt entstanden ist, das sie als Zeichen der Verbundenheit überreicht hat. Wir sind uns einig: Sich berühren zu lassen und diese Rührung auch zu zeigen, ist ein wesentlicher Teil unserer Rolle.

    Ein praktischer Schwerpunkt ist das Thema Check-in in Sitzungen. Wir nutzen humorvolle Skalen mit Mr. Bean oder Tieren, um Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Das schafft Sicherheit und gegenseitiges Verständnis im Team. Wir diskutieren zudem das Spannungsfeld der öffentlichen Rolle. David schildert, warum er auch an der Supermarktkasse als Schulleiter wahrgenommen wird und wie Kleidung als Zeichen von Respekt und Professionalität dient. Wir plädieren dafür, psychologische Effekte bewusst zu nutzen, statt sich hinter einem falsch verstandenen Begriff von Authentizität zu verstecken.
    Ein weiteres wichtiges Thema ist die Resilienz, die Barbara lieber als Challenge-Intelligenz bezeichnet: die Fähigkeit, Herausforderungen anzunehmen und an ihnen zu wachsen. Wir sprechen über den Umgang mit negativem Feedback und warum Schmollen für uns ein pubertäres Verhalten ist, das in einer professionellen Haltung keinen Platz hat. Stattdessen geht es darum, betroffen zu sein, aber handlungsfähig zu bleiben.
    Zum Abschluss blicken wir auf den Sport und internationale Beispiele wie die Wald-Erfahrung in Neuseeland, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, Räume für sich selbst zu füllen und Stimmungen auszuhalten. Unser gemeinsames Fazit lautet: Vorbild sein bedeutet, Gefühle nicht auszuhalten, sondern sie zu lösen und stets neugierig auf die eigene Haltung zu bleiben.

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    33 min
  • Fehler und Pannen sind Kreativitäts-Turbos
    Warum wir uns für Verspätungen nicht schämen müssen, wie wir den Rotstift durch Ergänzungen ersetzen und weshalb Pannen oft die besten Lehrmethoden hervorbringen.

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    Wir starten diese Folge mit einem praktischen Beispiel für eine Panne: Barbara hat unseren morgendlichen Termin schlicht verschlafen, was uns direkt zum Thema Schuldgefühle und moralisches Unbehagen führt. Wir stellen fest, dass das Griffigmachen von Fehlern eine Geschichte mit einem selbst ist und dass wir uns oft selbst verzeihen müssen, um wieder handlungsfähig zu werden. Ein grosser Teil des Gesprächs widmet sich dem Phänomen der Pünktlichkeit. Wir kontrastieren die oft strengen Journaleinträge in der Schule mit kreativen Interventionen aus dem Training, wie etwa dem Versteckspiel der Gruppe vor einer notorischen Zuspätkommerin.

    Besonders spannend ist für uns der pädagogische Blick auf die Fehlerkorrektur. Wir diskutieren das Bild des Hundes, der links und rechts von der Spur abweichen muss, um den Geruch der Fährte wieder aufzunehmen – eine wunderbare Metapher dafür, warum wir Abweichungen brauchen, um uns zu orientieren. Wir hinterfragen die Sinnhaftigkeit von Schulnoten und besprechen, warum die Angst vor dem Unbekannten viele Kantone dazu bringt, an veralteten Bewertungssystemen festzuhalten, anstatt neue Wege der Beurteilung zu wagen.
    Die Episode endet mit unserem gemeinsamen Fazit: Die besten Methoden entstehen oft dann, wenn etwas fehlt und wir gezwungen sind, zu improvisieren und Neues zu kreieren.

    31 min
  • Dramaturgie – Wenn jedes Wort zählt
    Wie Sie den Spannungsbogen im Unterricht halten, warum Rockstars ihre Hits strategisch planen und wie Sie den Flow in der Gruppe aktivieren

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    Die Episode startet mit einem Beispiel für die Langeweile der Routine, wenn Gespräche oder Unterrichtsstunden immer nach dem gleichen Schema beginnen. Barbara und David definieren Dramaturgie als ein bewusstes Design von Inhalten, vergleichbar mit einer Playlist eines Rockkonzerts, bei der die grössten Hits nicht sofort am Anfang verpuffen sollten. Sie kritisieren die klassische Vorstellungsrunde, die oft in einer unendlichen Brühe an Langeweile endet, und plädieren stattdessen für einen starken Hook – einen Haken, der das Interesse sofort einrasten lässt.

