Real Experts - Transformation in Unternehmen

Real Experts - Transformation in Unternehmen

By Christoph RauhutBusinessTechnologyManagement
Download on the App Store

Real Experts - Transformation in Unternehmen episodes

  • #17 Operating Model im Wandel bei der EAO AG | Ralph Hecht
    In dieser Folge spreche ich mit Ralph Hecht, CIO der EAO AG, darüber, wie ein international gewachsener Mittelständler sein Operating Model grundlegend weiterentwickelt und warum eine solche Transformation weit über ein klassisches IT- oder ERP-Projekt hinausgeht.

    EAO ist ein Schweizer Industrieunternehmen mit rund 600 Mitarbeitenden und internationalen Produktions- und Vertriebsstandorten. Über viele Jahre ist das Unternehmen dezentral gewachsen. Die einzelnen Gesellschaften hatten große Freiheitsgrade, Prozesse entwickelten sich unterschiedlich und gleichzeitig entstand eine enorme Variantenvielfalt bei Produkten und kundenspezifischen Lösungen.

    Genau diese gewachsene Komplexität steht heute im Mittelpunkt der Transformation.

    EAO hat sein Operating Model neu definiert und richtet darauf aufbauend Prozesse, Organisation und IT neu aus. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Zentralisierung der europäischen Logistik am Standort Auerbach im Vogtland. Dort entsteht unter anderem ein automatisiertes Kleinteilelager. Gleichzeitig werden Teile der Produktion aus der Schweiz nach Deutschland verlagert.

    Im Podcast sprechen wir darüber, wie eine solche Veränderung geplant und umgesetzt wird und welche Rolle die IT dabei übernimmt. Ralph macht deutlich, dass die klassische Rollenverteilung „Business definiert, IT führt aus“ für eine Transformation dieser Größenordnung nicht funktioniert. Stattdessen müssen Business, IT, Geschäftsleitung und weitere Stakeholder gemeinsam gestalten.

    Ein zentraler Punkt ist dabei die Weiterentwicklung der bestehenden ERP-Landschaft. EAO setzt weiterhin auf Oracle und erweitert die vorhandene Plattform unter anderem um Warehouse Management und neue Logistikprozesse. Gleichzeitig müssen Transportdienstleister, Zollabwicklung, Tracking, Produktionssysteme, mobile Geräte und Infrastruktur integriert werden.

    Besonders spannend ist die Frage, wie sich gewachsene Komplexität reduzieren lässt. EAO unterscheidet künftig klarer zwischen Standardgeschäft und kundenspezifischem Projektgeschäft. Ziel ist es, Prozesse dort zu standardisieren und zu automatisieren, wo dies sinnvoll ist und gleichzeitig die Kundennähe und Flexibilität des Unternehmens zu erhalten.

    Wir sprechen außerdem darüber, wie man eine solche Transformation im laufenden Betrieb umsetzt. Neue Prozesse müssen entwickelt, getestet und schrittweise eingeführt werden, ohne bestehende Abläufe zu gefährden. Gleichzeitig steigen mit stärker automatisierten und zentralisierten Prozessen die Anforderungen an Verfügbarkeit, Business Continuity und IT-Security.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist das Change Management. Die Transformation verändert nicht nur Systeme und Prozesse, sondern auch Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsweisen. EAO hat deshalb Organisationsentwicklung und Kommunikation als eigenen Bestandteil des Transformationsprogramms etabliert und informiert Mitarbeitende kontinuierlich über Veränderungen, Hintergründe und nächste Schritte.Für Ralph gehören vor allem zwei Dinge zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren: Transformation muss gemeinsam gestaltet werden und sie benötigt ein klares Commitment von Geschäftsleitung, Eigentümern, Projektteams und Mitarbeitenden.

    Eine Folge über ein reales Transformationsprojekt im Mittelstand, über Operating Models, Prozessharmonisierung, ERP, Automatisierung, Change Management und die Frage, wie Unternehmen gewachsene Strukturen zukunftsfähig weiterentwickeln.

    ✨ Key Takeaways

    🧩 Ein neues Operating Model schafft Orientierung
    Wer Prozesse, Organisation und IT verändern möchte, braucht ein gemeinsames Zielbild. Das Operating Model bildet dafür den Rahmen.

    ⚙️ Komplexität muss gezielt reduziert werden
    Gewachsene Prozesse und zahlreiche Ausnahmen erschweren Skalierung und Automatisierung. Eine klarere Trennung unterschiedlicher Geschäftsmodelle kann Prozesse erheblich vereinfachen.

    🤝 Transformation ist kein IT-Projekt
    Business definiert und IT setzt um – dieses klassische Rollenbild reicht nicht aus. Business und IT müssen gemeinsam Prozesse und Lösungen gestalten.

    🏭 Standardisierung und Kundennähe müssen kein Widerspruch sein
    EAO will zentrale und effiziente Prozesse schaffen, ohne die Kundennähe und Flexibilität zu verlieren, die das Unternehmen auszeichnen.

    💻 ERP ist ein wichtiger Enabler – aber nicht die Transformation selbst
    ERP, Warehouse Management, Logistiksysteme und Infrastruktur unterstützen das neue Operating Model. Entscheidend ist jedoch zuerst die Frage, wie das Unternehmen zukünftig arbeiten möchte.

    🔄 Transformation findet im laufenden Betrieb statt
    Neue Prozesse müssen implementiert und getestet werden, während das bestehende Geschäft weiterläuft. Das macht Planung, Risikomanagement und schrittweises Vorgehen besonders wichtig.

    💬 Change und Kommunikation gehören von Anfang an dazu
    Organisatorische Veränderungen erzeugen Fragen und Unsicherheit. Regelmäßige und transparente Kommunikation ist deshalb ein zentraler Bestandteil der Transformation.

    🎯 Commitment entscheidet über den Erfolg
    Große Transformationen brauchen langfristige Unterstützung – von der Geschäftsleitung und den Eigentümern bis zu den Mitarbeitenden.

    🎧 Warum solltest du reinhören?Diese Folge ist besonders spannend für CIOs, IT-Leiter, Geschäftsführer und Transformationsverantwortliche in mittelständischen Unternehmen, die vor der Frage stehen, wie gewachsene Strukturen, Prozesse und IT-Landschaften modernisiert werden können.

    Ralph gibt einen sehr konkreten Einblick in eine Transformation, die gerade tatsächlich umgesetzt wird: Wie entwickelt man ein neues Operating Model? Wie reduziert man Komplexität? Welche Rolle spielt das ERP? Wie bringt man Business und IT zusammen? Und wie nimmt man die Organisation auf diesem Weg mit?

    Die zentrale Botschaft der Folge: Eine erfolgreiche Transformation beginnt nicht mit einem neuen IT-System. Sie beginnt mit einem klaren Bild davon, wie das Unternehmen zukünftig arbeiten soll und mit der Bereitschaft, dieses Ziel gemeinsam umzusetzen.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/
    46 min
  • #16 KI im Unternehmen wirksam skalieren | Ronny Stamm
    In dieser Folge spreche ich mit Ronny Stamm, Leiter Informationsmanagement und CIO der GASAG-Gruppe, darüber, wie etablierte Unternehmen Künstliche Intelligenz aus der Experimentierphase in echte Wirkung bringen können – und warum dafür Technologie allein nicht ausreicht.

    Ronny bringt dafür eine sehr praxisnahe Perspektive mit. Seit vielen Jahren verantwortet er bei der GASAG-Gruppe IT-strategische Fragestellungen, Architektur, Betriebsführung und Umsetzungsthemen. Das Unternehmen ist bereits seit längerer Zeit stark cloudbasiert aufgestellt und beschäftigt sich frühzeitig mit den Möglichkeiten von KI.

    Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, warum viele Unternehmen zwar inzwischen zahlreiche KI-Ideen, Use Cases und erste Anwendungen haben, der Schritt in die breite, nachhaltige Nutzung aber deutlich schwieriger ist. Ronny macht klar: Identifizierte Use Cases sind noch keine realisierte Wirkung. Der Weg von der Idee zur Umsetzung, zur tatsächlichen Nutzung und zu einem tragfähigen Business Case ist eine eigene Herausforderung.

