Einer unserer persönlichen Lieblings-DJs und Produzenten gibt den Auftakt zum neuen DoubleD-Town.de Podcast. Niemand geringer als Kunststoff:Breakz-Häuptling und Beat-Alchemist Cuthead startet diese Mix-Serie, die in regelmäßigen Abständen ungewöhnliche Sets diverser Dresdner Artist fast aller elektronischer zu Gehör bringen wird. Momentan beeindruckt Cuthead nicht nur durch sein hohes Output sondern vor allem durch die Qualität seiner Veröffentlichungen, die zudem ein breites musikalisches Spektrum widerspiegeln. So veröffentlichte er vergangen Monat sein bereits zweites Solo-Album "City Slicker" und ist zudem auf dem im September erscheinenden Label-Debüt von Uncanny Valley vertreten. Genauso vielfältig und genreübergreifend wie seine Produktionen, ist auch die Selection des DoubleD-Town.de Podcasts 01 und reicht von Klassikern, über Raritäten bis hin zu aktuellen Releases in verschieden Geschwindigkeiten.
An welchen musikalischen Projekten arbeitest du zur Zeit?
Nachdem ich in der letzten Zeit am Album gearbeitet habe und daher Altes immer wieder aufgekocht habe, habe ich im Moment eher Lust auf Einzeltracks und Skizzen ohne großen Albumrahmen. Viel rumspielen und schauen was bei rauskommt, vielleicht auch neue Geräte.
Du hast kürzlich dein zweites Album fertig gestellt. War es eine schwere Geburt?
Naja, es nervt halt immer das im Hinterkopf zu haben und man kann seiner Kreativität dennoch nicht auf die Sprünge helfen. Somit heißt es warten/ probieren bis genug Hörenswertes zusammen gekommen ist. Nachdem genug "Grundtracks" mit immer so um die 1.30 min fertig waren, gings an arrangieren und den Feinschliff. Das ist der weniger schöne Teil der Arbeit, kaum kreativ und immer wieder den gleichen Kram hören. Allerdings habe ich das Arrangement bei City Slicker meist eher einfach gehalten und nicht mehr so viel Effekt-Gefummel und Ähnliches eingefügt. Ich denke, dass es das Gesamtstück oder die Grundidee auch eher weniger voran bringt. Heute bin ich der Ansicht, dass ich lieber mehr neue Skizzen mache, anstatt mittelmäßige Tracks noch aufzupolieren.
Wie und wo ist der Mix eigentlich entstanden und aufgenommen worden?
Obwohl es jetzt wahrscheinlich Ärger mit den analog Housern gibt, muss ich gestehen, dass ich den Mix in Ermangelung meiner Plattenspieler und genügend aktuellem Vinyl zuhause mit Traktor aufgenommen habe.
Gibt es eine spezielle Idee hinter dem Mix? Wenn ja, welche?
DJ Koze hat mal in nem Interview gesagt, dass er der Ansicht ist eine klare Unterscheidung zwischen Clubmix und Podcast etc. zu machen. Ich wollte ein möglichst breites Spektrum mit meiner Lieblingsmusik schaffen, dass nicht unbedingt ins Tanzbein gehen oder mit 2 Minuten Übergängen gemixt sein muss. Klassiker, Rares, Aktuelles in verschieden Geschwindigkeiten. Besonders auch mal das unbekanntere 70s Zeug und Librarymusic mit einzubauen war mir wichtig und ist ja im Club nur schwer möglich. Viele der alten Stücke sind megafett und weitgehend unbekannt, wäre schön wenn einige Leute durch den Mix etwas davon kennenlernen.
Und was steht als nächstes bei dir an?
Mit dem Uncanny Valley Label gehts gerade voll los und ich werde immer mehr von dem Elan der Organisatoren angesteckt. Respekt Jungs! Auf der ersten Platte wird ein Stück von mir vertreten sein und vielleicht gibt es in Zukunft noch mehr. Auch habe ich in den letzten Monaten den Eindruck, dass sich die Dresdener Kräfte bündeln und hier in Zukunft einiges voran geht. Es ist eine echt gute Gemeinschaft entstanden, mal sehen was die Zukunft bringt.
Text & Interview: Thamash Kestawitz
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