"Wer erinnert sich an wen?" So könnte die Kernfrage der Debatte um deutsch-jüdische Erinnerungskultur, die sich nach dem Rücktritt des Direktors des jüdischen Museums in Berlin, Peter Schäfer, entfacht hat, prägnant gefasst werden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte seinen Rücktritt gefordert, nachdem das jüdische Museum einen Aufruf jüdischer Intellektueller teilte, der sich gegen die Klassifizierung einer palästinensischen Protestbewegung als antisemitisch, wandte.