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Pyrotechnik, Sprengstoff, Brandanschläge, und vor wenigen Tagen Molotowcocktails auf ein bewohntes Haus. Die Zelle79 in Cottbus ist in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel mutmaßlich rechter Täter geworden. Parallel wurde in derselben Nacht auch der Jugendclub Chekov angegriffen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen versuchten Mordes. Für die Bewohner:innen ist es bereits der nächste Anschlag seitens Neonazis innerhalb einer langen Serie, die versuchen linkes und queeres Leben mit aller Gewalt zu vertreiben.
Erneut ein Angriff auf ein Wohnhaus in Cottbus: In der „WK51“ wird vor etwas mehr als einer Woche, nachts eine brennende Fackel ins Haus geworfen, Bewohner*innen berichten von Angst und sprechen von einer weiteren Eskalation rechter Übergriffe. Die WK51, ein Haus, in dem es WGs mit internationalen Student*innen, Handwerker*innen sowie zivilgesellschaftlich und künstlerisch engagierten Menschen gibt.
In der Nacht zum 30. Dezember wurde das alternative Hausprojekt Zelle79 in Cottbus erneut angegriffen. Ein pyrotechnischer Sprengkörper explodierte direkt am Eingang, zerstörte Tür und Briefkasten, Glassplitter und Holz flogen mehrere Meter weit. Nur durch Zufall wurde niemand verletzt. Zelle79 ist seit Jahren Ziel rechter Angriffe.
In der Novembersendung erzähle ich vom Tod eines Mitgefangenen, den ich recht gut kannte. Wir schauen an die Grenzen Europas, denn Griechenland wurde mal wieder verurteilt, weil es Geflüchtete die in Seenot waren, nicht gerettet hat. Dann geht es um die Badische Zeitung und ihren Umgang mit rechten, mit antisemitischen Kommentaren von Leser:innen auf ihrer Webseite.
Letzte Woche brannte es wieder beim Regenbogenkombinat, dem Zentrum für queere und kulturelle Begegnungen in Cottbus.
Die Programmschänke Bajszel in Berlin-Neukölln sieht sich seit Monaten antisemitisch motivierten Anfeindungen ausgesetzt. Dieser Umstand gipfelte in einem Brandanschlag auf das Lokal. Im Gespräch mit Radio Dreyeckland spricht Alex - einer der drei Betreibenden des Bajszel darüber, angefangen was das Bajszel überhaupt ist.
"Wann nimmt das ein Ende?" fragt der Integrationsrat Nordrhein-Westfalen auf seiner Website nach dem verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus, bei dem eine vierköpfige Familie zu Tode kam.
Am 19. September 1991 kam der ghanaische Geflüchtete Samuel Kofi Yeboah bei einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Saarlois ums Leben. Die Ermittlungen wurden zunächst wieder eingestellt, Stadt und Bürgermeister wehrten das Gedenken ab. Doch 2019 wurden die Ermittlungen überraschend wiederaufgenommen, der bekannte Neonazi Peter Werner Sch. wurde festgenommen und seit November 2022 läuft am OLG Koblenz ein Prozess gegen ihn.
Nach einem Brand in Berlin Pankow in der Nacht zum 26. Januar verstirbt Yazi Almiah etwa zwei Wochen später im Krankenhaus. Im abgebrannten Teil des Hauses lebten insgesamt 44 Menschen mit Fluchtgeschichte. Ein rassistischer Brandanschlag liegt daher nahe. Doch eine Polizeimeldung zum Tod der Hausbewohnerin erscheint erst nach 10 Tagen und auf wachsenden Druck in den sozialen Medien hin, wo das Geschehen längst öffentlich gemacht worden war.
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