    Wir sprechen darüber, warum Geschwindigkeit zu einer der größten Hürden geworden ist. Die technologische Entwicklung rund um KI verändert sich enorm schnell. Neue Modelle, neue Plattformen, neue Möglichkeiten und neue Anwendungsfelder entstehen in immer kürzeren Abständen. Für etablierte Organisationen stellt sich damit die Frage, ob Menschen, Teams und Strukturen überhaupt schnell genug lernen und sich anpassen können, um diese Möglichkeiten produktiv zu nutzen.

    Ein zentraler Punkt ist dabei das Zusammenspiel von IT und Fachbereichen. Ronny beschreibt sehr deutlich, warum es nicht reicht, einfach KI-Tools bereitzustellen und darauf zu hoffen, dass die Organisation den Rest schon alleine schafft. Für erfolgreiche KI-Anwendungen braucht es Menschen, die das Geschäft verstehen, die jeweiligen Prozesse kennen und gleichzeitig genug technologische Kompetenz mitbringen, um aus Ideen funktionierende Lösungen zu entwickeln.

    Genau diese Kombination aus Domainwissen, Prozessverständnis und Technologie wird zum entscheidenden Engpass. Nicht jeder Mitarbeitende kann kurzfristig zum KI-Experten werden. Gleichzeitig reichen einzelne Expertenteams nicht aus, wenn die Nachfrage aus der Organisation stark steigt. Daraus entsteht die Frage, welches Operating Model Unternehmen brauchen, um KI wirklich wirksam zu skalieren.

    Wir sprechen außerdem darüber, wie sich die Zusammenarbeit zwischen zentraler IT und dezentralen Business-ITs verändert. Welche Kompetenzen müssen zentral aufgebaut werden? Welche Verantwortung bleibt in den Fachbereichen? Wann braucht es crossfunktionale Teams? Und wie verhindert man, dass aus vielen Einzelinitiativen ein unübersichtlicher Wildwuchs entsteht?

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Governance. Ronny vergleicht den künftigen Umgang mit KI-Agenten mit klassischen Softwareauswahlprozessen. Auch ein Agent ist am Ende eine Lösung, die Kosten verursacht, Daten nutzt, Auswirkungen auf Prozesse hat und rechtliche sowie betriebswirtschaftliche Risiken mit sich bringen kann. Deshalb braucht es klare Prüfprozesse, Datenqualität, Verantwortlichkeiten und Transparenz darüber, welche KI-Lösungen im Unternehmen eingesetzt werden dürfen.

    Besonders spannend ist auch der Blick auf die Wirtschaftlichkeit von KI. Ronny macht deutlich, dass KI nicht automatisch Kosten spart. Gerade bei agentischen Anwendungen entstehen neue Kostenlogiken, etwa durch Modellnutzung, Datenabfragen, Iterationen und Tokenverbrauch. Unternehmen müssen daher lernen, Business Cases für KI anders zu bewerten und frühzeitig zu prüfen, wann eine Anwendung wirklich sinnvoll ist.

    Zum Schluss sprechen wir über die Rolle des CIO in dieser Entwicklung. Für Ronny ist klar: KI ist keine reine IT-Aufgabe, aber der CIO kommt an diesem Thema nicht vorbei. Er oder sie muss Orientierung geben, Governance schaffen, technologische Entwicklungen einordnen und gemeinsam mit Vorstand, Management und Fachbereichen den passenden Weg für das eigene Unternehmen entwickeln.

    Eine Folge über KI jenseits des Hypes. Über Use Cases, Skalierung, Datenqualität, Governance, Wirtschaftlichkeit, Operating Models und die Frage, wie Unternehmen trotz hoher Geschwindigkeit die richtigen Entscheidungen treffen.

    ✨ Key Takeaways

    🚀 Identifizierte Use Cases sind noch keine Wirkung
    Viele Unternehmen haben inzwischen zahlreiche KI-Ideen gesammelt. Entscheidend ist aber, welche davon wirklich umgesetzt, genutzt und wirtschaftlich wirksam werden.

    ⚡ Geschwindigkeit wird zur größten Herausforderung
    KI entwickelt sich in enormem Tempo. Für etablierte Organisationen ist nicht nur die Technologie anspruchsvoll, sondern vor allem die Fähigkeit, schnell genug zu lernen, zu priorisieren und umzusetzen.

    🧠 KI braucht mehr als technologische Kompetenz
    Erfolgreiche KI-Anwendungen entstehen dort, wo Prozessverständnis, Domainwissen und technologische Fähigkeiten zusammenkommen. Genau diese Kombination wird zum Engpass.

    🤝 IT und Fachbereiche müssen enger zusammenarbeiten
    KI lässt sich nicht dauerhaft in einer klassischen Trennung von Anforderung und Umsetzung skalieren. Die Zusammenarbeit zwischen IT, Business-IT und Fachbereichen muss neu gedacht werden.

    🧩 Skalierung braucht ein Operating Model
    Einzelne Projekte und Leuchttürme reichen nicht aus. Unternehmen brauchen klare Strukturen, Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege, um KI nachhaltig in die Fläche zu bringen.

    🔐 Governance ist kein Bremsklotz, sondern Voraussetzung
    KI-Agenten benötigen ähnliche Prüf- und Auswahlprozesse wie klassische Software. Es geht um Daten, Berechtigungen, Kosten, rechtliche Rahmenbedingungen und die Sicherheit des Unternehmens.

    💸 KI spart nicht automatisch Kosten
    Gerade bei agentischen Anwendungen entstehen neue Kostenlogiken. Tokenverbrauch, Modellnutzung und Prozessautomatisierung müssen betriebswirtschaftlich verstanden und gesteuert werden.

    🧭 Der CIO bleibt zentraler Orientierungsgeber
    KI ist eine Unternehmensaufgabe, aber der CIO spielt eine entscheidende Rolle: als Einordner, Sparringspartner, Governance-Verantwortlicher und Brückenbauer zwischen Technologie, Management und Fachbereichen.

    🎧 Warum solltest du reinhören?Diese Folge ist für alle spannend, die verstehen wollen, wie Künstliche Intelligenz in etablierten Unternehmen wirklich wirksam werden kann. Besonders relevant ist sie für CIOs, IT-Leiter, Digitalverantwortliche, Führungskräfte und Transformationsverantwortliche, die KI nicht nur testen, sondern nachhaltig in Organisation und Prozesse bringen wollen.

    Ronny gibt einen sehr konkreten Einblick in die Herausforderungen, die nach den ersten Experimenten entstehen: Wie kommt man von vielen Ideen zu echter Umsetzung? Wie priorisiert man Use Cases? Wie organisiert man die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen? Wie baut man Kompetenzen auf, ohne die Organisation zu überfordern? Und wie schafft man Governance, ohne die notwendige Dynamik abzuwürgen?

    Besonders wertvoll ist der Blick auf die Frage, warum KI-Skalierung keine reine Technologiefrage ist. Die Folge zeigt, dass Unternehmen nicht nur Tools brauchen, sondern ein klares Operating Model, gute Daten, wirtschaftliches Denken, klare Verantwortung und die Fähigkeit, technologische Möglichkeiten in konkrete Fachbereichsprozesse zu übersetzen.

    Die zentrale Botschaft der Folge lautet: KI wird nicht dadurch wirksam, dass man möglichst viele Use Cases sammelt oder neue Tools bereitstellt. Wirkung entsteht erst, wenn Unternehmen die organisatorischen, fachlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, um KI kontrolliert, verantwortungsvoll und mit echtem Nutzen zu skalieren.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/
    47 min
  • #15 IT im Umbruch: Fähigkeitenwandel statt Fachkräftemangel | Achim Zimmermann
    In dieser Folge spreche ich mit Achim Zimmermann darüber, warum der viel diskutierte Fachkräftemangel in der IT möglicherweise gar nicht das eigentliche Problem ist. Achims These: Es fehlt nicht nur an Menschen. Es verändert sich vor allem, welche Fähigkeiten Unternehmen heute wirklich brauchen.

