Radio Stimme

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Radio Stimme episodes

  • Die 1990er Jahre

    Hakan Gürses und Margit Reiter über Umbrüche und Aufbrüche

    Anlässlich des Jubiläums 35 Jahre Initiative Minderheiten und ihrer Zeitschrift STIMME reflektierten Akteur:innen die Gründungszeit und welche politischen Entwicklungen die Bildung von minoritären Allianzen Anfang der 1990er Jahre notwendig gemacht haben.

    Aus der Veranstaltung, die am 16. Juni im Haus der Geschichte Österreich stattgefunden hat, sind die Key Note Vorträge von Hakan Gürses und Monika Reiter zu hören.

    Hakan Gürses, Vorstandsmitglied der Initiative Minderheiten, erzählt aus „50 Jahren Unruhe – eine sehr persönliche Geschichte der sozialen Bewegungen“.
    Margit Reiter, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg, beschäftigt sich mit der Vermessung eines Jahrzehnts: „1986 und die Folgen“.

    Am Beginn hören wir einleitende Worte von Stefan Benedik, hdgö und Cornelia Kogoj, Initiative Minderheiten.

    Sendungsgestaltung: Stefan Resch

    Foto: asylkoordination österreich

    57 min
  • Between Research and Activism – Musik als Form des politischen Ausdrucks

    Musik ist politisch. Wen wir wann wie wo warum hören, sind alles politische Fragen, insbesondere, wenn es um die Musik von Minderheiten geht. Das Thema Musik und Minderheiten griff im Februar 2026 ein spannendes Symposium des Music and Minority Research Centre an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (mdw) auf, unter dem Titel: Between Research and Activism – Futures of Music and Minority Studies. Dafür kuratierte die Initiative Minderheiten eine Diskussionsrunde zu Musik als Form des politischen Ausdrucks. In der heutigen Sendung spielen wir euch Ausschnitte aus dem Gespräch der vier Redner*innen (s.u.), die aus verschiedenen Perspektiven auf die politischen Dimensionen minorisierter Musik blicken. Außerdem hört ihr Ausschnitte eines Konzerts, das im Rahmen des Symposiums stattfand.

    Wir bedanken uns bei den Redner*innen und Musiker*innen sowie der mdw für das Zurverfügungstellen der Aufnahmen.

    Playlist:
    Sonic Encounters – Music from the Afghan Diaspora and the Burgenland Croatian Minority

    Shakib Rasa and Fayaz Mohammadi are musicians from Kabul, Afghanistan, who studied at the Afghanistan National Institute of Music (ANIM) – the country’s leading music institution before the Taliban takeover. Shakib Rasa started singing at the age of five, and began performing internationally in 2015. He studied ghazal and classical music under Ustad Moghaddam Mitra, a master musician from India, and piano with Ustad Adriana Stop, an American teacher. Fayaz Mohammadi studied tabla with Afghan master Ustad Fereydoun Miyazadeh, also at ANIM. Both are considered among the most talented young Afghan musicians of their generation. Following the Taliban takeover in 2021, they left Afghanistan and have been living in exile in Germany for the past three and a half years.

    Kolo Slavuj is the central folklore ensemble of the Croatian minority in Burgenland. The Burgenland Croats migrated from Croatia to their current settlement area in the 16th century and are one of Austria’s six officially recognized ethnic groups (Volksgruppen). The transregional ensemble has existed since 1971, with members from Croatian villages in Burgenland, Hungary, Slovakia, and Vienna, where it is based. But there are also members from other ethnic groups and nationalities. The development of the ensemble and its repertoire reflect a cultural shift: while initially oriented toward the former homeland of Croatia, it now emphasizes regional characteristics of its current environment in Austria. The former “national” identity has given way to diverse regional and transcultural forms of belonging. Alongside its traditional repertoire, Kolo Slavuj blends traditional expressions with contemporary dance and music. Based on preserved elements of folk culture, this approach has produced new choreographies and musical arrangements.