    Ein zentrales Thema ist die Aufmerksamkeitsökonomie: Im Zeitalter von Reels und Kurzvideos muss die Botschaft innerhalb weniger Sekunden sitzen, da das Publikum sonst innerlich oder physisch wegklickt. David betont, dass eine gute Vorbereitung essenziell ist, da die Qualität der Botschaft oft reziprok zur verfügbaren Zeit steht – je kürzer die Redezeit, desto präziser muss jedes Wort gewählt sein. Barbara ergänzt dies durch den Hinweis auf verschiedene Unterrichtsphasen und die Notwendigkeit, dem Gehirn Zeit zum Verdauen des Stoffes zu geben.
    Die beiden diskutieren zudem den Standesdünkel in akademischen Kreisen und warum es Mut erfordert, wissenschaftliche Inhalte lebendig und ohne den Ballast unzähliger Fussnoten zu präsentieren. Es werden Vorbilder wie der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi genannt, dessen Buch über den Flow-Zustand auch deshalb ein Bestseller wurde, weil es die Sprache der Zielgruppe spricht. Den Abschluss bildet eine spielerische Zusammenfassung der Kernbotschaft: Jedes Wort zählt, jede Geste zählt und die Klarheit über das gewünschte Ende bestimmt den Erfolg des Anfangs.

    33 min
  • Über den Zaun geschaut: Was Schule von Training und Pflege lernen kann
    Vom Mut zur Kooperation, dem Nutzen des schlechten Beispiels und warum die Schule ihre Bubble verlassen muss.

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    Das Gespräch beginnt mit der Herausforderung, veränderungsresistente Teams aus ihrer Komfortzone zu locken. Barbara schlägt vor, den Raum durch die Kreation einer schlechten Lernsituation bewusst zu erschüttern, um den Blick für notwendige Verbesserungen zu schärfen. David berichtet von den Schwierigkeiten, echte Kooperation bei der Unterrichtsvorbereitung zu etablieren, da viele Lehrpersonen den Austausch von Material als Eingriff in ihre pädagogische Freiheit ablehnen. Barbara kontrastiert dies mit dem Pflegebereich, in dem die ständige Absprache und das Teilen von Aufgaben überlebenswichtig sind.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist das 4K-Modell (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken), das im Zeitalter der KI wichtiger wird als reines Fachwissen. Es wird diskutiert, warum diese Kompetenzen oft nur schleppend Einzug in die Schulprogramme finden, da sie von den Beteiligten als anstrengend empfunden werden. David und Barbara ziehen Vergleiche zwischen dem Beamtenstatus und der unternehmerischen Verantwortung von Trainern, was zu einer unterschiedlichen Leistungsbereitschaft führt.
    Zum Abschluss geht es um die physische Lernumgebung und das Konzept des Raums als dritten Pädagogen. Die beiden blicken zudem nach Holland, wo die freie Schulwahl den Wettbewerb und damit die Qualität und Profilbildung der Schulen massiv gesteigert hat. Die Episode endet mit dem Appell, das System Schule kritisch zu hinterfragen und die eigene Beziehungsfähigkeit als wichtigstes Werkzeug wieder in den Fokus zu rücken.

    36 min
  • Die Magie des Erzählens: Storytelling als Urform des Lernens
    Warum unser Gehirn Geschichten liebt, wie Cliffhanger die Neugier wecken und weshalb Storytelling ein erlernbares Handwerk für jede Lehrperson ist.

