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Anne Schlösser spricht mit Michael Jakob Reinartz, Director Innovation & New Business Development bei Vodafone, über die Frage, wie man aus internen Ideen skalierende Lösungen macht und dabei Security und Privacy konsequent priorisiert.
Im Gespräch geht es um die Balance zwischen der Optimierung bestehender Netze und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. An konkreten Beispielen wie dem „Spam-Warner“ wird deutlich, wie Vodafone rechtliche Hürden kreativ löst, um Millionen Kunden ohne App-Installation und geräteunabhängig vor Betrugsanrufen zu warnen. Michael erklärt, wie aus vermeintlichen Abfallprodukten wie Bewegungsdaten wertvolle Erkenntnisse für Logistik, ÖPNV und Tourismus entstehen – etwa durch die Analyse der Fan-Mobilität bei Spielen von Bayer 04 Leverkusen. Zudem gibt er Einblicke in die globale Initiative „CAMARA“, die über standardisierte APIs neue Sicherheitsmechanismen für Banken und smartere Updates für die Automobilindustrie ermöglicht. Außerdem geht es um Formate wie dem Future Day, die externe Impulse und interne Sichtbarkeit für Innovationen schaffen. Abschließend diskutieren Michael und Anne über die Notwendigkeit von Konsolidierung im europäischen Telekommunikationsmarkt und warum digitale Meetings den Zufallsmoment physischer Begegnungen für echte Innovationssprünge niemals ersetzen können.
Über den Gast
Michael Jakob Reinartz ist Director Innovation & New Business Development bei Vodafone. In seiner Rolle erschließt er das transformative Potenzial von 6G, 5G, künstlicher Intelligenz und Mixed Reality zusammen mit einer Reihe von Spitzentechnologien, um Wachstum weit über klassische Konnektivitätslösungen hinaus zu ermöglichen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie sich talentierte Teams befähigen lassen, innovative Konzepte konsequent in die Umsetzung zu bringen und damit konkrete Beiträge zu einer vernetzten Zukunft zu leisten.
In dieser Folge der Innovation Classics sprach Heike Löffler im Juni mit Florian Bankoley, Chief Digital Officer von Bosch Mobility, über eine umfassende digitale und IT-Transformation in einem globalen Industriekonzern.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Digitalkompetenz langfristig in großen Organisationen verankern lässt – strukturell, technologisch und kulturell. Florian gab Einblicke, wie bei Bosch cross-funktionale Zusammenarbeit aufgebaut, bestehende Legacy-Strukturen schrittweise modernisiert und die IT vom reinen Dienstleister zum aktiven Business Enabler entwickelt wurde. Das Gespräch beleuchtet konkrete Erfahrungen aus mehreren Jahren Transformation, Führungsfragen im Wandel, operative Herausforderungen sowie ein skalierbares Target Operating Model. Zudem geht es um den Schritt, den Mitarbeitern die Entscheidung zu überlassen, wie und wo sie künftig im Unternehmen arbeiten.
Über den Gast
Florian Bankoley ist seit Mai 2024 Chief Digital Officer von Bosch Mobility und verantwortet die digitale sowie IT-seitige Weiterentwicklung des größten Bosch-Geschäftsbereichs. Zuvor leitete er bei Bosch Digital die Neuausrichtung der konzernweiten IT-Organisation. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in IT, Engineering, Produktmanagement und Business Development verbindet er Industrie- und Digitalthemen auf strategischer Ebene.
In dieser Folge der Innovation Classics sprach Anne Schlösser im Juni mit Aurélie Alemany, CEO der enercity AG, über die Transformation eines kommunalen Energieunternehmens und die Frage, wie Innovation in einem hochregulierten Umfeld gelingen kann. Im Fokus steht, wie enercity neue Geschäftsmodelle entwickelt, um unterschiedliche Etappen der Energiewende zu bewältigen und dabei Verantwortung für eine klimaneutrale Zukunft übernimmt. Thematisiert wird unter anderem, wie enercity mit regulatorischen Rahmenbedingungen umgeht, welche Rolle der Smart-Meter-Rollout für mehr Flexibilität spielt und wie konkrete Innovationsprojekte wie die Kooperation mit dem Startup ev-pay entstanden sind. Darüber hinaus geht es um Führungsprinzipien und die Kulturfrage: Wie gelingt es, in einer regulierten Branche mutig zu handeln und Fehler als Teil von Weiterentwicklung zu akzeptieren?
