Marken investieren viel Zeit und Geld in Logos, Farben, Schriften und visuelle Welten. Doch wie klingt eine Marke eigentlich? Und warum wird Audio Branding trotz seiner enormen Wirkung auf Wiedererkennung und mentale Verfügbarkeit im Marketing noch immer häufig unterschätzt?
In dieser Folge von Rethinking Marketing sprechen Stefan Mölling, CEO von RMS, und Raimon Schirmer, Head of Brand and Content bei RMS, mit Lena Herrmann und Oliver Klein darüber, warum Audio Branding weit mehr ist als ein Soundlogo oder ein eingängiger Jingle. Entscheidend ist eine konsistente Soundwelt, die den Charakter einer Marke transportiert und über unterschiedliche Touchpoints hinweg wiedererkennbar bleibt, vom klassischen Radiospot über Podcasts und Social Media bis zu In-Store-Kommunikation, Callcentern und digitalen Anwendungen.
Dabei zeigt sich: Erfolgreiches Sound Branding braucht vor allem Konsequenz und einen langen Atem. Audio-Assets, die über Jahre oder sogar Jahrzehnte konsequent eingesetzt werden, können einen erheblichen Markenwert entwickeln. Wer sie verändert, nur weil die eigene Marketingorganisation sie nicht mehr hören kann, riskiert deshalb, wertvolle Wiedererkennbarkeit aufzugeben.
Gleichzeitig diskutieren die Gäste, warum Audio in vielen Kreativagenturen bis heute strukturell zu wenig berücksichtigt wird und häufig erst am Ende des Kreativprozesses ins Spiel kommt. Während Marken über Corporate Design und visuelle Brand Assets detailliert nachdenken, fehlt oftmals eine ebenso klare Audio-Strategie.
Und natürlich geht es auch um Künstliche Intelligenz: KI kann Audio Branding skalierbarer und effizienter machen, etwa bei der Regionalisierung oder Produktion großer Mengen unterschiedlicher Audio-Assets. Die grundlegende Frage, wie eine Marke klingen und welchen Charakter sie vermitteln soll, bleibt jedoch eine strategische und kreative Aufgabe. Denn Differenzierung entsteht nicht durch technologischen Einheitsbrei, sondern durch eine starke Idee und konsequente Markenführung.
Eine Folge über Audio Branding, Sound Branding, Markenwiedererkennung und mentale Verfügbarkeit – und darüber, warum der richtige Markenklang in einer zunehmend fragmentierten Medienwelt zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden kann.
chzeitig Monokultur und fehlende Impulse von außen. Gerade bei Strategie und Kreation kann es deshalb entscheidend sein, immer wieder neue Köpfe, Perspektiven und Kompetenzen einzubinden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vergütung von Agenturen. O2 setzt zunehmend auf Delivery- und Asset-basierte Modelle statt auf klassische Stunden- oder FTE-Abrechnung. Durch KI und Automatisierung verändert sich schließlich der tatsächliche Aufwand für die Produktion von Marketing-Assets fundamental. Output-basierte Vergütung kann deshalb neue Anreize für Effizienz schaffen, verlangt Unternehmen gleichzeitig aber deutlich mehr Klarheit bei Briefings, Planung und Prozessen.
Und schließlich geht es um eine entscheidende Frage im Umgang mit künstlicher Intelligenz im Marketing: Nutzen Unternehmen KI lediglich, um schneller und günstiger mehr Content zu produzieren oder setzen sie die Technologie ein, um Menschen von Routineaufgaben zu entlasten und Marketing tatsächlich besser zu machen? Denn maximale Effizienz allein schafft noch keine starke Marke. Gerade im KI-Zeitalter braucht es kreative Ideen, die Menschen erreichen und im Gedächtnis bleiben.
Stefan Mölling: https://www.linkedin.com/in/stefan-m%C3%B6lling/ - RMS: http://www.rms.deRaimon Schirmer: https://www.linkedin.com/in/raimon-schirmer-sastre-5439b747/ - RMS: http://www.rms.deLena Herrmann: https://www.linkedin.com/in/lena-herrmann-197651143/Oliver Klein: https://www.linkedin.com/in/oliver-klein-98b435/ - cherrypicker: https://www.cherrypicker.deWebsite Rethinking Marketing: https://rethinking-marketing.de/Das Buch Rethinking Marketing erhältlich unter: https://www.beck-shop.de/klein-merkle-rethinking-marketing/product/38962515?srsltid=AfmBOorP6m9wzZeouWjM4wWZs2-rM71R9oqA9GlotuJaZSd2cF3xCCjE