    Achim bringt dafür eine besondere Perspektive mit. Er ist seit fast 30 Jahren in der IT unterwegs und hat den Wandel der Branche aus vielen Rollen erlebt: Beratung, Vertrieb, Presales, Management, Systemhäuser, Beratungshäuser und Industrie. Heute ist er als Group-CIO tätig und beschäftigt sich unter anderem mit großen Transformationsvorhaben wie S/4HANA. Er kennt also sowohl den Maschinenraum der IT als auch die strategische Ebene.

    Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, was gerade mit der IT passiert. KI, Automatisierung, wirtschaftlicher Druck, steigende Erwartungen aus dem Business und neue Anforderungen an Security und Governance verändern die Rolle der IT massiv. Unternehmen suchen heute nicht mehr nur Menschen, die Systeme betreiben oder einzelne Technologien beherrschen. Sie suchen Menschen, die Technologie verstehen, Prozesse einordnen, mit dem Business sprechen, Veränderung begleiten und daraus echten Mehrwert für das Unternehmen schaffen können.

    Achim beschreibt diesen Wandel sehr klar als Fähigkeitenwandel. Zwar sprechen viele Unternehmen weiterhin von Fachkräftemangel, gleichzeitig verändern sich aber die gesuchten Profile. Klassische Technologielisten reichen nicht mehr aus. Gefragt sind heute Übersetzerinnen und Übersetzer zwischen Vorstand, Fachbereich und IT-Maschinenraum. Menschen, die verstehen, was Technologie für das Geschäft bedeutet und gleichzeitig der Technik erklären können, was das Business wirklich braucht.

    Ein zentrales Thema der Folge ist die neue Erwartung an IT-Führung. Viele Unternehmen suchen heute fast die „eierlegende Wollmilchsau“: technisch exzellent, strategisch denkend, führungsstark, businessnah, transformationssicher, securitybewusst und verhandlungssicher gegenüber Dienstleistern. Achim macht deutlich: Diese eine Person gibt es nicht. Moderne IT-Führung bedeutet deshalb nicht, alles selbst zu können, sondern ein Team so aufzustellen, dass es gemeinsam die notwendigen Fähigkeiten abdeckt.

    Wir sprechen außerdem darüber, warum IT in vielen Unternehmen noch immer widersprüchlich behandelt wird. Einerseits soll sie Business Value liefern, Innovation ermöglichen und neue Technologien nutzbar machen. Andererseits wird sie häufig weiterhin als Kostenstelle gemessen, berichtet an den CFO und wird erst eingebunden, wenn strategische Entscheidungen längst getroffen sind. Achim bringt es auf den Punkt: Wenn IT erst gefragt wird, wenn die Strategie beschlossen ist, bleibt sie Kostenstelle. Wenn sie früh am Tisch sitzt, kann sie zum Werthebel werden.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist KI. Achim sieht KI nicht als Technologie, die aktuell ganze Rollen vollständig ersetzt. Vielmehr verschiebt KI den Wert innerhalb von Rollen. Repetitive Wissensarbeit, Standard-Coding, einfacher Support oder Reporting geraten stärker unter Druck. Gleichzeitig werden Architektur, Orchestrierung, Domänenwissen, Urteilsvermögen, Datenkompetenz und Prozessverständnis deutlich wichtiger.

    Besonders spannend ist der Blick auf Berufseinsteiger und erfahrene ITler. Wenn KI immer mehr Einstiegsaufgaben übernimmt, stellt sich die Frage, wo junge Menschen künftig die ersten wichtigen Erfahrungsstunden sammeln sollen. Achim warnt davor, den Junior-Einstieg wegzurationalisieren. Denn wer heute keine Juniors mehr entwickelt, hat in zehn Jahren keine Seniors mehr. Gleichzeitig sieht er bei erfahrenen IT-Mitarbeitenden einen enormen Wert: Ihr implizites Wissen über Systeme, Schnittstellen, Workarounds und gewachsene Strukturen kann mit KI sichtbar und nutzbar gemacht werden.

    Wir sprechen auch über Shadow AI. Während Vorstände noch über KI-Strategien diskutieren, nutzen Mitarbeitende längst öffentliche Chatbots, um ihre Arbeit schneller zu erledigen. Achim beschreibt Shadow AI als eine der ehrlichsten Bedarfsanalysen, die ein Unternehmen bekommen kann. Denn sie zeigt sehr klar, wo Prozesse zu langsam sind, offizielle Werkzeuge nicht ausreichen oder Mitarbeitende pragmatische Lösungen suchen. Gleichzeitig entstehen dadurch echte Risiken: Firmendaten, Kundendaten oder Quellcode können in öffentliche Tools gelangen. Genau deshalb braucht es Governance, Security, klare Leitplanken und gleichzeitig praktikable Angebote für die Mitarbeitenden.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Rolle von Security und Resilienz. KI ist nicht nur Werkzeug, sondern auch neue Angriffsfläche. Gleichzeitig kann KI helfen, Angriffe schneller zu erkennen, Risiken besser einzuordnen und Sicherheitsprozesse zu unterstützen. Für IT-Führungskräfte bedeutet das: Sie müssen Innovation ermöglichen, ohne Sicherheit, Datenschutz und regulatorische Anforderungen aus dem Blick zu verlieren.Zum Abschluss gibt Achim drei klare Empfehlungen für die nächsten zwei Jahre: CIOs sollten nicht um das nächste glänzende Tool kämpfen, sondern um eine saubere Datengrundlage und ihren Platz am Strategietisch. IT-Führungskräfte sollten in Übersetzungs- und Change-Fähigkeit investieren – bei sich selbst und in ihren Teams. Und IT-Mitarbeitende sollten KI-souverän statt KI-ängstlich werden, Domänenwissen aufbauen und ihren eigenen Wert sichtbarer machen.

    ✨ Key Takeaways

    🧭 Fachkräftemangel ist nicht die ganze Wahrheit
    Achim beschreibt den aktuellen IT-Markt weniger als reines Mengenproblem, sondern als Passungsproblem. Unternehmen suchen weiterhin IT-Kompetenz, aber die geforderten Fähigkeiten verändern sich massiv.

    🔄 Die IT erlebt einen Fähigkeitenwandel
    Klassisches Tool- und Technologiewissen reicht nicht mehr aus. Wichtiger werden Prozessverständnis, Domänenwissen, Urteilsvermögen, Lernfähigkeit, Kommunikation und die Fähigkeit, Technologie in geschäftliche Wirkung zu übersetzen.

    🗣️ Übersetzung wird zur Schlüsselkompetenz
    Moderne IT-Führung muss zwischen Vorstand, Fachbereichen und Technik vermitteln. Es geht darum, dem Management zu erklären, was Technologie für das Geschäft bedeutet, und der IT zu erklären, was das Business wirklich braucht.

    ♟️ CIOs müssen um Daten und ihren Platz am Tisch kämpfen
    Achims Rat an CIOs: Kämpfe um zwei Dinge – um deine Datengrundlage und um deinen Platz am Strategietisch. Nicht um das nächste glänzende Tool. Tools wechseln alle sechs Monate. Saubere Daten und ein Platz am Tisch bleiben.

    🎯 IT-Führungskräfte müssen Teams weiterentwickeln
    Achims Rat an IT-Führungskräfte: Investiere in Übersetzungs- und Change-Fähigkeit – bei dir selbst und bei deinen Leuten. Entwickle dein Team weiter, bevor der Markt das für dich erledigt. Das ist billiger. Und es ist anständiger.

    🥇 IT-Mitarbeitende sollten KI-souverän werden
    Achims Rat an IT-Mitarbeitende: Werde KI-souverän statt KI-ängstlich. Baue Domänenwissen auf, denn genau das ist dein Burggraben. Und mache deinen Wert sichtbar – bescheiden sein kannst du im Gehaltsgespräch immer noch.

    🤖 KI ersetzt nicht einfach ganze Rollen
    KI verändert vor allem den Wert innerhalb bestehender Rollen. Repetitive Wissensarbeit gerät stärker unter Druck, während Architektur, Orchestrierung, Datenkompetenz, Domänenverständnis und kritisches Prüfen wichtiger werden.