Über den Gast:
Aurélie Alemany ist seit Juli 2024 CEO der enercity AG. Zuvor hatte sie leitende Positionen in der Chemie- und Energiebranche inne. Als Ingenieurin verfügt sie über internationale Erfahrung und verantwortet gemeinsam mit ihrem Team den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Weiterentwicklung von Wärme- und Mobilitätslösungen.
Anne Schlösser spricht mit Dr. Larisa Wewetzer, Head of Digital Health Solutions & Platform bei Ottobock, über einen Innovationsweg, der als Hardwareprojekt startete und in einer KI-gestützten Software für die Erstattungsdokumentation mündete.
Im Gespräch geht es um den Mut zum Pivot und die Frage, wie man ein weit fortgeschrittenes Sensorprojekt stoppt, da Computer-Vision-Verfahren ohne zusätzliche Hardware schneller, präziser und nutzerfreundlicher wurden. Dr. Larisa Wewetzer erklärt, wie die entstandene KI gestützte Video- und Softwarelösung komplexe biomechanische Parameter automatisiert auswertet und für Orthopädietechniker, Krankenkassen und Ärzte sowie den Medizinischen Dienst verständlich aufbereitet und den Dokumentationsaufwand von zuvor acht bis dreizehn Stunden auf rund dreißig bis vierzig Minuten reduziert, womit Anträge deutlich schneller bei Kostenträgern eingereicht und Patienten früher versorgt werden. Außerdem beleuchten wir, wie Ottobock trotz Regulierung früh im Realbetrieb testet und wie die Lösung über Ländergrenzen skalieren kann. Zum Schluss richten wir den Blick auf die großen Hebel der Branche wie Dateninfrastruktur und eine agilere Regulierung, um die wachsende Erwartungshaltung KI-gewohnter Nutzer mit der Realität der Versorgung zusammenzubringen. Denn neue digitale Erlösquellen sind wichtig, entscheidend ist aber, dass Innovation die Versorgung nachweislich beschleunigt und verbessert.
Über den GastDr. Larisa Wewetzer leitet bei Ottobock den Bereich Digital Health Solutions & Platform. Zusätzlich engagiert sie sich im Vorstand des Bundesverband Managed Care e.V. und als Advisory-Board-Member am L3S Research Center. Zuvor arbeitete sie in der Versorgungsforschung an der Universität zu Lübeck und verbrachte rund zehn Jahre bei Drägerwerk in leitenden Funktionen.
In dieser Folge spricht Heike Löffler mit Alexa Gorman darüber, wie Innovation entlang der gesamten Wertkette zwischen Konzernen, VCs und Startups entsteht und was es braucht, damit daraus messbares Wachstum wird.
Im Gespräch geht es um Startups in ihrer Rolle als Innovationstreiber und wie aus gesunkenen Markteintrittsbarrieren durch Internet, Cloud, KI und Social neue Geschäftsmodelle entstehen. An konkreten Beispielen von frühen KI-Anwendungen bis New-Space-Use-Cases wird deutlich, wie schnell aus Pilotprojekten skalierende Lösungen werden oder sogar der Sprung zum Unicorn gelingt. Alexa erklärt, wie Corporate-Startup-Partnerschaften Wirkung entfalten, wenn Zielbilder klar sind, Venture-Clienting Kundennutzen erzeugt und das Top-Management Priorität setzt. Wir sprechen über Organisation und Enablement, in denen Startup-Einheiten als Übersetzer zwischen agilen Teams und Konzernprozessen agieren, über Pilotierungen mit eindeutigen Gates und KPIs und über das Risiko langer Entscheidungszyklen, das aktives Erwartungsmanagement verlangt. Außerdem geht es um die Rolle von encourageventures als Gründerinnen und Investorinnen Netzwerk mit kuratierten Dealflow, Akademie und Mentoring. Abschließend blickt Alexa auf den Standort Deutschland und macht klar, dass mehr Kollaboration und mehr Exit-Chancen nötig sind, um das Ökosystem auf ein neues Niveau zu heben.
Über den Gast
Alexa Gorman verbindet seit vielen Jahren die Welten Konzern, VC und Startup unter anderem als Head of Research & Innovation Advocacy bei SAP, als Angel-Investorin und als Mitgründerin von encourageventures, einem Netzwerk von Investorinnen, Mentorinnen und Expertinnen zur Skalierung von Gründerinnen-Teams. Sie bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung erfolgreicher Produkt-, Branchen- und Marktstrategien mit und fördert mit ihrem umfangreichen internationalen Hintergrund und ihren Erfahrung sowohl im Unternehmens- als auch im Start-up-Bereich sowie einem großen Netzwerk im Bereich Innovationen lukrative strategische Partnerschaften.
