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Jeder Schütze ist für seinen Schuss verantwortlich. Aber damit endet die Verantwortung bei einer Drückjagd nicht. Wir sprechen darüber, welche Pflichten Jagdleitung und Schützen tragen und warum Sicherheit lange vor dem ersten Schuss beginnt.
„Jeder Schütze ist für seinen Schuss selbst verantwortlich.“ Diesen Satz hört man bei fast jeder Gesellschaftsjagd.
Doch was bedeutet das eigentlich für den Jagdleiter?
In dieser Folge sprechen Michael, Nils und Rechtsanwalt Ulrich Goetjes darüber, wo die Verantwortung bei einer Drückjagd beginnt: bei der Auswahl der Jagdgäste, der Standplanung, klaren Schussbereichen, der Sicherheitsunterweisung und der Kontrolle der Jagdscheine.
Außerdem geht es um schwierige Situationen: Was passiert, wenn ein Jagdgast bereits negativ aufgefallen ist? Wann muss die Jagdleitung die Reißleine ziehen? Welche Aufgaben können delegiert werden? Und warum ersetzt selbst die beste Organisation niemals die eigene Entscheidung des Schützen, ob ein Schuss sicher abgegeben werden kann?
Eine Folge über Haftung – vor allem aber über Verantwortung und gute Jagdorganisation.
Michael Nöding – Moderation
Nils Jurkoweit – jagdliche Praxis
Ulrich Goetjes – Rechtsanwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt unter anderem im Jagd- und Waffenrecht
Eine Produktion von SPRECHWERK.studio
Eine Einladung in ein fremdes Revier ist Vertrauenssache. Gerade beim ersten Mal stellt sich schnell die Frage: Was muss vorher geklärt sein? Was ist frei? Welche Unterlagen gehören mit? Wie verhalte ich mich, wenn ich beim Ansprechen unsicher bin – und was sollte von einem Jagdtag anschließend überhaupt in den sozialen Medien landen?
In dieser Revierfunk-Folge sprechen wir über den Jagdeinladungs-Knigge – allerdings weniger über starre Benimmregeln als über Sicherheit, Verlässlichkeit, Kommunikation und jagdliche Verantwortung.
Themen der Folge:
Vorbereitung und Absprachen vor der Jagd
Besonders beim Thema Social Media lohnt sich der Blick über die eigene jagdliche Blase hinaus. Der Deutsche Jagdverband hat dazu die Broschüre „Die Jagd in den sozialen Medien“ veröffentlicht. Im Juli 2026 kam die Position „Jagdliche Ethik im Diskurs“ hinzu, in der der DJV unter anderem Selbstbeschränkung, Verantwortung für die Außenwirkung der Jagd und eine positive Fehlerkultur thematisiert.
Hinweis: Jagdrechtliche Regelungen unterscheiden sich teilweise zwischen den Bundesländern. Die in der Folge angesprochenen Regelungen zur Jagderlaubnis beziehen sich auf Hessen. Bei der Abgabe von Wildbret gelten zusätzlich die einschlägigen lebensmittel- und hygienerechtlichen Vorschriften; beispielsweise ist bei Schwarzwild die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung zu beachten.
DJV: Jagdliche Ethik im Diskurs
Jagdschein bestanden – und was jetzt?
Nach Wochen oder Monaten der Vorbereitung ist die Jägerprüfung geschafft. Doch mit dem Prüfungszeugnis beginnt ein neuer Abschnitt: die jagdliche Praxis.
In dieser Folge sprechen Michael und Nils darüber, warum Jagdscheinjahre allein noch keinen erfahrenen Jäger machen und weshalb gute Begleitung gerade am Anfang entscheidend ist.
Wir sprechen unter anderem darüber,
warum die Prüfung eher Ausgangspunkt als Abschluss ist,
Eine Folge über Erfahrung, Verantwortung und die Erkenntnis, dass man nach der Jägerprüfung nicht fertig gelernt hat.