    👥 Ohne Juniors keine Seniors
    Wenn Unternehmen Einstiegsaufgaben durch KI ersetzen, entsteht langfristig ein strukturelles Risiko. Denn Berufseinsteiger brauchen praktische Erfahrung, um zu Senior-Expertinnen und -Experten heranzuwachsen.

    🧠 Erfahrung plus KI wird zum Hebel
    Erfahrene ITler kennen Systeme, Schnittstellen, Altlasten und Workarounds oft besser als jede Dokumentation. Die Aufgabe ist nicht, dieses Wissen zu ersetzen, sondern es mit KI sichtbar und nutzbar zu machen.

    ⚠️ Shadow AI ist Realität
    Mitarbeitende nutzen KI längst im Arbeitsalltag, oft bevor offizielle Strategien, Tools oder Governance-Strukturen vorhanden sind. Das zeigt echte Bedarfe, bringt aber auch Risiken für Datenschutz, Security und Compliance mit sich.

    🔐 Security und Resilienz gehören ins Zentrum
    KI ist nicht nur Produktivitätshebel, sondern auch Angriffsfläche. IT-Führung muss deshalb Innovation ermöglichen und gleichzeitig Sicherheit, regulatorische Anforderungen und Resilienz im Blick behalten.

    🎧 Warum solltest du reinhören?

    Diese Folge ist spannend für alle, die verstehen wollen, wie sich die Rolle der IT gerade verändert. Besonders relevant ist sie für CIOs, IT-Leiter, IT-Führungskräfte, Digitalverantwortliche, Transformationsverantwortliche und Menschen, die selbst in der IT arbeiten und sich fragen, welche Fähigkeiten künftig wirklich zählen.

    Achim Zimmermann ordnet den aktuellen Umbruch sehr klar ein. Es geht nicht nur um KI, nicht nur um Fachkräftemangel und nicht nur um neue Tools. Es geht um die grundlegende Frage, welchen Wert IT künftig im Unternehmen stiftet und welche Fähigkeiten dafür notwendig sind.

    Besonders wertvoll ist die Folge, weil sie beide Seiten beleuchtet: die Erwartungen der Unternehmen an IT und die Realität der Menschen, die diese Erwartungen erfüllen sollen. Viele Unternehmen wünschen sich Business Value, Innovation, Automatisierung, Security, Governance und Veränderungsfähigkeit. Gleichzeitig stehen IT-Teams unter hohem Druck, müssen bestehende Systeme betreiben, neue Technologien bewerten und sich selbst weiterentwickeln.

    Wir sprechen darüber, warum die IT nur dann zum echten Werthebel wird, wenn sie früh in strategische Entscheidungen eingebunden ist. Wer IT nur an Ticketzeiten, Verfügbarkeit und Kosten misst, darf sich nicht wundern, wenn sie auch nur als Kostenstelle wirkt. Wer sie dagegen mit an den Strategietisch holt, schafft die Voraussetzung dafür, dass Technologie wirklich zur Weiterentwicklung des Geschäfts beitragen kann.

    Die Folge zeigt außerdem, warum KI nicht einfach alle Probleme löst. Ohne saubere Daten, klare Prozesse, Governance, Security und ein gutes Verständnis für die eigenen Geschäftsprozesse bleibt KI oft an der Oberfläche. Gleichzeitig kann KI enorme Wirkung entfalten, wenn sie mit Erfahrung, Domänenwissen und kluger Führung verbunden wird.

    Die zentrale Botschaft der Folge lautet: Der Umbruch in der IT ist real, aber er ist kein Schicksal. Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende können ihn aktiv gestalten – wenn sie bereit sind, Fähigkeiten neu zu denken, Wissen sichtbar zu machen und Technologie nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel für echte Wirkung zu verstehen.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/
    45 min
  • #14 KI als Innovationshebel in der öffentlichen Verwaltung | Thomas Bönig
    In dieser Folge spreche ich mit Thomas Bönig, CIO und CDO der Landeshauptstadt Stuttgart, darüber, wie Künstliche Intelligenz in einer öffentlichen Einrichtung nicht nur als neues Tool, sondern als strategischer Innovationshebel gedacht und eingeführt werden kann.

    Thomas bringt dafür eine besondere Perspektive mit. Er ist studierter Informatiker, war viele Jahre in der Privatwirtschaft tätig und arbeitet seit über 20 Jahren im öffentlichen Sektor. Vor seiner Rolle in Stuttgart war er bereits in München und Karlsruhe tätig. Heute verantwortet er als Amtsleiter die städtische IT und Digitalisierung der Landeshauptstadt Stuttgart und treibt dort eine der spannendsten KI-Initiativen im öffentlichen Bereich voran.

    Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, warum KI für eine Stadt wie Stuttgart weit mehr ist als ein technologischer Trend. Thomas macht deutlich, dass öffentliche Einrichtungen vor enormen Herausforderungen stehen: Fachkräftemangel, steigende Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger, wirtschaftlicher Druck, komplexe gesetzliche Vorgaben und eine Gesellschaft, die digitale Services längst aus anderen Lebensbereichen gewohnt ist. Verwaltung muss aus seiner Sicht auf Augenhöhe mit dieser Entwicklung bleiben, wenn sie handlungsfähig und akzeptiert bleiben will.

    Wir sprechen darüber, warum es nicht ausreicht, einfach ein Tool wie ChatGPT oder Copilot freizuschalten. Gerade in einer öffentlichen Einrichtung spielen Datenschutz, IT-Sicherheit, Rechtssicherheit und die Einbindung der Personalvertretung eine zentrale Rolle. Gleichzeitig wollte Stuttgart KI nicht nur für wenige Expertinnen und Experten verfügbar machen, sondern für möglichst viele Mitarbeitende. Daraus entstand der Anspruch, eine Oberfläche zu schaffen, die so einfach nutzbar ist wie eine Google-Suche.

    Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist ChatStar, der eigene KI-Assistent der Stadt Stuttgart. Mitarbeitende erhalten nach einer Schulung nach EU AI Act Zugriff auf das System und können damit zum Beispiel Texte zusammenfassen, Entwürfe erstellen, Beschlussvorlagen auswerten, Presseanfragen vorbereiten, rechtliche Fragestellungen strukturieren oder Verwaltungsdokumente analysieren. Besonders spannend ist, dass ChatStar bereits nach kurzer Zeit von mehreren tausend Mitarbeitenden genutzt wurde und viele Anwendungsfälle direkt aus der Organisation heraus entstanden sind.

    Thomas beschreibt sehr offen, dass die Stadt dabei bewusst nicht versucht, den großen KI-Tools am Markt Konkurrenz zu machen. Stattdessen geht es darum, KI in einem kontrollierten, verständlichen und sicheren Rahmen für die eigene Organisation nutzbar zu machen. Der Fokus liegt nicht auf technischer Spielerei, sondern auf konkreter Wirkung: Mitarbeitende entlasten, Prozesse beschleunigen, Qualität verbessern und die Verwaltung insgesamt leistungsfähiger machen.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die mehrstufige KI-Strategie der Stadt Stuttgart. Nach dem Einstieg über ChatStar soll im nächsten Schritt eine sogenannte Amts-KI entstehen. Dabei werden ämterspezifische Datenbestände eingebunden, sodass unterschiedliche Fachbereiche wie Bauamt, Jugendamt, Sozialamt oder Rechtsamt mit jeweils relevanten Informationen arbeiten können. Darauf aufbauend sollen perspektivisch KI-Agenten einfache Routineaufgaben vorbereiten und automatisieren, ohne dass die Entscheidungshoheit an die KI übergeht.Besonders wichtig ist Thomas dabei der Grundsatz „Human in the Loop“. KI darf Daten analysieren, Anträge vorprüfen, Informationen aufbereiten und Entscheidungen vorbereiten. Die Entscheidung selbst bleibt aber beim Menschen. Damit verbindet Stuttgart technologische Innovation mit einem klaren Verantwortungsverständnis und einer Governance, die den Anforderungen einer öffentlichen Einrichtung gerecht wird.

