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Im Oktober 2000 hat der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 verabschiedet. Sie verlangt, dass Frauen an Friedensprozessen beteiligt werden. Am Verhandlungstisch sitzen sie bis heute jedoch selten.
Audiodokumentation des Vortrags mit
Ankündigungstext, entnommen von aktionswochen.fr:
"Ist der Genozidvorwurf gegen Israel eine empirische Tatsache oder eine ideologische Konstruktion? Während diese Anschuldigung die sozialen Medien beherrscht, stellt sich die Frage: Woher stammt dieses Narrativ wirklich und was hat es mit der Nakba zu tun?
Was heißt eigentlich Frieden? In Mexiko herrscht offiziell kein Krieg, und doch werden Frauen getötet, ohne dass der Staat ermittelt. In Afghanistan, im Kongo und in Syrien wird über Frieden verhandelt, meist ohne die Frauen, die ihn im Alltag am Laufen halten. Und in der Westsahara gibt es seit über 50 Jahren keinen Frieden, sondern eine Besatzung, über die in Europa kaum jemand spricht. Die Sendung fragt, wer darüber entscheidet, was Frieden ist, und was er für die bedeuten würde, die nicht gefragt werden.
Die einzelnen Beiträge:
Obwohl Netanjahus Likud und die rechten und religiös-fundamentalistischen Parteien, die ihn unterstützen Stimmen verloren haben, könnte die Opposition nur mit Hilfe der arabischen Parteien eine Regierung bilden, doch eigentlich hatte man das ja ausgeschlossen. Myri Tukenich setzt sich für ein demokratisches, aufgeschlossenes Land Israel ein. Sie freut sich, dass so viele gegen Netanjahus Block gestimmt haben. Zugleich muss sie aber über ein Land berichten, aus dem viele säkulare und liberale Jüdinnen und Juden wegziehen, weil sie nicht wollen, dass ihre Kinder in ihm aufwachsen.
Aktuell finden die Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Zum Beginn dieser hatten wir bei Radio Dreyeckland bereits ein Interview mit Torsten vom Freiburger Bündnis gegen Antisemitismus. Wer auch innerhalb dieses Bündnisses organisiert ist, in kommende zwei Veranstaltungen involviert und bei Radio Dreyeckland bereits bekannt ist – bspw. durch ihre Aktivitäten bei Defend Israeli Democracy – ist Myri Turkenich.
Frieden – was bedeutet das eigentlich? Ist Frieden nur die Abwesenheit von Gewalt, oder gehört dazu auch gesellschaftliche Veränderung? In Delhi setzen sich Studierende gegen Diskriminierung, Korruption und politische Gewalt ein. Mit den Cockroach Protesten wird die Frage von Gewalt und Gewaltlosigkeit für einen gesellschaftlichen Frieden neu gestellt.
Die Beiträge unserer Magazinsendung blicken auf Gesellschaften im Wandel: In Indien macht eine ungewöhnliche Jugendbewegung mit Kakerlaken-Masken gegen den enormen Druck im Bildungssystem mobil. Was bedeutet Frieden für sie? Und in Kambodscha geht es um die schwierige Erinnerungsarbeit nach der Herrschaft der Roten Khmer – und darum, wie eine junge Generation mit der Vergangenheit umgeht. Das Konzept von Spatial Justice steht im Zentrum der Kämpfe um Land in Chile und Südafrika – räumliche Gerechtigkeit hat eine gewichtige Rolle für den sozialen Frieden.
Vor 20 Jahren nahm das Rote Khmer Tribunal seine Arbeit auf. 2025 war ein wichtiges Gedenkjahr in Kambodscha. Die drei zentralen Erinnerungsorte an den Genozid der Roten Khmer wurden in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen: Tuol Sleng S-21, Choeung Ek und das ehemalige M-13-Gefängnis. Orte, an denen die Verbrechen eines der weltweit umfassendsten Genozide verübt wurden. Wichtiger noch ist die konkrete Friedensarbeit vor allem auch mit jungen Menschen, die bis heute vor der Frage stehen: Wie kann man vergeben, ohne zu vergessen?
Nachdem die kurdische dominierte Region im Nordosten Syriens ihre de facto bestehende Autonomie verloren hat, versucht die aus der islamistischen HTS hervorgegangene Regierung in Damaskus, die kurdische Frage auf ein paar kulturelle Rechte zu reduzieren. Es soll Kurdisch als Wahlpflichtfach an den Schulen geben, aber nicht als Unterrichtssprache. Zugleich versucht man, die kurdische Bevölkerung im Sinne des salafistischen Islam zu missionieren. Die Frage nach politischen Rechten soll von der Agenda verschwinden. So sieht es Monzer Haider im Gespräch mit Radio Dreyeckland.
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