Hinweis: Rechtliche Aussagen zur Jagderlaubnis beziehen sich auf die in der Folge angesprochene Jagdpraxis in Hessen. Jagd- und waffenrechtliche Rahmenbedingungen können sich ändern und regional unterscheiden.
Der Jagdschein steckt in der Tasche, die erste Jagdgelegenheit kommt – und plötzlich fühlt sich alles anders an als auf dem Schießstand.
In dieser Folge von Revierfunk sprechen Michael und Nils darüber, was unmittelbar vor dem ersten Schuss wirklich zählt: Wie gehe ich mit Jagdfieber um? Wann bin ich mir beim Ansprechen sicher genug? Was bedeutet ein zuverlässiger Kugelfang? Wie ehrlich muss ich meine eigene Schießfertigkeit einschätzen? Und wann ist es richtig, das Stück einfach ziehen zu lassen?
Außerdem geht es darum, warum moderne Technik eine jagdliche Entscheidung unterstützen, aber nicht ersetzen kann, weshalb der Elterntierschutz besondere Aufmerksamkeit verlangt und warum riskante Schüsse nicht dadurch besser werden, dass technisch vieles möglich erscheint.
Und schließlich: Was ist nach einem Schuss zu tun, wenn das Stück nicht unmittelbar liegt? Warum sollte der Anschuss nicht vorschnell verändert werden? Wann braucht es erfahrene Unterstützung und wann ein Nachsuchengespann?
Die zentrale Botschaft dieser Folge:
Ein guter Jagdtag wird nicht allein daran gemessen, ob Wild erlegt wurde. Manchmal ist der gerade gebliebene Finger die bessere Entscheidung.
Begriffe aus der Folge
Ansprechen: Wildart, Geschlecht, Alter beziehungsweise jagdlich relevante Merkmale möglichst sicher bestimmen.
Kugelfang: Gelände beziehungsweise Material hinter dem Ziel, das ein Geschoss zuverlässig aufnehmen kann, ohne Menschen oder Sachen zu gefährden.
Kammer: Bereich des Brustkorbs mit lebenswichtigen Organen.
Anschuss: Stelle, an der das Wild beim Schuss stand.
Schweiß: jagdsprachlich für Blut.
Nachsuche: gezielte Suche nach krankem beziehungsweise möglicherweise verletztem Wild.
Hinweis: Jagdrechtliche Regelungen unterscheiden sich teilweise zwischen den Bundesländern. Jagdzeiten, Vorgaben zur Nachtzieltechnik, Nachsuche und revierinterne Abläufe sind deshalb für das jeweilige Revier und Bundesland zu prüfen.
Weiterführende Einordnung
Für die redaktionelle Einordnung dieser Folge wurden unter anderem die DJV-Position „Jagdliche Ethik im Diskurs“ vom Juli 2026 sowie die DJV-Broschüre „Die Jagd in den sozialen Medien“ berücksichtigt.
Ein Revier kennen – heißt das, Grenzen, Hochsitze und Wildwechsel in einer App eingezeichnet zu haben?
Nicht ganz.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum echte Revierkenntnis vor allem eines braucht: Zeit im Revier.
Warum verändern Tageszeit und Jahreszeit den Blick auf dieselbe Fläche? Was verraten Schnee, Wildwechsel und Pirschzeichen? Wie zuverlässig sind Karten und Wind-Apps? Und warum können Reviernachbarn, Landwirte und Förster manchmal Informationen liefern, die auf keiner Karte stehen?
Außerdem sprechen wir darüber, weshalb ein Revier nie „fertig kennengelernt“ ist, warum sich gute Ansitzplätze verändern können und worauf man achten sollte, bevor man sich nach zwei Stunden Besichtigung für eine Revierpacht entscheidet.
Viele der angesprochenen Aspekte – Rücksicht gegenüber Wild und anderen Naturnutzern, Kommunikation, Selbstreflexion und der verantwortungsvolle Umgang mit Technik – finden sich auch in der aktuellen Diskussion des Deutschen Jagdverbandes zur jagdlichen Ethik wieder.
