Interpreten: Kultblechdresden
heuer nicht unbedingt die Zeit für große Weihnachtsmusik sein dürfte, zumindest
ist bei uns weder ein Bach’sches Weihnachtsoratorium noch ein neuer Messias von
Händel eingetroffen, gibt es als vorweihnachtliche CD der Woche einen
Blechbläsergruß aus Dresden. Michael Gmasz ist schon ganz weihnachtlich zu
Gegründet im Jahr 2018 hat das Ensemble
Kultblechdresden bereits im ersten Jahr mit Von wegen Stille Nacht sein erstes
Weihnachtsalbum vorgelegt. Mit „Kommet, ihr Hirten“ setzt das Blechbläserensemble
der Dresdner Philharmonie diese mittlerweile liebgewordene Tradition auch im
Jahr 2023 fort. Festlich, humorvoll, spritzig, emotional, wie es im Klappentext
Markus Höller und Hans Reiner Schmidt haben
verschiedenste Weihnachtslieder in neuen Arrangements angelegt, von alten
Liedern wie Vom Himmel Hoch nach Luther oder Tochter Zion von Händel, über ganz
traditionell bis hin zu neueren Klängen, die man bisher vielleicht nicht so
sehr mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht hätte. Das ist Turmblasen
auf allerhöchstem Niveau. Da bekommt der little Drummerboy fast Ravel’sche Bolero-Züge
und bietet eine gute Abwechslung zur sonst so oft abgespielt Pentatonix
Version. Wir begleiten Hirten auf Reisen und besuchen Engel auf den Feldern. In
mehreren Suiten werden gleich unterschiedliche Weihnachtslieder
zusammengefasst, eher traditionell Weihnachten in Deutschland, feierlich
schwungvoll die Suite Weihnachten in Europa – inklusive Feliz Navidad und einem
Herbei, o ihr Gläubigen, bei dem die Herbeieilenden wirklich ihre Beine in die
Hand nehmen sollten. Wunderschön, abwechslungsreich mit leicht modernem Touch
gelungen ist auch die Fassung von Stille Nacht, die Sie allerdings zu Hause
hören müssen, denn bei uns gibt es Stille Nacht traditionell erst nach der
ersten Weihnachtsvesper zu hören. Ein Album für die ganze Familie! (mg)