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Reiche verkündet Hiobsbotschaft für fast alle Autofahrer


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(Bildquelle: IMAGO / Rene Traut / Bearbeitung: GIGA)

Die Preisexplosion an deutschen Tankstellen könnte noch nicht die schlimmste Folge des Iran-Kriegs sein.

Die Lage an den deutschen Tankstellen könnte sich dramatisch zuspitzen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat bei einer Energiekonferenz in den USA eine ernste Warnung ausgesprochen, die Millionen Autofahrer direkt betrifft. Sollte der Krieg im Iran andauern, drohe in Deutschland eine spürbare Treibstoffknappheit.

Ende April wird es bei Benzin und Diesel eng

Bisher machte sich die Krise vor allem im Geldbeutel bemerkbar, doch die nächste Eskalationsstufe scheint nur eine Frage der Zeit. Reiche nannte einen konkreten Zeitrahmen für die drohenden Engpässe: „Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai“, so die Ministerin (Quelle: n-tv). Diese Aussage steht im Kontrast zu einer früheren, beruhigenden Meldung aus ihrem eigenen Ministerium, wonach die Versorgung aktuell noch gesichert sei.

Die drohende Spritknappheit ist jedoch nur ein Teil des Problems, denn die hohen Energiepreise setzen der gesamten deutschen Wirtschaft massiv zu. Reiche betonte die Gefahr für die Konjunktur mit den Worten: „Die kleine, fragile Erholung der deutschen Wirtschaft steht derzeit unter Druck.“ Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) untermauern diese Sorge. Steigt der Ölpreis auf 100 Dollar pro Barrel, könnte das die deutsche Wirtschaft über zwei Jahre rund 40 Milliarden Euro kosten und die Inflation weiter anheizen.

Mehr Teuerungen für Verbraucher in Sicht

Diese Folge betrifft auch alle Bürgerinnen und Bürger direkt, ebenso wie schon jetzt die Preissteigerungen an der Tankstelle fast alle Autofahrer belasten. Davon ausgenommen sind praktisch nur E-Auto-Fahrer. Sie spüren an der Ladesäule keine starken Preissprünge, sodass derzeit fast alle E-Autos günstiger fahren als Verbrenner.

Um den Preissteigerungen wenigstens irgendetwas entgegenzusetzen, will die Bundesregierung künftig nur noch eine Preiserhöhung pro Tag zulassen. Sinken können sollen die Preise hingegen immer. Ob diese Änderung kommt, muss allerdings noch final entschieden werden – und erst dann kann sich zeigen, ob sie tatsächlich einen positiven Effekt auf die Preisentwicklung haben wird. Bisherige Schritte, wie die international abgestimmte Freigabe eines Teils der Ölreserven, sind praktisch wirkungslos verpufft.

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