Das verflixte Gründungsjahr

Q&A - Eure Fragen zu Entscheidungen


Listen Later

Die 5 häufigsten Blockaden und was du dagegen tun kannst

In dieser Folge:

Frage 1: Zwischen zwei gleichwertigen Optionen wählen

Das Problem: Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Keine ist klar besser.
Die Wahrheit: Wenn beide wirklich gleichwertig sind - dann ist es egal, welche du wählst. Beide bringen dich weiter.
Aber meistens: Sie sind nicht wirklich gleichwertig. Du sagst dir nur, dass sie es sind. Weil eine sicherer ist, die andere mutiger - und du dich nicht traust.
Das Tool: Stell dir vor, du hast schon entschieden. Option A. Wie fühlst du dich? Erleichtert? Aufgeregt? Oder enttäuscht? Dann stell dir vor: Du hast Option B gewählt. Wie fühlst du dich jetzt? Meistens merkst du sofort: Eine fühlt sich besser an.
Wenn wirklich beide gleich sind: Nimm die, die schneller geht.

Frage 2: Nicht alle Informationen haben

Das Problem: Ich warte, bis ich alle Infos habe. Aber die habe ich nie.
Die Wahrheit: Du wirst nie alle Informationen haben. Nie.
Die Regel: Die 70-Prozent-Regel. Wenn du 70 Prozent der Informationen hast, die du brauchst - entscheide. Nicht 100. 70.
Warum: Die letzten 30 Prozent kosten dich überproportional viel Zeit. Und bringen dich kaum weiter.
Wie du das anwendest: Frag dich: Was sind die drei wichtigsten Informationen, die ich brauche? Habe ich die? Ja? Dann entscheide. Alle anderen Infos sind Nice-to-have. Nicht Must-have.

Frage 3: Andere Menschen sind betroffen

Das Problem: Wenn meine Entscheidung andere betrifft - meine Kundinnen, mein Team - wie entscheide ich dann? Ich will niemanden enttäuschen.
Die Wahrheit: Jede Entscheidung betrifft andere Menschen. Immer. Auch die Entscheidung, nicht zu entscheiden.
Die Unterscheidung: Du kannst nicht für die Reaktionen anderer Menschen verantwortlich sein. Du kannst nur für deine Entscheidung verantwortlich sein.
Was du tun kannst: Kommuniziere klar. Früh. Ehrlich.
"Ich verändere mein Angebot. Ab [Datum]. Weil [Grund]. So geht's weiter: [Nächste Schritte]."
Das ist Führung. Nicht Rechtfertigung. Nicht Entschuldigung.

Frage 4: Unter Druck entscheiden

Das Problem: Wenn ich unter Druck schnell entscheiden muss, blockiere ich komplett.
Die Wahrheit: Das ist eine Stressreaktion. Dein Nervensystem schaltet in den Freeze-Modus. Das ist normal. Aber du kannst es trainieren.
Das Tool - 3 Schritte:
Schritt 1: Atme. Drei tiefe Atemzüge. Wirklich. Das beruhigt dein Nervensystem.
Schritt 2: Frag dich: Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Meistens merkst du: So schlimm ist es nicht.
Schritt 3: Entscheide nach Bauchgefühl. Unter Druck ist dein Bauch oft klüger als dein Kopf.
Langfristig: Übe kleine Entscheidungen unter Zeit-Druck. Timer stellen, 90 Sekunden, entscheiden. Trainiere deinen Entscheidungsmuskel.

Frage 5: Nach Entscheidungen zweifeln

Das Problem: Ich hab entschieden. Aber jetzt zweifle ich alles an. Hab ich richtig entschieden?
Die Wahrheit: Die Zweifel sind normal. Sie bedeuten nicht, dass du falsch entschieden hast.
Was du konkret tust:

  1. Erkenne sie an: "Okay, da sind die Zweifel."
  2. Frag dich: Hat sich was Neues ergeben? Neue Informationen, die meine Entscheidung ändern? Wenn nein, dann sind's nur Gewohnheits-Zweifel.
  3. Geh weiter: Mach die Entscheidung nicht wieder auf. Du hast entschieden. Jetzt siehst du, was passiert.
  4. Wichtig: Selbst wenn du "falsch" entschieden hast - du lernst. Du korrigierst. Du gehst weiter. Das ist der Prozess.

    Deine Frage:

    Falls du selbst eine Frage hast - schreib mir auf Instagram. Vielleicht beantworte ich sie in der nächsten Q&A-Folge.
    Links & Ressourcen:
    Kostenfreier LEADERIN Selbsttest: https://anja-trappe.de/selbsttest
    Nächste Folge:
    Folge 9: Start des A-Clusters - Ausrichtung (Wohin sollen deine Entscheidungen führen?)

    ...more
    View all episodesView all episodes
    Download on the App Store

    Das verflixte GründungsjahrBy Anja Trappe