In dieser Folge spricht Anne Schlösser mit David Keuchen und Tilman Schäfer von URVI darüber, wie sie mit funktionalen Gummies eine Marke an der Schnittstelle von Wissenschaft und Lifestyle aufbauen und somit eine Lösung für urbane Gesundheitsherausforderungen wie Stress, Schlaf, Immunabwehr, Verdauung und Blutzucker schaffen.
Im Gespräch erzählen die beiden, wie sie aus 40 Markenideen mithilfe von Smoke-Tests, Landingpages und Ads anhand von Verhaltensmetriken das überzeugendste Konzept herausgefiltert haben. Aus dieser Validierung entstand eine Multi-Nischen-Strategie, die auf zielgerichtete Formulierungen für klar definierte Use Cases abzielt und in konkrete Endprodukte übersetzt. Wir sprechen über den frühen Proof via Amazon Subscribe & Save, über den Spagat zwischen Geschmack und Wirksamkeit und über die bewusste Positionierung als Supplement. David und Tilman zeigen, wie wissenschaftliche Evidenz, Such- und Marktdaten sowie Reviews die Priorisierung neuer Formulierungen steuern, wie Personas die Shop-Logik mit Bundles und Empfehlungen prägen und warum Brand-Building für Retention ebenso wichtig ist wie Performance-Marketing für die Akquise. Ein weiterer Hebel ist KI im Tagesgeschäft, welche entlang klar gemappter Prozesse als Entscheidungsassistenz fungiert. Mit Blick auf Internationalisierung geht es um Unterschiede zwischen den USA und Deutschland und um Trends wie All-in-one-Gummies und KI-gestützte Personalisierung. Ihr Fazit für den Return on Innovation: Wer sich in gesättigten Märkten durchsetzen will, braucht vor allem Geschwindigkeit in der Validierung, klare Prioritäten und Hartnäckigkeit.
Über die Gäste
David Keuchen und Tilman Schäfer sind Co-Founder & Managing Directors von URVI. David bringt langjährige Marken- und Produkt-Expertise aus Stationen bei Design Bridge & Partners, Landor und KMB Creative Network ein. Tilman steuert Commercial-, D2C- und Company-Building-Erfahrung aus Rollen bei The Stryze Group, IONIQ und hy bei. Gemeinsam bauen sie URVI auf, mit der Vision „Urban Vitality“ als tägliche Entscheidung mit kleinen, wirksamen Routinen zu etablieren, die in den Stadtalltag passen und für mehr Klarheit, Ausgeglichenheit und Energie sorgen.
Heike Löffler spricht mit Michel Nicolai, CEO und Mitgründer von epilot, über den Aufbau einer skalierbaren Plattform für die Energiewende, welche das klassische Strom- und Gasgeschäft mit neuen Produkten wie Photovoltaik, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur verbindet und durchgängige End-to-End-Customer-Journeys schafft.
Im Gespräch geht es um den Weg vom kapital-effizienten MVP zur zweiten Plattformgeneration: ein bewusstes Feature-Freeze, die modulare Migration einzelner Funktionen und der klare Schritt vom Projekt- zum Produktgeschäft. Er erklärt, warum tiefe Integrationen in heterogenen ERP-/IT-Landschaften der Versorger zum Dreh- und Angelpunkt werden, wie eine Community-getriebene Roadmap „Coopetition“ fördert und welche Rolle Finanzierung und Governance spielen – von der Investorenwahl nach kulturellem Fit und Skalierungserfahrung bis zu einem Board, das als strategischer Sparringspartner wirkt. Außerdem nimmt er uns mit in sein Team, bei dem er auf hohen Talentanspruch, Ownership und klare Ziele setzt - mit der Ambition den Weg zum Unicorn zu gehen.
Über den Gast
Michel Nicolai ist CEO & Mitgründer von epilot, einem Tech-Scale-up, das Stadtwerke, Netzbetreiber und Energielösungsanbieter mit einer Cloud-Plattform bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit erneuerbaren Energien und der Digitalisierung von Vertriebs- und Serviceprozessen und arbeitet heute bei epilot mit über 180 Unternehmenskunden zusammen.
Anne Schlösser spricht mit Stephan Paxmann, Chief Innovation Officer der LBBW, darüber, wie sich Innovationsarbeit in einem stark regulierten Umfeld wirksam verankern lässt.