    Infos zur Sendung:
    Die folgenden Biographien sind dem Programm des Symposiums entnommen:

    Moderation: Isabel Frey is an ethnomusicologist, a Yiddish singer and a cultural and political activist. She currently works as a Senior Artist and postdoctoral researcher at the Department of Folk Music Research and Ethnomusicology and an affiliated researcher at the Music and Minorities Research Center at the University of Music and Performing Arts Vienna. She is an internationally sought after performer and teacher of Yiddish song, has released three albums of Yiddish music and is the co curator of the KlezMORE Festival Vienna. She is also the founder of the Jewish Arab peace initiative Standing Together Vienna, where she is active both musically and as an activist for a just peace in the Middle East.

    Mira Gabriel is a filmmaker, translator, and contributor to the Slovenian weekly newspaper NOVICE. During her school years, she was actively involved in political theater projects. She is an activist in the Klub slovenskihštudentk*študentov na Dunaju / Club of Slovenian Students in Vienna. She organizes demonstrations, commemorative events, and anti fascist camps, among other things.

    Santino Stojka is a roma rights activist, trainer and musician. He is the current the president of HÖR (Hochschüler*innenschaft österreichischer Rom*nja / The Austrian Romani Student Union) which focuses on remembrance culture, community support and non formal education through excursions and workshops. He gives workshops with a focus on anti racism, antiziganism and roma music. In his musical projects he satirizes life in Vienna and various political topics, and performs them on stages and protests throughout Vienna.

    Konstantin Milena Vlasich studies language arts at the University of Applied Arts and is a journalist and author. Since his youth, he has been involved in politics and multilingual artistic activities. From 2020 to 2025, he was editor in chief of the print and online magazine NOVI GLAS. In 2023, he was awarded the first major art scholarship from the province of Burgenland. In fall 2024, his first collection of multilingual texts, “Erac wird beim Schnapsen verspielt” (Erac is lost in a game of cards), was published by Edition Lex Liszt 12. He is co-curator of the Literaturpassage in Vienna’s Museumsquartier and is responsible for the “Literakuga” series at the cultural center of the same name in Großwarasdorf/Veliki Borištof.

    1 hr
  • Retweet: „Träume, die bleiben: Sudans Jugend erzählt“ von Voice of Mendy

    Radio Stimme sendet heute eine Folge von Voice of Mendy: „Träume, die bleiben: Sudans Jugend erzählt“ (voiceofmendy.org):

    „Diese Sendung widmet sich den Stimmen, Geschichten und Realitäten aus dem Sudan.

    Wir hören die erschütternde Geschichte von Amina, einem Mädchen, das durch Krieg und Zwangsheirat um ihre Kindheit gebracht wurde – ein Schicksal, das viele Mädchen im Sudan teilen. Gleichzeitig feiern wir zum International Youth Day die Stärke und Vision der sudanesischen Jugend, die trotz Konflikten Hoffnung, Kreativität und Zukunft gestaltet. Mahmoud Abbas erzählt uns seine persönliche Reise von Flucht und Verzweiflung hin zu neuer Hoffnung durch das Programm „Om Jot Amal – Spark of Hope“.

    Zum Abschluss analysiert Osama die politischen Ursachen der Isolation Sudans und zeigt, wie koloniale Strukturen, islamistische Bewegungen und geopolitische Interessen das Land bis heute prägen.

    Eine Folge voller Schmerz, Mut, Hoffnung und kritischer Reflexion – Stimmen, die nicht überhört werden dürfen.“

    Moderiert von Osama.

    57 min
  • Die Initiative Minderheiten stellt sich vor – Cornelia Kogoj im Interview bei Radio Stimme

    Radio Stimme wurde aus der Initiative Minderheiten heraus gegründet. Als Auftakt für unsere kommenden Folgen möchten wir deshalb die Initiative noch einmal vorstellen und darauf schauen, was sich in den letzten Jahren verändert hat und warum die Arbeit der Initiative nichts an Aktualität verloren hat. Cornelia Kogoj, Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten, erzählt uns von deren Geschichte und Entwicklung über die Jahre. Sie stellt Anfänge vor, erzählt von Projekten und Idealen und wie und warum sie persönlich zur IM kam. Es geht auch darum, vor welchen Herausforderungen der Verein heute steht und was die Initiative tut, um Minoritäre Allianzen angesichts des politischen Klimas weiter zu stärken.

    57 min
  • 70 Jahre Staatsvertrag – 70 Jahre Minderheitenrechte?