Themen dieser Folge:
Revierkenntnis statt Kartenwissen
Ausblick: Seminar analoge Orientierung mit Karte und Kompass 2027
Blattzeit vorbei, Hitze bleibt
Die erste reguläre Folge von Revierfunk führt direkt hinaus ins Revier.
Michael Nöding und Revierjagdmeister Nils Jurkoweit blicken auf die zurückliegende Blattzeit und ordnen ein, wie Hitze und Trockenheit das Wild, den Lebensraum und die Jagdpraxis beeinflussen.
Dabei geht es nicht um allgemeingültige Patentrezepte. Beobachtungen können sich je nach Revier, Lebensraum, Wildart und aktueller Witterung unterscheiden. Entscheidend ist, Veränderungen wahrzunehmen und das eigene jagdliche Handeln daran anzupassen.
In dieser Folge sprechen wir über
Erlegtes Wild muss unmittelbar und hygienisch versorgt werden. Großwild soll gründlich auskühlen und muss alsbald auf eine Innentemperatur von höchstens +7 °C abgekühlt werden. Für Kleinwild gelten höchstens +4 °C.
Bei hohen Außentemperaturen verkürzt sich der zeitliche Handlungsspielraum erheblich. Eine geeignete Kühlmöglichkeit sollte deshalb vor Beginn der Jagd organisiert sein.
Die jeweils geltenden lebensmittelrechtlichen Regelungen und die Anforderungen der zuständigen Behörden bleiben maßgeblich.
Sicherheit und Kugelfang
Ein Schuss darf nur abgegeben werden, wenn das Ziel eindeutig angesprochen wurde, niemand gefährdet wird und ein sicherer Kugelfang vorhanden ist.
Trockene, harte, steinige oder sehr flache Bodenflächen können das Risiko von Abprallern erhöhen. Wald, Bewuchs oder eine bloße Geländefläche sind nicht automatisch ein ausreichender Kugelfang.
Im Zweifel gilt: Der Schuss bleibt draußen.
Weiterführende Informationen und Quellen
Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung – Anlage 4
Anforderungen an die hygienische Behandlung von erlegtem Wild und die vorgeschriebenen Kühltemperaturen:
https://www.gesetze-im-internet.de/tier-lmhv/anlage_4.html
SVLFG – Sicheres Jagdwesen
Grundlegende Informationen zu sicherer Schussabgabe und Kugelfang:
https://www.svlfg.de/sichere-jagd
SVLFG – Sicherheit vor Jagderfolg
Hinweise zum Abprallrisiko und zur Bedeutung des Schusswinkels:
https://www.svlfg.de/fa-sicherheit-vor-jagderfolg
Über Revierfunk
Revierfunk ist der Podcast des Kreisjagdvereins „Hubertus“ Fritzlar-Homberg und der Jagdschule Knüllwald.
Wir sprechen über Jagd, Wildtiere, Lebensräume, Revierpraxis und die Menschen, die Jagd in Nordhessen gestalten.
Der Podcast will informieren, fachlich einordnen und unterschiedliche Perspektiven nachvollziehbar machen. Nicht alles in der Jagd lässt sich mit einer einzigen pauschalen Antwort lösen.
Die Gesprächspartner
Michael Nöding
Moderation, Redaktion und Produktion von Revierfunk sowie 1. Vorsitzender des KJV Fritzlar-Homberg.
Nils Jurkoweit
Berufsjäger, Revierjagdmeister und Inhaber der Jagdschule Knüllwald.
Links
KJV Fritzlar-Homberg
https://www.kjv-fritzlar-homberg.de/
Jagdschule Knüllwald
https://jagdschule-knuellwald.de/
Kontakt und Themenvorschläge
Habt ihr Fragen, Kritik oder einen Themenvorschlag für eine der nächsten Folgen?
Schreibt uns mit dem Betreff „Revierfunk“:
KJV Fritzlar-Homberg:
Jagdschule Knüllwald:
Produktion
Moderation und Redaktion: Michael Nöding
Revierfunk kommt
Jagd findet nicht nur im Wald statt.
