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Wieder Proteste gegen Militär-Oligarchie in Algerien
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Corona-Fallzahlen sinken deutlich langsamer
Eine mächtige Protestbewegung hat dem Regime in Algerien immerhin eine neue und nach Einschätzung unseres Korrespondent Bernard Schmid auch tatsächlich bessere Verfassung abgetrotzt. Doch damit alleine ist es nicht getan, denn die Gerichte sind die alten, der Repressionsapparat ist der gleiche und hat im Sommer auch nicht zu knapp bei neuen Protesten zugeschlagen. Das war aber zumindest von Seiten der Protestbewegung eine Ausnahme, denn anders als die Querdenker*innen in Deutschland, vermeiden die Protestierenden in Algerien Massenaufläufe in der Pandemie.
Es regt sich wieder im größten Staat des Maghreb. Nachdem die Corona-Krise wie in anderen Ländern Massenproteste zunächst gestoppt hatte gehen insbesondere in den hauptsächlich von Berber*innen bewohnten Teilen des Landes wieder Leute auf die Straße. Sie haben allen Grund dazu. Die Semimilitärdiktatur reagiert mit dem Zuckerbrot des Entwurfs einer in Teilen verbesserten Verfassung und mit der Peitsche eines Gesetzes gegen die Verbreitung falscher Nachrichten. Doch das regime fährt ökonomisch gegen die Wand, meint unser Frankreich- und Afrikakorrespondent Bernard Schmid.
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