Sadeh geht auf Huschang, den zweiten mythischen König der Pischdadier zurück. Huschang herrschte vierzig Jahre als Padischah. Er setzte den von Gayomarth begonnenen Aufbau der menschlichen Zivilisation fort. Huschang entdeckte durch Zufall durch einen Steinwurf nach einer Schlange, wobei der Stein auf einen Felsen traf und einen Funken schlug, das Geheimnis, wie mit Hilfe von Steinen Feuer gemacht werden kann. Als Folge dieses Wissens wurde es ihm möglich, mit Hilfe des Feuers aus Erz Eisen zu erzeugen, woraus dann Äxte, Sägen und Beile hergestellt werden konnten. Um den unmittelbaren Wert des Feuers für den Menschen im Gedenken zu halten und im Feuer auch den Widerschein Gottes zu ehren, stiftete Huschang ein Fest, das er das Sadeh-Fest nannte. Für die altpersische Religion des Zoroastrismus steht das Feuer als Symbol der Reinheit, der Erkenntnis und des Lichts im Mittelpunkt eines Kultus. In einem zoroastrischen Tempel brennt daher ein Feuer, das niemals ausgehen soll.