Software Testing & Qualität - Testautomatisierung, KI & Agilität

Risikobasiertes Testen - Uwe Paesch


Listen Later

Die Teststrategie für eine sinnvolle Testpriorisierung

📌 Konferenz-Tipp: TACON 2026 in Leipzig (16.–17. September). Ich war letztes Jahr als Keynote dort und fand den Austausch richtig gut 👉 https://swt.fm/tacon

“Ein Kunde liefert viereinhalbtausend falsche Rechnungen. Schadenspotenzial relativ hoch, Auffindbarkeit auch relativ hoch.” - Uwe Paesch

In dieser Episode spreche ich mit Uwe Paesch über risikobasiertes Testen. Er teilt seine Erfahrungen und erklärt, wie sein Unternehmen risikobasiertes Testen implementiert hat, um die Testabdeckung zu verbessern und Risiken zu minimieren, insbesondere bei einem ERP-System. Wir sprechen über die Herausforderungen bei der Risikobewertung, die Bedeutung der Zusammenarbeit und die kontinuierliche Anpassung der Tests. Unser Gespräch dreht sich um die Frage, wie risikobasiertes Testen als fortlaufender Prozess gelebt wird, der die Qualität der Software verbessert.

Uwe Paesch ist seit 1989 im IT-Umfeld tätig, mal bei Herstellern, mal bei Anwendern. Von 2008 bis 2024 bei der Bison Schweiz AG. Und da in verschiedenen Rollen: Business Consultant, Product Owner für verschiedene Produkte, in den letzten Jahren wieder als Projektmanager unterwegs. Seit einigen Jahren Mitglied in der Quality Assurance Gilde. Sein Augenmerk ist: Qualität ist Einstellung und nicht Eigenschaft. Qualitätssicherung begleitet den gesamten Prozess der Produktentwicklung. Habe massgeblich an der Einführung von risikobasiertem Testen als Standardprozess bei der Bison mitgewirkt und gebe auch interne Kurse in diesem Bereich.

Highlights:

  • Risikobasiertes Testen hat bei der Bison Gruppe dazu geführt, dass 50 bis 60 Prozent der alten End-to-End-Tests ersatzlos gestrichen werden konnten, weil sie auf niedrigere Teststufen verlagert oder als überflüssig erkannt wurden.
  • Risiken lassen sich am besten über Domänen aufteilen, zum Beispiel Verkauf, Wareneingang oder Stammdaten, und dann darunter konkret benennen, was auf keinen Fall schiefgehen darf.
  • Die Bewertung jedes Risikos aus drei Faktoren, Schadenspotenzial, Auffindbarkeit und Komplexität, jeweils auf einer Skala von 1 bis 3 multipliziert, ergibt eine Kennzahl, die Priorisierungsentscheidungen objektivierbar macht.
  • Risikobasiertes Testen schafft Qualitätsbewusstsein durch die gesamte Entwicklungskette, von der Anforderungsanalyse bis zur Implementierung, weil alle Beteiligten sehen, wo Fehler den größten Schaden anrichten.
  • Ein Risikokatalog ist kein einmaliges Dokument, sondern muss bei neuen Anforderungen und nach jedem Bug-Feedback neu bewertet werden, um seine Steuerungswirkung zu behalten.
  • Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

    ...more
    View all episodesView all episodes
    Download on the App Store

    Software Testing & Qualität - Testautomatisierung, KI & AgilitätBy Richard Seidl - Experte für Software-Entwicklung und Testautomatisierung