Nach mutmaßlichem Missbrauch an Mädchen: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Der 31-jährige Tatverdächtige, der für den Missbrauch eines 6-jährigen Mädchens nahe des Erlebnisbads Rulantica in Rust (Ortenaukreis) verantwortlich sein soll
ist am Freitagabend in Rumänien festgenommen worden.
Das hat das Polizeipräsidium Offenburg mitgeteilt.
Internationale Zusammenarbeit: Verdächtiger für Kindesmissbrauch gefasst
In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg, dem Bundeskriminalamt,
den rumänischen Sicherheitsbehörden und durch gezielte nationale und internationale Fahndungsmaßnahmen
gelang es dem Polizeipräsidium Offenburg in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Freiburg
den Aufenthaltsort des Tatverdächtigen in Rumänien immer weiter einzugrenzen", hieß es in der Mitteilung.
Damit hätten die länderübergreifenden Fahndungsmaßnahmen der eingerichteten Ermittlungsgruppe Niederwald zum Erfolg geführt.
Der Offenburger Polizeipräsident Jürgen Rieger teilte mit
Alle unsere getroffenen Maßnahmen haben gegriffen. Mein Vertrauen in die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, auch auf internationaler Ebene, wurde bestätigt
Weitere Details zur Festnahme wurden zunächst nicht bekanntgegeben.
Strobl hebt gute Arbeit und Vernetzung hervor
Es sei für die Sicherheit in unserem Land gut, dass die Polizei den mutmaßlichen Sexualstraftäter schnell gefasst hat
reagiert Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Samstag auf die Festnahme - und bedankt sich bei den Beamten der zuständigen Behörden.
Hinter "Schloss und Gitter" könne der Tatverdächtige kein Unwesen mehr treiben, heißt es weiter.
Für Strobl zeige die laut ihm erfolgreiche Fahndung, dass die Sicherheitsbehörden gut vernetzt seien. Die Zusammenarbeit mit Rumänien sei eng und vertrauensvoll.
Internationale Fahndung ohne Foto
Nach Angaben der Polizei wurde der Verdächtige mithilfe von Videoaufnahmen des Erlebnisbades und einem unbeteiligten Zeugen identifiziert.
Zur Fahndung wurde er ohne Foto ausgeschrieben, weil für eine Fahndung mit öffentlichem Foto "besser gesicherte Erkenntnisse" hätten vorliegen müssen, so ein Polizeisprecher.
Die Polizei fand Spuren an dem Mädchen und an sichergestellter Kleidung aus der Wohnung des Mannes, die er am Tattag getragen haben soll.
Der Tatverdächtige konnte erst nach Tagen identifiziert werden. Das liege unter anderem an der Menge der Bilder, die erst nach und nach hätten ausgewertet werden können, sagte ein Polizeisprecher.
Der Erlebnispark hatte seine Überwachungsvideos zur Verfügung gestellt. Auf ihnen war auch zu sehen, wie der Mann das Kind am vergangenen Samstag ansprach.
Polizei sucht weiter nach Zeugen
Das Mädchen soll am Samstag mit ihren Eltern im Erlebnisbad Rulantica zu Besuch gewesen sein.
Plötzlich habe die Sechsjährige ihre Eltern nicht mehr finden können. Ein fremder Mann habe dem Mädchen dann Hilfe bei der Suche angeboten und sie aus dem Bad gelockt, so die Polizei.
Zu Fuß seien die beiden gegen 20:20 Uhr in den angrenzenden Wald gelaufen.
Dort soll der Mann die Sechsjährige aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an ihm durchzuführen.
Danach habe er sie allein im Wald zurückgelassen. Das Mädchen sei mit großer Wahrscheinlichkeit traumatisiert.
Äußerlich habe die Polizei keine größeren Verletzungen festgestellt. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass das Mädchen vergewaltigt wurde.
Der Europa-Park schrieb auf SWR-Anfrage, man bedauere den Vorfall. Es handele sich dabei aber um einen Einzelfall,
für den das Europa-Park Erlebnis-Resort über detaillierte Notfallpläne und geschultes Personal verfüge.
Diese seien eng mit den Behörden abgestimmt. Alle 700 Mitarbeitenden des Bades seien sehr sensibilisiert, was das Thema angehe.
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