    Zum Jubilätum der Unterzeichnugn des Österreichsichen Staatsvertrags lud die Initiative Minderheiten zusammen mit dem Haus der Geschichte Österreich zu einer Diskusstion. Es ging dabei um die Rollen der Artikel 6, 7 und 9. In der Einladung heißt es:

    „Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der NS-Herrschaft wurde Österreich wieder ein souveräner Staat – mit dem am 15. Mai 1955 unterzeichneten Staatsvertrag. Die Zweite Republik verpflichtete sich darin zur Wahrung der Menschenrechte und garantierte die Sicherstellung der Rechte von Minderheiten.

    Mit dem Staatsvertrag assoziiert man in Bezug auf Minderheitenrechte in der Regel den Art. 7, auf den sich die slowenische und die kroatische Minderheit berufen können. Art. 6 geht jedoch über diese spezifischen Gruppen hinaus. Österreich verpflichtet sich damit, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um allen unter österreichischer Staatshoheit lebenden Personen ohne Unterschied von Rasse, Geschlecht, Sprache oder Religion den Genuss der Menschenrechte und der Grundfreiheiten zu gewährleisten. Dies schließt potenziell alle Minderheitengruppen ein, unabhängig von ihrer expliziten Erwähnung. Art. 9 verpflichtet Österreich, Organisationen faschistischen Charakters aufzulösen. Eine zeitgemäße Anwendung lässt sich auf moderne rechtsextreme Parteien und neonazistische Gruppierungen erstrecken, deren Ziel die Errichtung autoritärer Systeme ist.“

    Wir hören in die Veranstaltung hinein und präsentieren interessante Keynotes und spannende Beiträge aus der Podiumsdiskussion.

    Für all diejenigen, die die Veranstaltung oder einzelne Beiträge daraus in Gänze nachhören wollen, ist hier die Quelle dazu verlinkt: freshVibes-Spezial: Ein Staatsvertrag für alle? Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten. https://cba.media/707657

    Vielen Dank an den Kollegen Simon Inou.

    1 hr
  • [encore] The Art of Revolution

    In dieser Sendung vom Februar 2022 geht es um politische Kunst und Musik und die Frage, wie verschiedene Künstler*innen ihre Arbeit als politisches Medium nutzen, nicht zuletzt, um gegen Unterdrückung zu protestieren. In zwei Beiträgen setzen wir uns damit auseinander, was die Künstler*innen zu ihrer Arbeit motiviert, welche Macht Kunst haben kann, welche Herausforderungen ihnen begegnen und was sie sich von ihrer Arbeit erhoffen. Zunächst sprechen wir dazu mit der Social Media Künstlerin Heba aka @fathom_the_road, deren Zeichnungen international auf Missstände aufmerksam machen und die immer wieder in den Accounts von Celebrities, in Magazinen und auf der Straße in verschiedenen Protestbewegungen auftauchen. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit zwei palästinensischen Künstlern in Wien, Asifeh und Firas Shehadeh, deren Musik auch in unserer Sendung zu hören ist. Mit ihnen sprechen wir unter anderem darüber, was für sie Protest mit Musik zu tun hat und wie ihre Herkunft diese beeinflusst. Es handelt sich um eine Wiederholung vom 1. Februar 2022.

    58 min
  • Pro Choice: der Kampf um reproduktive Gerechtigkeit

    Passend zum feministischen Kampftag am 8. März widmen wir uns in dieser Sendung dem Kampf um das Recht auf Abtreibung.

    Wie steht es um das Abtreibungsrecht in Europa – insbesondere in Deutschland und Österreich? Was bedeutet es, wenn Abtreibung zwar straffrei, aber rechtlich immer noch eine Straftat ist? Warum bleibt der Zugang trotz bestehender Regelungen oft erschwert?
    Wir werfen einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen wie die gescheiterte Reform des § 218 in Deutschland und die anhaltenden Herausforderungen in Österreich. Dazu hört ihr ein Interview, das Radio Helsinki bereits 2023 mit Pro Choice Austria geführt hat – ein Gespräch, das leider immer noch brandaktuell ist.

    Pro Choice Austria: https://www.prochoiceaustria.at/

    Weitere Ressourcen:
    https://www.changesforwomen.at/
    https://www.instagram.com/ciociawienia/?hl=de

    1 hr
  • Radikalisierter Konservatismus – was passiert gerade in der österreichischen und deutschen Politik?

