Vorhang auf für: Alexandra Meissnitzer.
Die erfolgreiche Skisportlerin ist seit Beendigung ihrer Karriere
als Rennläuferin für den ORF als Kommentatorin tätig und in der wärmeren
Jahreszeit als Vortragende und Moderatorin unterwegs.
„Medaillen oder den Gesamtweltcup zu gewinnen ist schon
etwas Besonderes, aber am meisten stolz bin ich darauf, dass ich es geschafft
hab, immer wieder durchzuhalten. Ich glaube, das war für mich die wichtigste
Erfahrung im Sport: Wenn’s drauf ankommt, kann ich mich auf mich selbst
Am meisten gelernt hat Alexandra Meissnitzer aus einer Phase
schwerer Verletzung, die sie sich als Führende im Gesamtweltcup zugezogen hat. „Da
hab ich das erste Mal gesehen, dass man schnell ersetzbar ist, dass man
ausgetauscht wird und alles normal weiterläuft.“ Sehr hilfreich war diese
Erfahrung dann in der Übergangszeit nach dem Karriereende. In das vorausgesagte
schwarze Loch ist sie dadurch nicht gefallen. Im Gegenteil! „Wenn ich
irgendwann hoffentlich 70 Jahre alt werden darf, dann werde ich sagen können:
Meine spannendste Zeit war nicht bis zu meinem 33. Lebensjahr, sondern danach war
auch noch einiges los. Das kann es doch nicht schon gewesen sein!“
Obwohl Alexandra Meissnitzer sehr dankbar ist für ihr, wie
sie sagt „privilegiertes Leben“ und sich Gelassenheit im Laufe der Jahre
erarbeitet hat, wünscht sie sich für den nächsten Lebensabschnitt noch etwas
mehr Leichtigkeit. „Ich musste mir immer viel erkämpfen und mein Vorsatz zum
50. Geburtstag war: nicht immer so streng sein mit mir selber.“
Ihr Geheimtipp zur Entspannung: „Es klingt vielleicht schräg,
aber ich liebe Sesselliftfahren. Da kann ich mich wunderbar entspannen und