    Wir sprechen außerdem darüber, wie sich Arbeit durch KI verändern wird. Thomas geht davon aus, dass sich Berufsbilder, Aufgabenprofile und Anforderungen deutlich verschieben werden. Es wird weniger darum gehen, repetitive Tätigkeiten manuell auszuführen, und stärker darum, KI-Ergebnisse zu prüfen, Datenqualität sicherzustellen, analytisch zu arbeiten und neue digitale Kompetenzen aufzubauen. Gleichzeitig sieht er KI nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als Ergänzung, die helfen kann, Produktivität zu steigern und gesellschaftliche Herausforderungen wie den Fachkräftemangel besser zu bewältigen.

    Zum Abschluss gibt Thomas eine klare Empfehlung an andere Organisationen: Angst ist der schlechteste Ratgeber. Wer KI nur abwehrt oder blockiert, wird den Wandel nicht aufhalten. Entscheidend ist, offen zu bleiben, auszuprobieren, zu lernen, auch einmal Vorhaben abzubrechen und sich an denen zu orientieren, die darüber sprechen, wie es gehen kann.

    ✨ Key Takeaways🚀 KI ist mehr als ein Tool
    Stuttgart versteht Künstliche Intelligenz nicht als einzelne Anwendung, sondern als strategischen Hebel, um die eigene Organisation leistungsfähiger, schneller und zukunftsfähiger zu machen.

    🏛️ Innovation funktioniert auch im öffentlichen Sektor
    Die Folge zeigt, dass öffentliche Einrichtungen nicht zwangsläufig langsam oder innovationsfeindlich sein müssen. Mit klarer Strategie, Mut und guter Einbindung der Menschen können sie selbst zu Vorreitern werden.

    🔐 Governance ist Voraussetzung für Wirkung
    Datenschutz, IT-Sicherheit, Rechtssicherheit, Personalvertretung und EU-AI-Act-Schulung sind keine Randthemen. Sie schaffen den Rahmen, damit KI verantwortungsvoll und breit nutzbar wird.

    🤖 ChatStar senkt die Einstiegshürde
    Mit dem eigenen KI-Assistenten will Stuttgart möglichst viele Mitarbeitende erreichen. Die Nutzung von KI soll so einfach sein wie eine Suchabfrage und nicht nur wenigen Expertinnen und Experten vorbehalten bleiben.

    🧩 Die Strategie geht weit über den Chatbot hinaus
    Aus ChatStar soll Schritt für Schritt mehr entstehen: Amts-KI mit fachbereichsspezifischen Daten, Agentic AI für Routineaufgaben und langfristig eine zentrale KI-Plattform für die Stadt.

    👤 Der Mensch bleibt im Lead
    KI darf vorbereiten, analysieren und unterstützen. Entscheidungen trifft weiterhin der Mensch. Dieser „Human in the Loop“-Ansatz ist ein zentraler Bestandteil der Stuttgarter KI-Strategie.

    📈 Produktivität wird zum entscheidenden Argument
    KI soll nicht aus Selbstzweck eingeführt werden, sondern messbare Entlastung schaffen: schnellere Bearbeitung, bessere Qualität, weniger manuelle Routinearbeit und bessere Services für Bürgerinnen, Bürger und Wirtschaft.

    🌱 Veränderung braucht Lernbereitschaft
    Thomas macht deutlich, dass niemand heute alle Antworten hat. Entscheidend ist, loszugehen, Erfahrungen zu sammeln, Schritt für Schritt besser zu werden und den Wandel aktiv zu gestalten.

    🎧 Warum solltest du reinhören?

    Diese Folge ist für alle spannend, die wissen wollen, wie Künstliche Intelligenz in großen Organisationen wirklich eingeführt werden kann. Besonders relevant ist sie für CIOs, IT-Leiter, Digitalverantwortliche, Führungskräfte und Transformationsverantwortliche, die KI nicht nur testen, sondern strategisch nutzbar machen wollen.

    Thomas gibt einen sehr konkreten Einblick in die KI-Strategie der Landeshauptstadt Stuttgart. Dabei geht es nicht um theoretische Zukunftsbilder, sondern um praktische Fragen: Wie schafft man einen einfachen Zugang für Mitarbeitende? Wie geht man mit Datenschutz und Sicherheit um? Wie bindet man Personalvertretung und Führungskräfte ein? Wie entstehen echte Use Cases? Und wie kann KI helfen, Fachkräftemangel, steigende Anforderungen und wachsende Komplexität besser zu bewältigen?

    Besonders wertvoll ist der Blick auf die mehrstufige Entwicklung: von einem niedrigschwelligen KI-Assistenten über ämterspezifische Datenräume bis hin zu KI-Agenten und einer zentralen Plattform. Die Folge zeigt, dass erfolgreiche KI-Einführung nicht mit dem Freischalten eines Tools erledigt ist. Sie braucht Strategie, Governance, Nutzerorientierung und ein klares Verständnis davon, welche Wirkung für die Organisation entstehen soll.Die zentrale Botschaft der Folge lautet: Innovation entsteht nicht dadurch, dass man auf perfekte Bedingungen wartet. Sie entsteht, wenn Organisationen den Mut haben, neue Technologien verantwortungsvoll auszuprobieren, daraus zu lernen und die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen.

    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/

    Social Media Betreuung durch Lisa Jordan: https://lisa-jordan.com/
    46 min
  • #13 Transformation braucht Vertrauen | Gerald Danko
    In dieser Folge spreche ich mit Gerald Danko, CIO der Wittmann Group, darüber, warum Transformation selten an der Technik scheitert und weshalb erfolgreiche Veränderung vor allem Vertrauen, Führung und die Einbindung der Menschen braucht.

    Gerald bringt einen besonderen Blick auf IT und Transformation mit. Er kommt ursprünglich aus dem Maschinenbau, hat später den Weg in die IT gefunden und in unterschiedlichen Branchen große Veränderungsprozesse begleitet. Diese Kombination aus Technik, Prozessverständnis, Führung und Coaching prägt seinen Blick auf Transformation bis heute.

    Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, warum gute Strategien, sauber beschriebene Prozesse und funktionierende Technologien allein nicht ausreichen. Denn auch wenn ein Projekt formal gut geplant ist, können Menschen sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was am Ende entstehen soll. Gerald beschreibt das sehr anschaulich mit dem Beispiel eines Baumes. Wenn mehrere Menschen denselben Baum zeichnen sollen, entstehen trotzdem völlig unterschiedliche Bilder. Genau so ist es häufig auch in Projekten.

    Wir sprechen darüber, warum es deshalb so wichtig ist, Silos zu verlassen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Transformation gelingt nicht nur durch PowerPoint, Projektpläne oder neue Tools. Sie entsteht dort, wo Führungskräfte wirklich hingehen, zuhören, Vertrauen aufbauen und die Menschen aktiv einbinden.

    Gerald gibt dazu konkrete Einblicke aus seiner Zeit bei den Österreichischen Bundesbahnen. Dort ging es darum, Instandhaltungsprozesse zu digitalisieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen und neue Ansätze wie Lean Management, Betriebsdatenerfassung und Predictive Maintenance in die Organisation zu bringen. Besonders deutlich wird dabei, dass Veränderung in gewachsenen Strukturen nicht funktioniert, wenn man von außen kommt und sagt, man wisse es besser. Entscheidend ist, an den Ort des Geschehens zu gehen, die Arbeit der Menschen zu verstehen und gemeinsam Schritt für Schritt Verbesserungen zu entwickeln.

    Ein zweiter Schwerpunkt der Folge liegt auf Geralds aktueller Rolle bei Wittmann. Nach der Übernahme von Battenfeld standen dort zwei IT-Organisationen nebeneinander, die sich kaum kannten und viele Vorurteile übereinander hatten. Aus diesen getrennten Einheiten sollte ein gemeinsamer globaler IT-Dienstleister für die Wittmann Group entstehen. Gerald beschreibt offen, warum diese Aufgabe deutlich anspruchsvoller war als zunächst gedacht und weshalb ein intensiver Teambuilding- und Entwicklungsprozess notwendig wurde.

