Die Organisationsentwicklerin Elisabeth Sechser über den größten Wirtschaftsfaktor Österreichs: Care-Arbeit.
Was wäre, wenn Fürsorge zählt? Elisabeth Sechser über Care-Arbeit und die Caring Economy
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195 Milliarden Euro pro Jahr: **So hoch ist der geschätzte Wert der unbezahlten Care-Arbeit in Österreich. Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Hausarbeit, Bildung und Fürsorge halten unsere Gesellschaft am Laufen. In der klassischen Wirtschaftsleistung scheinen diese Leistungen jedoch nicht auf.
Die Wiener Unternehmerin, Organisationsentwicklerin und Gründerin der Initiative „Caring Economy Jetzt“, Elisabeth Sechser, bezeichnet das als den blinden Fleck unseres Wirtschaftssystems. Im Sommergespräch mit Gerlinde Petric-Wallner spricht sie darüber, warum Fürsorge und Kooperation nicht das Gegenstück zur Wirtschaft sind, sondern deren eigentliche Grundlage.
Ausgangspunkt ihres Engagements ist auch ihre persönliche Lebensgeschichte: Elisabeth Sechser ist Mutter einer schwer kranken Tochter und kennt die Herausforderungen von Pflege und Fürsorge aus eigener Erfahrung. Sie plädiert für ein Umdenken weg von individueller Überforderung und hin zu tragfähigen Gemeinschaften, sogenannten Caring Communities.
Im Gespräch geht es um die Fragen:
Warum Care-Arbeit für unsere Gesellschaft unverzichtbar istWeshalb unbezahlte Fürsorgeleistungen volkswirtschaftlich sichtbar gemacht werden müssenWie eine Caring Economy funktionieren könnteOb ein solches Wirtschaftsmodell finanzierbar istWas Kooperation mit wirtschaftlichem Erfolg zu tun hatWarum wir neue Erfolgsgeschichten brauchen„Wir brauchen keine Heldengeschichten, sondern Erfolgsgeschichten kooperativen Handelns.“ – Elisabeth Sechser
Ein Sommergespräch über Wirtschaft, Menschlichkeit, Pflege, Solidarität und die Frage, wie wir künftig zusammenleben wollen.
Moderation und Gestaltung: Gerlinde Petric-Wallner