    Rechtsradikale in der Regierung und sogar im Kanzleramt. Viele der Reden, die derzeit in Österreich und anderswo gehalten werden, können einem kalte Schauer den Rücken hinunter jagen. Viele der Maßnahmen, die gefordert oder auch umgesetzt werden, bedeuten mehr Leid, mehr Demütigung, mehr Hoffnungslosigkeit für viele Menschen. Diese Maßnahmen werden aber nicht nur von sogenannten rechten Parteien wie der FPÖ oder AfD propagiert, sondern teilweise scheint es, als würden konservative Parteien ihre Forderungen und Versprechen von Rechts abschreiben.

    Über das Phänomen eines solchen „radikalisierten Konservatismus“ hat die Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl ein Buch gleichen Namens geschrieben, in dem sie aufzeigt, wie sich konservative Parteien an rechte Kräfte annähern. An den Beispielen USA/ Trump, der CDU/ CSU in Deutschland und der ÖVP in Österreich sprechen wir mit Natascha Strobl über die Hinwendung konservativer Parteien zu immer radikaleren rechten Inhalten und versuchen nachzuvollziehen, was gerade in der Politik passiert.
    Dabei geht es uns natürlich nicht nur darum, aufzuzeigen, was radikalisierter Konservatismus ist, sondern vor allem auch, wie wir uns wehren können – und auch dafür hat Natascha hilfreiche Strategien.

    1 hr
  • Alle Kraft für was Besseres!

    Liebe Hörerinnen, Aktivist*innen, Freund*innen einer gerechteren Welt – so viel passiert überall und gefühlt ununterbrochen und macht leider meist mehr Sorgen als Hoffnung. Als Radiomacher*innen waren wir Ende 2024 selbst ziemlich erledigt und wollten gleichzeitig Hoffnung geben, aber auch sagen: wenn ihr genauso fertig seid, we see you. Und damit wir nicht alleine resignieren, motivieren, grantln, fordern, Mut machen, haben wir tolle und nette Menschen zum Gespräch gebeten, um sich gegenseitig den Rücken zu stärken, die Händchen zu halten und die Ideen sprudeln zu lassen. Ein wenig zu sudern auch, klar, aber vor allen Dingen zuhören, wie es den anderen geht, was uns umtreibt, was uns wütend macht und was hoffnungsvoll, was wir/ihr/ alle tun können, wo es mehr braucht…Wir sind ohne Plan und mit vielen offenen oder halbfertigen Gedanken an diese Sendung herangegangen und nennen sie einfach mal Group Therapy für Engagierte. Mit dabei waren die lieben und engagierten, coolen Menschen Mahriah, Sabine und Sali <3 Und eins verraten wir vorweg: Am Ende ging es uns allen besser. Und mit dieser Energie wollen wir in 2025 starten.

    1 hr 2 min
  • [encore] Alle Zeit

    Wer kennt es nicht, das Gefühl, nie genug Zeit zu haben, die Zeit festhalten zu wollen, besser managen zu müssen, um nach der Arbeit und vor dem Einkauf noch kurz in Fitnessstudio zu können, wo wir nur noch schnell den einen Artikel parallel lesen, den wir dann morgen für das Meeting brauchen, nachdem die Kinder zur Schule gebracht sind… Wem die eigenen To-Do-Listen über den Kopf hinaus wachsen, der bekommt leicht das Gefühl, mit der eigenen Zeit irgendwas falsch zu machen, irgendwie besser damit umgehen zu müssen, immerhin schaffen die anderen das ja auch -oder? Dabei ist Zeitmangel kein individuelles Gefühl, sondern etwas Strukturelles, das unserer Gesellschaftsordnung zugrunde liegt. In ihrem Buch „Alle Zeit – Eine Frage von Macht und Freiheit“ diskutiert die Journalistin Theresa Bücker, warum Zeit ungerecht verteilt ist und macht Vorschläge, wie eine neue und gerechtere Zeitkultur aussehen könnte.

    Anhand ihrer Analysen und Vorschläge diskutieren wir in dieser Sendung über Arbeit, Care, Macht und Verteilung und das, was uns alle darin verbindet: Zeit.

    1 hr

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