    Wir sprechen darüber, warum solche Veränderungen Zeit brauchen, warum es nicht mit einem einzelnen Workshop getan ist und warum echte Teamentwicklung ein kontinuierlicher Prozess ist. Gerald zeigt, wie wichtig externe Begleitung sein kann, macht aber auch deutlich, dass Veränderung nicht ausgelagert werden kann. Sie muss vom Unternehmen selbst getragen werden.

    Außerdem schauen wir auf aktuelle Entwicklungen wie KI. Auch hier zeigt sich, dass Technologie allein nicht reicht. Gerade wenn sich Arbeitsweisen, Rollen und Berufsbilder verändern, brauchen Unternehmen Struktur, Orientierung und ein gutes Gespür dafür, wie viel Veränderung eine Organisation gleichzeitig verkraften kann.

    ✨ Key Takeaways

    Transformation gelingt nicht auf dem Papier
    Gute Projektpläne, Lastenhefte und Strategien reichen nicht aus, wenn Menschen unterschiedliche Vorstellungen vom Ziel haben. Entscheidend ist ein gemeinsames Verständnis.

    🤝 Vertrauen entsteht durch Nähe
    Wer Veränderung gestalten will, muss zu den Menschen gehen, ihre Arbeit verstehen und ihre Perspektiven ernst nehmen. Veränderung funktioniert nicht aus der Distanz.

    🧭 Führung kann nicht delegiert werden
    Externe Coaches, Berater oder Moderatoren können unterstützen. Die eigentliche Verantwortung für Kultur, Zusammenarbeit und Veränderung bleibt aber bei den Führungskräften im Unternehmen.

    🧱 Veränderung braucht kleine Schritte
    Gerade in großen Organisationen hilft es, komplexe Vorhaben in überschaubare Schritte zu zerlegen. Kleine sichtbare Erfolge schaffen Vertrauen und machen Veränderung greifbar.

    🔁 Wiederholung ist Teil des Prozesses
    Akzeptanz entsteht nicht durch eine einmalige Kommunikation. Veränderung verläuft in Wellen und muss immer wieder erklärt, begleitet und gefestigt werden.

    🌱 Kultur entscheidet über Zusammenarbeit
    Bei Wittmann und Battenfeld ging es nicht nur darum, zwei IT-Teams organisatorisch zusammenzuführen. Entscheidend war, Vorurteile abzubauen, Vertrauen aufzubauen und ein gemeinsames Selbstverständnis zu entwickeln.

    🤖 KI braucht Orientierung
    Neue Technologien wie KI erhöhen die Veränderungsgeschwindigkeit enorm. Unternehmen müssen Struktur geben, Erfahrungen ermöglichen und gleichzeitig darauf achten, ihre Mitarbeitenden nicht zu überfordern.

    🎧 Warum solltest du reinhören?Diese Folge ist für alle spannend, die Transformation nicht nur technisch, sondern ganzheitlich verstehen wollen. Besonders relevant ist sie für CIOs, IT-Leiter, Führungskräfte und Transformationsverantwortliche, die erleben, dass Veränderung in der Praxis oft komplexer ist als auf dem Papier.

    Gerald gibt einen sehr offenen und praxisnahen Einblick in Situationen, die viele Unternehmen kennen. Es gibt neue Systeme, klare Ziele und einen nachvollziehbaren Veränderungsdruck. Trotzdem entstehen Widerstände, Missverständnisse, Vorurteile oder emotionale Eskalationen. Die Folge zeigt, warum genau diese Themen nicht nebenbei gelöst werden können, sondern ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Transformation sind.

    Besonders wertvoll sind Geralds Beispiele aus der Praxis. Bei den Österreichischen Bundesbahnen zeigt er, wie Digitalisierung und Prozessoptimierung in einer großen, historisch gewachsenen Organisation umgesetzt werden können. Bei Wittmann zeigt er, was es bedeutet, zwei IT-Teams nach einer Übernahme wirklich zusammenzuführen und daraus eine gemeinsame Organisation zu entwickeln.

    Die zentrale Botschaft der Folge lautet, dass Technologie immer nur ein Teil der Transformation ist. Wirklich erfolgreich wird Veränderung erst dann, wenn Menschen verstehen, warum sie notwendig ist, wenn Vertrauen entsteht und wenn Führungskräfte bereit sind, kontinuierlich an Zusammenarbeit, Kultur und gemeinsamer Orientierung zu arbeiten.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/

    Social Media Betreuung durch Lisa Jordan: https://lisa-jordan.com/
    45 min
  • #12 IT gestaltet Verwaltung | David Kottmann
    In dieser Folge spreche ich mit David Kottmann, CIO der Stadt Bochum, darüber, wie moderne Verwaltung durch IT möglich wird und warum IT heute weit mehr sein muss als Betrieb, Support und technische Umsetzung.

    Die Stadt Bochum steht wie viele Kommunen vor einem großen Spannungsfeld. Auf der einen Seite gibt es historisch gewachsene Strukturen, hunderte Fachverfahren, hohe Anforderungen an Stabilität, Sicherheit und Datenschutz. Auf der anderen Seite steigen die Erwartungen von Mitarbeitenden, Bürgerinnen und Bürgern: digitale Services, schnelle Prozesse, einfache Zugänge und eine Verwaltung, die möglichst jederzeit erreichbar ist.

    Unter dem Begriff „Next Level Verwaltung“ beschreibt David, wie Bochum diesen Wandel angeht. Ein zentraler Baustein war die Einführung von M365 als moderne Collaboration-Plattform. Damit wurde nicht nur digitales Arbeiten während der Corona-Pandemie ermöglicht, sondern auch eine neue Grundlage für Zusammenarbeit, mobiles Arbeiten und standortübergreifende Kommunikation geschaffen.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge liegt auf IT-Sicherheit, Resilienz und Betriebsstabilität. David erklärt, warum IT in einer Stadtverwaltung nicht darauf warten kann, dass Anforderungen von außen kommen. Gerade bei Themen wie Cybersecurity, Cloud, Souveränität und Verfügbarkeit muss IT selbst Szenarien bewerten, Optionen aufzeigen und strategische Entscheidungen vorbereiten.

    Wir sprechen außerdem darüber, warum Verwaltungsmodernisierung immer auch Change bedeutet. Neue Technologien verändern Arbeitsweisen, Zuständigkeiten und manchmal auch Machtstrukturen. David gibt einen offenen Einblick, wie die Stadt Bochum Mitarbeitende mitnimmt, welche Rolle Kommunikation spielt und warum man akzeptieren muss, dass nicht alle Menschen Veränderung gleich schnell mitgehen.

    Ein zentrales Thema ist auch die Zukunft der Verwaltung. Automatisierung, KI und RPA werden aus Davids Sicht notwendig, um dem demografischen Wandel, steigenden Erwartungen und begrenzten Ressourcen zu begegnen. Gleichzeitig macht er deutlich, dass Technologie allein nicht ausreicht. Entscheidend ist, Prozesse neu zu denken, mit den Fachbereichen zusammenzuarbeiten und die IT als aktiven Gestalter der Verwaltung zu verstehen.