Statt „Folienmalen“ geht es um greifbare Ergebnisse mit messbarem Business Impact. Stephan erklärt, wie die zentral verortete Innovationseinheit bankweit arbeitet: von Trendanalyse und Szenarien über PoCs und MVPs bis in den produktiven Betrieb. Eine technische Sandbox („Tech Lab“) ermöglicht es, neue Technologien sicher zu erproben und anschließend kontrolliert in Piloten zu überführen. Wir diskutieren, warum sich frühe Investitionen und schnelles Lernen auszahlen, ohne Innovation vorschnell an harten Business-Cases zu messen. Am Beispiel Digital Assets zeigt Stephan, wie die Bank ein Verwahr- und Handelsangebot für Unternehmenskunden aufgebaut hat. Außerdem geht es um Joint Ownership im Bereich generative AI, um die frühe Einbindung von Datenschutz und Recht und die Befähigung von Führungskräften sowie Teams für eine produktive Nutzung.
Über den Gast:
Stephan Paxmann ist Chief Innovation Officer der LBBW. Seit 2022 verantwortet er die strategischen Digitalisierungs- und Innovationsaktivitäten der Landesbank. Gemeinsam mit seinem Team steuert er das Innovations- und Trendmanagement, analysiert neue Geschäftsideen mit digitalen Lösungen und begleitet die Bankengruppe bei der Überführung neuer innovativer Geschäftsmodelle mit digitalen Lösungen in den Unternehmensalltag. Zuvor war er in Führungsrollen bei Deutsche Bank, IMG St. Gallen, Allianz SE und Commerzbank tätig und gründete 2010 die TME AG, deren CEO er bis 2022 war.
Heike Löffler spricht mit Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV), über Innovation im ÖPNV.
Im Gespräch geht es darum, wie der HVV Innovation systematisch in den Betrieb bringt: von der Switch-App für Ticketkauf und multimodale Wegeplanung über KI-gestützte Haltestellen bis hin zu autonomen Shuttles im Testbetrieb. Anna-Theresa erklärt, wie kleine, schlagkräftige Teams mit klaren Verantwortlichkeiten jenseits regulärer Gremien Innovationen schnell vorantreiben und wie aus einer in zehn Minuten entstandenen Sonntagsidee ein Pilot und anschließend ein Roll-out wurde. Im Fokus stehen vertrauensvolle Partnerschaften zwischen entscheidungsstarken Stakeholdern, das bewusste Stoppen und konsequente Loslassen von Vorhaben, Mut zur Umsetzung trotz Unschärfe sowie Tempo, das in Ausnahmezuständen entsteht. Außerdem geht es darum, wie man zum “coolsten Verkehrsverbund“ wird und welche Kultur und Führung dies ermöglicht.
Über den Gast:
Anna-Theresa Korbutt ist seit 2021 Geschäftsführerin des HVV. Zuvor war sie unter anderem bei der BLS AG, der Deutschen Bahn, der ÖBB sowie als Geschäftsführerin der Raben BEXity GmbH tätig. In ihrer Rolle beim HVV treibt sie kundennahe, vernetzte Angebote voran – von der Switch-App über KI-gestützte Haltestellen bis zu autonomen Shuttle-Piloten.
Anne Schlösser spricht mit Bastian Nominacher, Co-CEO und Mitgründer von Celonis, über Process Mining und Prozessintelligenz – von den Anfängen im IT-Servicemanagement bis zur object-centric Plattform.
Im Gespräch zeigt Bastian, wie aus einem ersten Use Case beim Bayerischen Rundfunk ein skalierbares Produkt wurde und eine Verkürzung der Ticket-Lösungszeit von über fünf Tagen auf unter 24 Stunden. Er erklärt, wie Celonis den Markt mit Proof-of-Value-Projekten erschlossen hat – inklusive 1.500 handgeschriebener Briefe an Entscheider – und warum heute drei Viertel der DAX-Konzerne sowie die Hälfte der Forbes Global 2000 auf die Plattform setzen. Inhaltlich geht es um den Sprung von klassischem Process Mining zur object-centric Prozessintelligenz. Zudem teilt Bastian die Celonis-Prinzipien „Customer Value first“ und Enterprise-Readiness bei riesigen Datenvolumina.
Über den Gast:
Bastian Nominacher ist Co-CEO und Mitgründer von Celonis – einer der am schnellsten wachsenden Softwarefirmen mit über 3.000 Mitarbeitenden und mehr als 20 Büros weltweit. Er transformierte Process Mining aus einem akademischen Ansatz in eine skalierbare Plattform und führte Celonis in den ersten fünf Jahren ohne externes Kapital auf Wachstumskurs. Bei Celonis verantwortet er die Regionen Europa & Asien sowie Finance, Operations, HR, Security und die Gesamtstrategie. Für seine Arbeit wurde er 2019 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.
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