Sie beginnt mit Wissen, Verantwortung und der Bereitschaft, offen darüber zu sprechen, warum wir jagen, wie wir jagen und was zeitgemäße Jagd heute leisten muss.
Mit „Revierfunk – Jagen in Nordhessen“ starten der Kreisjagdverein „Hubertus“ Fritzlar-Homberg e. V. und die Jagdschule Knüllwald einen gemeinsamen Podcast.
Wir sprechen über Jagd, wie sie tatsächlich stattfindet: ehrlich, praxisnah und ohne unnötige Inszenierung.
Zu den geplanten Themen gehören unter anderem:
Dabei kommen nicht nur Jägerinnen und Jäger zu Wort. Revierfunk soll unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und einen sachlichen, offenen Dialog ermöglichen.
Wer ist Michael Nöding?
Michael Nöding ist Jäger, erster Vorsitzender des Kreisjagdvereins „Hubertus“ Fritzlar-Homberg e.V. sowie Podcast-Host und Produzent.
Mit SPRECHWERK entwickelt und produziert er Gesprächs- und Podcastformate, in denen komplexe Themen verständlich, strukturiert und menschlich vermittelt werden.
Bei Revierfunk übernimmt er die Moderation, redaktionelle Konzeption und Produktion. Sein Anspruch: keine Hochglanzdarstellung der Jagd, sondern nachvollziehbare Gespräche über Praxis, Verantwortung und die Menschen hinter dem jagdlichen Handwerk.
Wer ist Nils Jurkoweit?
Nils Jurkoweit ist gelernter Berufsjäger und Revierjagdmeister. Er leitet einen privaten Jagdbetrieb in Nordhessen und verfügt über langjährige Erfahrung in der praktischen Jagd, der Aus- und Weiterbildung von Jägern sowie in der Arbeit mit Jagdhunden.
Seit 2016 betreibt er die Jagdschule Knüllwald. Bei Revierfunk bringt er seine fachliche Perspektive als Berufsjäger, Ausbilder und Praktiker ein.
Wer ist der Kreisjagdverein Fritzlar-Homberg?
Der Kreisjagdverein „Hubertus“ Fritzlar-Homberg e.V. ist einer der drei Kreisjagdvereine im Schwalm-Eder-Kreis.
Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, fördert die jagdliche Aus- und Weiterbildung und engagiert sich unter anderem in den Bereichen Revierpraxis, Schießwesen, Jagdhundewesen, Natur- und Artenschutz, Jungjägerarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.
Mit Revierfunk öffnet der Verein einen zusätzlichen Kommunikationskanal: für Mitglieder, junge Jägerinnen und Jäger, Menschen aus der Region und alle, die Jagd besser verstehen möchten.
Wer ist die Jagdschule Knüllwald?
Die Jagdschule Knüllwald wurde 2015 gegründet und wird seit 2016 von Revierjagdmeister Nils Jurkoweit betrieben.
Sie bietet eine fachlich fundierte und praxisnahe Vorbereitung auf die Jägerprüfung. Die Ausbildung findet in kleinen Gruppen statt und verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Ausbildung, Waffenhandhabung, Wildtierkunde und konkreten Einblicken in die Jagdpraxis.
Ein zentraler Ausbildungsstandort befindet sich im Naturzentrum Wildpark Knüll bei Homberg.
Über diesen Trailer
Dieser Ankündigungstrailer gibt einen ersten Eindruck von der Idee, der Haltung und den Themen hinter Revierfunk.
Folgt dem Podcast bereits jetzt und erfahrt als Erste, wann die erste reguläre Folge erscheint.
Links
Kreisjagdverein Fritzlar-Homberg
Jagdschule Knüllwald
SPRECHWERK
Kontakt
Kreisjagdverein Fritzlar-Homberg
Jagdschule Knüllwald
Produktion
Konzeption, Redaktion, Moderation und Produktion:
Fachliche Mitwirkung:
Ein gemeinsames Podcastprojekt des Kreisjagdvereins „Hubertus“ Fritzlar-Homberg e.V. und der Jagdschule Knüllwald.
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