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    Die Episode beginnt mit einer Anekdote von Barbara über ein verstopftes Ohr und eine schlagfertige Verkäuferin, was als Beispiel für den Beziehungsaufbau durch kleine Geschichten dient. David und Barbara definieren Storytelling als zentrales Werkzeug für Unterricht, Coaching und Training, da das menschliche Gehirn Informationen am besten verarbeitet, wenn sie in Emotionen und Werte eingebettet sind. Ein Schwerpunkt liegt auf der Dramaturgie: Wie baut man Cliffhanger in den Unterricht ein und wie nutzt man das Urmuster der Heldenreise mit Protagonisten, Prüfungen und Mentoren.

    Besonders für die Arbeit mit Kindern werden spielerische Ansätze vorgestellt, wie die Kommunikation mit einer unsichtbaren Fee oder dem Zwerg Wilbert, um einen Sinn für das Lernen von Kulturtechniken zu stiften. Für die Arbeit mit Erwachsenen plädieren die beiden dafür, auch eigene Heldengeschichten vom Scheitern zu teilen, um Authentizität und Lernmomente zu schaffen. David berichtet von seinem Schlüsselerlebnis als junger Judo-Assistent, als ihn die Frage eines Mädchens – „Was ist eine Hüfte?“ – zur sprachlichen Reduktion und Zielgruppenorientierung zwang.
    Das Gespräch räumt mit der Scheu auf, man erlebe keine erzählenswerten Dinge. Barbara und David zeigen auf, dass man durch „Hineinzoomen“ in den Alltag – vom Einkauf bis zur Beobachtung eines Greifvogels – unzählige Stoffe für kraftvolle Analogien findet. Abschliessend werden praktische Tipps gegeben: Nutzen Sie Klassiker wie „Es war einmal“, vergeben Sie Namen für Ihre Figuren und proben Sie Ihre Geschichten laut, um die Wirkung zu verinnerlichen. Die Folge schliesst mit dem Hinweis auf das neue Buch von Barbara und Steven Wagner, das zeigt, wie man auch akademische Vorträge durch Storytelling zum Zünden bringt.

    32 min
  • Shifting Baselines: Das schleichende neue Normal
    Über iPads im Restaurant, schwindende Kletterstangen und wie wir unsere Standards im Team bewusst steuern können.

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    Das Gespräch beginnt mit Barbaras Schilderung aus einem Ferienhotel, in dem sie beobachtet, wie Kinder heute oft ruhig gestellt statt ruhig sind, da sie ständig vor Tablets oder Smartphones sitzen. Diese Fixierung auf Bildschirme führt dazu, dass Kinder kaum noch mit Stöcken oder Steinen spielen und motorische Fehlstellungen entwickeln, die früher konsequenter therapiert wurden. David sieht darin ein globales Phänomen des neuen Normals, das sich schleichend in unseren Alltag integriert hat.

    Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Resignation in Teams: Der Satz «Der ist halt so» signalisiert oft, dass man einem Menschen keine Entwicklung mehr zutraut und Fehlverhalten als neue Baseline akzeptiert. In der Schule zeigt sich diese Verschiebung auch durch den Abbau von Kletterstangen oder Reckstangen auf Schulhöfen, da die motorischen Fähigkeiten der Kinder massiv abgenommen haben. Barbara und David besprechen zudem den rasanten Wandel durch Künstliche Intelligenz und die Sorge, dass dadurch die Fähigkeit zum kritischen Denken und zur eigenständigen Recherche verloren geht.
    David betont jedoch, dass wir Menschen anpassungsfähig sind und Shifting Baselines auch aktiv zum Guten wenden können. Durch beharrliche Freundlichkeit in einem grumligen Team oder das konsequente Einüben von Grundfertigkeiten wie dem Purzelbaum lassen sich Standards wieder heben. Die Episode schliesst mit praktischen Tipps zur Schulentwicklung: Alle paar Jahre sollten Teams ihre Angebote und Termine evaluieren und den Mut haben, Ballast abzuwerfen, der keinen echten Nutzen mehr bringt.

    36 min
  • Das innere Kind: Professionalität trifft Spieltrieb
    Über die Macht der Transaktionsanalyse, das Entlarven alter Muster und die heilende Kraft der Neugier.