    ✨ Key Takeaways
    • IT ist nicht mehr nur Dienstleister
    • Moderne IT wartet nicht nur auf Anforderungen, sondern denkt mit, zeigt Optionen auf und gestaltet Verwaltungsmodernisierung aktiv mit. 🧭
    • Collaboration verändert Verwaltung
    • Mit M365 hat die Stadt Bochum eine neue Grundlage für digitale Zusammenarbeit geschaffen – über Standorte hinweg, im Homeoffice und in der täglichen Abstimmung zwischen Ämtern. 🤝
    • Sicherheit und Resilienz sind strategische Aufgaben
    • IT-Sicherheit ist kein rein operatives Thema. Gerade Kommunen müssen Angriffsrisiken, Verfügbarkeit und Betriebsstabilität strategisch betrachten und kontinuierlich weiterentwickeln. 🛡️
    • Veränderung braucht Kommunikation
    • Technologie entfaltet nur dann Wirkung, wenn Menschen sie verstehen, akzeptieren und nutzen. Bochum setzt deshalb auf Kommunikation, Führungskräfteformate, Sprechstunden und den Austausch guter Praxisbeispiele. 📣
    • Automatisierung wird notwendig
    • Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und steigende Erwartungen machen Automatisierung zu einem zentralen Hebel für die Verwaltung der Zukunft. ⚙️
    • Die Verwaltung der Zukunft ist stärker vernetzt
    • David wünscht sich mehr Kooperation zwischen Kommunen, gemeinsame Standards und wiederverwendbare Lösungen, damit nicht jede Stadt dieselben Herausforderungen allein lösen muss. 🌐

    🎧 Warum solltest du reinhören?
    • Diese Folge ist für alle spannend, die verstehen wollen, wie Digitalisierung und Transformation in der öffentlichen Verwaltung wirklich funktionieren.
    • Besonders relevant ist sie für CIOs, IT-Leiter, Digitalverantwortliche und Führungskräfte im öffentlichen Sektor, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen: gewachsene IT-Landschaften, steigende Sicherheitsanforderungen, Fachkräftemangel, Cloud-Entscheidungen, Automatisierung und die Frage, wie man Mitarbeitende in Veränderungsprozessen mitnimmt.
    • David gibt einen sehr praxisnahen Einblick in die IT-Strategie der Stadt Bochum und zeigt, warum moderne Verwaltung nicht nur durch neue Tools entsteht. Es geht um Zusammenarbeit, Betriebsstabilität, Sicherheitsniveau, Veränderungsbereitschaft und ein neues Selbstverständnis der IT.
    • Seine zentrale Botschaft lautet: IT ist heute kein passiver Umsetzer mehr. Sie muss mitgestalten, Orientierung geben und die Verwaltung befähigen, schneller, sicherer und bürgernäher zu werden.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/

    Social Media Betreuung durch Lisa Jordan: https://lisa-jordan.com/
    42 min
  • #11 Sourcing als Transformationshebel | Sven Mißfeldt
    In dieser Folge spreche ich mit Sven Mißfeldt, CIO der VTG, darüber, warum Transformation nicht als einmaliges Projekt gedacht werden darf und weshalb echte Veränderung nur mit einer leistungsfähigen IT gelingt.

    Die VTG bewegt sich in einem besonderen Spannungsfeld. Auf der einen Seite stehen Schienengüterverkehr, schwere Assets und lange Lebenszyklen. Auf der anderen Seite steht eine IT, die sich ständig weiterentwickeln und immer neue Anforderungen umsetzen muss.

    Viele der geschäftskritischen Systeme bei VTG wurden über Jahre selbst entwickelt. Diese Lösungen waren lange ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, werden heute aber Schritt für Schritt in moderne Standards überführt. Im Mittelpunkt stehen dabei SAP S/4, Microsoft D365 und eine IT-Organisation, die eng mit dem Business zusammenarbeitet.

    Wir sprechen darüber, warum ein gutes Zielbild allein nicht ausreicht. Entscheidend ist die Fähigkeit, Veränderungen auch wirklich umzusetzen. VTG hat dafür Product Teams aufgebaut, die Geschäftsprozesse Ende-zu-Ende betrachten und interne Fachkenntnis mit externer Delivery-Kompetenz verbinden.

    Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf dem internationalen Sourcing-Modell der VTG. Sven erklärt, warum es dabei nicht um klassisches Outsourcing geht, sondern um den Aufbau von Kapazität, Geschwindigkeit und technologischem Know-how. Mit einem eigenen Offshore Delivery Center in Mumbai schafft VTG die Grundlage, um die Transformation der kommenden Jahre skalierbar umzusetzen.

    Außerdem sprechen wir darüber, wie der richtige Partner ausgewählt wird, wie Wissen übertragen und dokumentiert wird und warum persönliche Begegnungen, kulturelles Onboarding und klare Strukturen für den Erfolg entscheidend sind.

    ✨ Key Takeaways
    • Transformation braucht Lieferfähigkeit
      Ein Zielbild und eine Strategie reichen nicht aus. Unternehmen müssen auch organisatorisch und technisch in der Lage sein, die geplanten Veränderungen umzusetzen. 🚀
    • Standards schaffen die Grundlage
      VTG überführt selbst entwickelte Legacy-Systeme schrittweise in moderne Standardlösungen und setzt dabei vor allem auf SAP und Microsoft. 🧱
    • Sourcing ist kein klassisches Outsourcing
      Interne Arbeitsplätze sollen nicht abgebaut werden. Stattdessen ergänzt VTG die eigenen Teams um skalierbare Delivery-Kapazitäten und zusätzliche technologische Fähigkeiten. 🤝
    • Architektur und Priorisierung bleiben intern
      Die strategische Steuerung, das Geschäftsverständnis und die Architektur gehören für Sven in die eigene IT. Die Umsetzung kann gemeinsam mit einem externen Partner erfolgen. 🧭
    • Struktur schlägt Geografie
      Die Entfernung zwischen Hamburg und Mumbai ist nicht der entscheidende Faktor. Klare Prozesse, Wissenstransfer, Vertrauen und persönliche Beziehungen machen die Zusammenarbeit erfolgreich. 🌍
    • Die Einsparungen fließen in die Transformation
      Die wirtschaftlichen Vorteile des Sourcings werden nicht nur zur Kostensenkung genutzt, sondern helfen dabei, weitere Transformationsschritte zu finanzieren. 📈
    🎧 Warum solltest du reinhören?
    Diese Folge ist für alle, die Transformation nicht nur planen, sondern auch erfolgreich umsetzen wollen.

    Besonders spannend ist sie für CIOs, IT-Leiter und Digitalverantwortliche in mittelständischen Unternehmen, die vor der Modernisierung ihrer Kernsysteme stehen, ihre IT-Lieferfähigkeit erhöhen oder über internationales Sourcing nachdenken.

    Sven gibt einen offenen Einblick in die Transformation der VTG und zeigt, warum Product Teams, moderne Standards und ein leistungsfähiges Partnernetzwerk eng zusammengehören. Dabei macht er deutlich, dass internationales Sourcing auch für mittelständische Unternehmen ein sinnvoller Transformationshebel sein kann.

    Seine zentrale Botschaft lautet, dass Unternehmen keine Angst vor der Entfernung haben sollten. Entscheidend sind das richtige Fundament, ein klares Delivery-Modell und die Bereitschaft, sich auf eine echte Zusammenarbeit einzulassen.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/

    Social Media Betreuung durch Lisa Jordan: https://lisa-jordan.com/
    46 min
  • #10 Globale IT neu aufgestellt | Dr. Stefan Heizmann
    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Stefan Heizmann, CIO der SMS Group, über die Transformation von einer historisch dezentralen IT hin zu einer global aufgestellten, modernen Plattform-IT. Die SMS Group ist ein weltweit tätiger Maschinen- und Anlagenbauer mit rund 15.000 Mitarbeitenden und befindet sich mitten in einem umfassenden organisatorischen und technologischen Wandel.

    Wir sprechen darüber, wie aus vielen eigenständigen Unternehmen eine globale Organisation mit einheitlichen Prozessen, klaren Verantwortlichkeiten und gemeinsamen IT-Standards entsteht. Stefan gibt Einblicke in den Aufbau eines globalen Target Operating Models, die Konsolidierung gewachsener Systemlandschaften und die Frage, wie globale Standards mit lokalen und fachlichen Anforderungen verbunden werden können.

    Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Plattformstrategie der SMS Group. Stefan erklärt, warum Plattformen aus seiner Sicht häufig mehr Vorteile bieten als viele einzelne Best-of-Breed-Lösungen und weshalb im Engineering dennoch spezialisierte Systeme notwendig bleiben. Außerdem sprechen wir über durchgängige Prozessketten, Datenplattformen, Enterprise Architecture und die besondere Komplexität eines projekt- und engineering-getriebenen Unternehmens.

    Darüber hinaus geht es um Automatisierung, AI und Agents als Treiber der Transformation. Stefan zeigt, wie die SMS Group neue Ideen über ein internationales Accelerator-Team entwickelt, warum sich der Business Case von AI nicht immer im Voraus eindeutig berechnen lässt und weshalb Unternehmen trotzdem eine klare strategische Richtung benötigen.

