Rostock-Lichtenhagen, Mannheim-Schönau, Mölln – Namen, die Erinnerungen hervorrufen an rassistische Ausschreitungen und Gewalt, rechte Brandanschläge, wütende Mobs. In den Jahren nach dem Mauerfall kippte der nationalistische Freudentaumel der Wiedervereinigung in offenen Hass. Selten jedoch denkt man dabei an den Südwesten der Republik. Doch auch in Freiburg waren die Jahre nach der Wende eine gewalttätige Zeit – aber auch eine des Widerstands und der Solidarität. Dreißig Jahre nach dem Anschlag von Rostock-Lichtenhagen 1992 erzählen zwei