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    Das Gespräch beginnt mit Davids Begeisterung für die Transaktionsanalyse, die er als Augenöffner für das Verständnis von Konflikten im Arbeitsalltag beschreibt. Er erläutert anhand eines Beispiels, wie eine Lehrperson, die im Kind-Ich Bestätigung sucht, irritiert reagiert, wenn sie stattdessen eine sachliche Analyse aus dem Erwachsenen-Ich erhält. Barbara ergänzt dies durch die Sichtweise, dass das innere Kind die Summe unserer frühkindlichen Erfahrungen ist, in der sowohl Schmerz als auch eine enorme schöpferische Kraft liegen.

    Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf dem Erkennen von Mustern: Barbara schildert eine eindrückliche Situation, in der eine Reinigungskraft durch eine intellektuelle Überforderung in ein kindliches Trotzmuster verfiel. Diese Beispiele verdeutlichen, wie schnell alte Trigger aus der Schulzeit – wie das Vorrechnen an der Tafel – auch bei Erwachsenen wieder aktiviert werden können. David und Barbara plädieren deshalb für eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen emotionalen Mustern, da eine Lehrperson ihre eigenen ungeklärten Themen sonst täglich als Resonanzraum in die Klasse trägt.
    Besonders inspirierend ist der Ausblick auf den positiven Anteil des inneren Kindes: den Spieltrieb. Spielen wird hier nicht als Zeitvertreib mit Bauklötzen verstanden, sondern als das Schaffen von Wahlmöglichkeiten und die Lust am Entdecken neuer Wege. Es wird diskutiert, wie ein authentischer Wechsel zwischen professioneller Strenge und spielerischer Freude den Unterricht attraktiver macht und die Beziehung zu Lernenden und Eltern stärkt. Die Episode schliesst mit dem dringenden Rat, sich durch Literatur oder Coaching auf den Weg der Menschwerdung zu begeben, um als Mensch, egal in welchem Beruf, wirklich stimmig und wirksam zu sein.

    27 min
  • Maskieren und demaskieren im Training und Unterricht
    Warum die neutrale Maske alles sichtbar macht, wie wir unsere eigene Wirkung reflektieren und was hinter dem Bedürfnis nach Anerkennung steckt.

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    Die Episode beginnt mit einem Rückblick auf Barbaras Erfahrungen im Maskentheater, wo sie die neutrale Maske kennenlernte. Diese Maske fungiert als Werkzeug der Körperarbeit, da sie die verbale Ebene ausschaltet und den Fokus rein auf Bewegung, Rhythmus und Energie lenkt. Durch das Wegfallen der Mimik werden körperliche Unsicherheiten, Nervosität oder eine mangelnde Präsenz sofort für das Gegenüber sichtbar. David berichtet in diesem Zusammenhang von seinem persönlichen Aha-Erlebnis: Er lernte durch die Maskenarbeit, dass seine natürliche Postur bedrohlich wirken kann und wie er durch kleine Korrekturen an Schultern und Ellbogen eine neutralere Wirkung erzielt.

    Ein zentrales Thema ist die Lehrperson als Projektionsfläche. Barbara betont, dass wir uns bewusst sein müssen, was wir ausstrahlen, um uns nicht über die Reaktionen der Lernenden zu wundern. Wer beispielsweise unbewusst Arroganz signalisiert, provoziert Widerstand bei den Schülern. Zudem wird das Maskieren bei Kindern besprochen, die oft in der Schule versuchen, Erwartungen zu entsprechen, und den angestauten Druck erst zu Hause entladen. Besonders bei Kindern im Autismus-Spektrum ist dieses bewusste Erlernen von Verhaltensmustern – das Masking – ein anstrengender Prozess.
    Das Gespräch vertieft sich weiter in psychologische Konzepte wie die von Susan Batson, die zwischen der öffentlichen Person, dem tiefen Bedürfnis (Need) und dem tragischen Fehler (Tragic Flaw) unterscheidet.
    Die Folge schliesst mit der Erkenntnis, dass weniger Maske und mehr Einklang mit sich selbst zu echter Zufriedenheit führen – ganz nach dem Motto: Willst du recht haben oder glücklich sein?

    30 min

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