Radio Prague International - aktuelle Artikel

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  • Schicksal im Grenzgebiet: Künstler Lukáš Houdek
    Lukáš Houdek ist Fotograf, Publizist und nicht zuletzt Aktivist. Er studierte Romistik an der Prager Karlsuniversität, und als Fotograf dokumentierte er das Leben der Roma an verschiedenen Orten Tschechiens sowie im Ausland. Das Thema der Minderheiten zieht ihn immer wieder an. Für seine Dokumentation über die Albinos in Ghana wurde er mit dem tschechischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Mehrere seiner Projekte wurden von der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Kriegsende sowie die nachfolgenden Verwandlungen um das tschechische Grenzgebiet inspiriert. Am vergangenen Wochenende stellte Lukáš Houdek einige seiner Projekte beim Böhmerwaldseminar im westböhmischen Klatovy / Klattau vor. Bei dieser Gelegenheit hat Martina Schneibergová mit dem Künstler gesprochen.
    11 min
  • Verwüstungen nach dem Krieg und Wiederbelebung – Schloss Hradec nad Moravicí (Teil 2)
    Das Schloss Hradec nad Moravicí / Grätz im schlesischen Teil Nordmährens kann auf eine tausendjährige und wechselhafte Geschichte zurückblicken. Dabei beeinflusste längst nicht nur das bewegte Geschehen in der Region das Schicksal der Schlossbesitzer. Im Folgenden eine lockere Fortsetzung unseres ersten Teils über die Geschichte des Schlosses Hradec nad Moravicí. Sie startet gegen Ende des Zweiten Weltkriegs.
    12 min
  • Café Slavia mit Jaroslav-Seifert-Abend wiedereröffnet
    Café Slavia ist in Prag ein Begriff. Das Kaffeehaus am Nationaltheater bietet den Besuchern nicht nur einzigartige Desserts, sondern auch einen schönen Blick auf die Prager Burg. Das Slavia war schon immer ein beliebter Treffpunkt der Schriftsteller. Auch Jaroslav Seifert, der einzige tschechische Literat, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, gehörte zu den Gästen von Slavia. Anlässlich des 120. Geburtstags des Dichters fand am Donnerstag ein Literaturabend im Café statt.
    4 min
  • Die Jagd nach dem Mandat: Das Phänomen der Parteiüberläufer in Tschechien
    Etwa 13 Prozent aller Kandidaten, die bei den Wahlen am 8. und 9. Oktober neu oder erneut ins Abgeordnetenhaus einziehen wollen, waren zuvor schon Mitglied in anderen politischen Parteien oder Bewegungen. Eine Daten-Analyse vom Nachrichtenportal irozhlas.cz hat ergeben, dass sich von insgesamt 5258 Kandidaten fast 600 früher in anderen Parteien engagiert haben, als für die sie sich jetzt haben aufstellen lassen. Diese Überläufer sind in Tschechien ein häufiges Phänomen und werden zumeist knapp vor oder nach Wahlen sichtbar.
    15 min
  • Der Manneken Pis von Plasy
    Viele dürften den Manneken Pis aus Brüssel kennen. Doch eine ähnliche Brunnenfigur des pinkelnden Jungen gibt es auch im westböhmischen Plasy / Plaß. Sie stand jahrzehntelang am Rand eines kleinen Teichs neben dem örtlichen Bahnhof. Dann aber war der Junge verschwunden. Lokalpatrioten haben den urinierenden Kerl nun wiedergefunden, restaurieren lassen und vergangene Woche neu installiert.
    4 min
  • Kabarett für eine bessere Welt – „Das Thema“ spielt: Erika Mann
    Sie war Schauspielerin, Kabarettistin und Schriftstellerin. In ihren Texten und Auftritten bezog sie stets klar politisch Position, setzte sich für Freiheit und Demokratie ein und kämpfte laut und sprachgewandt gegen das Erstarken des Nationalsozialismus: Erika Mann. Die Tochter des Schriftstellers Thomas Mann wird nach wie vor viel zu oft in dessen Schatten gedrängt. Das erste deutsch-tschechische Kabarett „Das Thema – to téma“ möchte das jetzt ändern und widmet ihr ein Programm, das diesen Donnerstag im Prager Divadlo na zabradlí Premiere hat.
    13 min
  • „Noráci“: Das Schicksal tschechischer Zwangsarbeiter in Norwegen
    Rund 500.000 Tschechinnen und Tschechen haben während des NS-Regimes Zwangsarbeit geleistet. Die Mehrheit von ihnen wurde in den Industriebetrieben in Deutschland eingesetzt. Mehr als 1300 tschechische Zwangsarbeiter wurden aber auch in das Gebiet des okkupierten Norwegens geschickt. Ihr Schicksal beschreibt eine Ausstellung, die zurzeit in Prag zu sehen ist.
    5 min
  • Babiš in Erklärungsnot: Vorwürfe aus Brüssel und im Fall Storchennest werden lauter
    Andrej Babiš ist seit Dezember 2017 Regierungschef von Tschechien. Fast genauso lange hält sich der Vorwurf gegen ihn, er habe seine politische Karriere nicht resolut von seinen wirtschaftlichen Interessen entkoppelt. Seine Firmen Agrofert und SinBiol übergab er zwar an zwei Treuhandfonds, doch wie Untersuchungen aus Brüssel zu EU-Subventionen ergaben, übt Babiš immer noch einen entscheidenden Einfluss auf das von ihm aufgebaute Firmenimperium aus. Wiederholt wurde er daher bezichtigt, in einem Interessenskonflikt zu stehen. Bisher hat der Premier aber alle Vorwürfe stets von sich gewiesen. Nun macht die EU-Kommission Druck, und Babiš gerät in Erklärungsnot.
    6 min

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