    ✨ Key Takeaways:
    • Globale IT braucht klare Verantwortlichkeiten: Einheitliche Prozesse und Plattformen funktionieren nur, wenn Rollen, Governance und Entscheidungswege global definiert sind. 🌍
    • Plattformen reduzieren Komplexität: Gemeinsame Daten, Integrationen, Sicherheitsstandards und Nutzererlebnisse können wichtiger sein als die jeweils beste Einzellösung. 🧩
    • Best-of-Breed bleibt in Spezialbereichen relevant: Gerade in einer engineering-getriebenen Organisation lassen sich spezialisierte Anwendungen nicht vollständig durch eine einzige Plattform ersetzen. 🏗️
    • AI und Automatisierung brauchen Freiräume: Neue Lösungen entstehen nicht nur in langfristigen Großprogrammen, sondern auch durch schnelle Experimente, interdisziplinäre Teams und den Mut, Dinge auszuprobieren. 🤖
    • Transformation ist immer auch Change: Kommunikation, Einbindung und nachvollziehbare Gründe für Veränderungen sind entscheidend, damit neue Prozesse und Technologien im Unternehmen akzeptiert werden. 🔄
    • IT muss aktiv gestalten: CIOs und IT-Organisationen sollten nicht warten, bis andere Bereiche technologische Themen übernehmen, sondern selbst Verantwortung für Innovation und Veränderung übernehmen. 🚀

    🎧 Warum solltest du reinhören?Diese Folge ist für alle, die eine gewachsene IT-Landschaft modernisieren, globale Strukturen etablieren oder die Rolle der IT im Unternehmen neu ausrichten wollen. Besonders spannend ist sie für CIOs, IT-Leiter, Enterprise Architects, Transformationsverantwortliche und Entscheider in international aufgestellten Unternehmen.Stefan gibt einen offenen Einblick in die Chancen und Herausforderungen einer komplexen IT-Transformation. Er zeigt, warum Technologie allein nicht ausreicht und weshalb Plattformstrategie, Prozessdenken, Governance, Kommunikation und eine ausgeprägte Umsetzungsmentalität zusammenspielen müssen.

    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/

    Social Media Betreuung durch Lisa Jordan: https://lisa-jordan.com/
    46 min
  • #9 AI braucht Governance | Dr. Matthias Meyer-Pundsack
    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Matthias Meyer-Pundsack über die Frage, warum AI für Unternehmen weit mehr ist als nur ein neues Tool oder ein weiterer Technologietrend. Matthias bringt viele Jahre Erfahrung im IT-Management und auf CIO-Ebene mit und schaut auf AI aus einer klaren Unternehmens-, Architektur- und Risikoperspektive.

    Wir sprechen darüber, warum viele Organisationen gerade unter hohem Druck stehen, AI schnell einzusetzen 2und warum genau darin auch eine Gefahr liegt. Denn wer AI produktiv nutzen will, muss nicht nur über Effizienz, Automatisierung und neue Use Cases sprechen, sondern vor allem über Datenqualität, Governance, Berechtigungen, Cyber Security und sichere Architekturen.

    Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Frage, warum viele AI-Initiativen nicht an der Technologie scheitern, sondern an fehlender Datenbasis, unklaren Verantwortlichkeiten und nicht ausreichend durchdachten Sicherheitskonzepten. Außerdem sprechen wir über AI-Agenten, den Zugriff auf Unternehmenswissen und darüber, warum sich mit AI der potenzielle Schaden bei Sicherheitslücken deutlich stärker skalieren kann als bei klassischen Technologien.

    ✨ Key Takeaways:
    • AI braucht mehr als Tempo: Unternehmen sollten AI nicht nur schnell ausprobieren, sondern von Anfang an strategisch, sicher und verantwortungsvoll denken. 🚀
    • Daten sind das Fundament: Ohne saubere Datenqualität, Kontext, Ownership und Governance bleiben viele AI-Piloten im Experimentierstatus stecken. 📊
    • Security muss Teil der Architektur sein: AI verändert den Zugriff auf Wissen, Systeme und Prozesse – deshalb müssen Berechtigungen, Agenten und Schnittstellen von Beginn an mitgedacht werden. 🔐
    • AI-Agenten brauchen klare Regeln: Wenn digitale Agenten Aufgaben übernehmen und auf Systeme zugreifen, entstehen neue Anforderungen an Rollen, Rechte, Kontrolle und Verantwortung. 🤖
    🎧 Warum solltest du reinhören?Diese Folge ist für alle, die AI im Unternehmen nicht nur als Hype oder Produktivitätsthema verstehen wollen, sondern als echte Transformationsaufgabe. Besonders spannend ist sie für CIOs, IT-Leiter, Digitalverantwortliche, Security-Teams und Entscheider, die AI sicher und nachhaltig in ihre Organisation bringen wollen.

    Matthias zeigt sehr klar, warum Unternehmen jetzt ihre Hausaufgaben machen müssen: bei Daten, Governance, Architektur und Cyber Security. Denn AI kann enorme Potenziale freisetzen – aber nur dann, wenn Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten, Berechtigungen und Systeme behalten.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!
    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/

    Social Media Betreuung durch Lisa Jordan: https://lisa-jordan.com/
    42 min
  • #8 Mit Strategie und Mut: Kommunikation in der Transformation | Anton Tsuji
    In dieser Folge spreche ich mit Anton Tsuji von der Boutique-Beratung clusterfck über die entscheidende Rolle von Kommunikation in Transformationsprozessen. Anton erklärt, warum Kommunikation viel mehr ist als nur Content-Marketing und wie sie als strategischer Partner Veränderungen wirksam begleiten kann. 

    Wir tauchen ein in die Herausforderungen großer Organisationen, in denen Kommunikation oft zu spät oder zu oberflächlich eingebunden wird. Außerdem sprechen wir darüber, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter wirklich verstehen können – jenseits von Standard-Personas und wie Kommunikationsverantwortliche ihre Rolle selbstbewusst einfordern und gestalten können.

    ✨ Key Takeaways:
    • Kommunikation ist Transformation: Sie muss von Anfang an strategisch eingebunden sein und darf nicht nur das Sprachrohr der Unternehmensführung sein. 🗣️
    • Zielgruppenanalyse ist entscheidend: Echte Mitarbeiteranalysen und User Stories helfen, die richtigen Kanäle, Formate und Botschaften zu finden. 👥📊
    • Kommunikationsteams brauchen Mut und Ownership: Statt auf das Mandat von oben zu warten, sollten sie ihre Verantwortung aktiv übernehmen und mit einem unternehmerischen Mindset agieren. 💪🏽🚀
    🎧 Warum solltest du reinhören?
    Diese Folge ist für alle, die Kommunikation als entscheidenden Hebel in Veränderungsprozessen verstehen wollen – ob als Kommunikationsverantwortliche, Transformationsmanager oder Führungskräfte. Anton gibt praxisnahe Einblicke, wie Kommunikationsteams die Transformation aktiv mitgestalten können, anstatt nur als Ausführende zu agieren. Hol dir Inspiration, wie du deine Kommunikation auf ein neues strategisches Level hebst – mit Mut, Zielgruppenverständnis und dem richtigen Mindset.
    🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!
    -------------------
    REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.

    Folgt diesem Podcast gerne auf LinkedIn.

    Herausgeber und Podcast-Host ist Christoph Rauhut (LinkedIn)

    Mehr Informationen und Folgen zum Podcast: https://podcast.realexperts.de/

    Dieser Podcast wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Bony Stoev: https://bony-stoev.de/
    42 min

About Real Experts - Transformation in Unternehmen

From the publisher's feed

Herzlich willkommen bei REAL EXPERTS, der Podcast zu Themen der Transformation und Digitalisierung in Unternehmen. In diesem Podcast spricht Christoph Rauhut mit führenden Köpfen und Experten aus Unternehmen über die verschiedensten Themen der Transformation und gibt echte Einblicke und praktische Empfehlungen.