Warum sich KI in Unternehmen nicht rechnet, solange die Dateninseln stehen bleiben
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„Es gibt keinen isolierten Business Case, der sich rechnet." - Gunter Dueck
Warum tut sich in Deutschland so wenig, obwohl alle wissen, was geändert werden müsste? Mit Gunter Dueck spreche ich über überregulierte Unternehmen, die durch ihre eigenen Prozesse handlungsunfähig geworden sind, über das Fehlen einer echten Industriepolitik und darüber, warum die Chancen rund um humanoide Roboter und KI gerade an uns vorbeigehen. Gunter beschreibt, wie Gifford Pinchots Prinzipien des Intrapreneurings heute genauso gelten wie vor Jahrzehnten und warum trotzdem kaum jemand danach handelt. Was mich beschäftigt: Nicht Bösartigkeit steckt dahinter, sondern ein System, das sich selbst lähmt, während andere Länder längst konzertiert handeln.
Gunter Dueck (Jahrgang 1951) lebt als freier Schriftsteller, Philosoph, Business Angel und
Speaker in Waldhilsbach bei Heidelberg. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor
arbeitete er fast 25 Jahre bei der IBM, zuletzt bei seinem Wechsel in den Unruhestand als
Chief Technology Officer.
Dueck ist korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen,
Fellow des amerikanischen Ingenieursverbandes IEEE und Fellow der Gesellschaft für
Informatik. Er ist Autor vieler Spiegel-Bestseller, zuletzt „Das Neue und seine Feinde“,
„Schwarmdumm“, „Heute schon einen Prozess optimiert?“ und „Keine Sinnfragen, bitte!“
Überprozessierte Unternehmen werden handlungsunfähig: Wer jede Reise einzeln genehmigen lassen muss, frisst Managementzeit auf und zerstört die Tiefenkonzentration, die Softwareentwicklung braucht.KI rechnet sich ohne Foundation nicht: Wer kein einheitliches, maschinenlesbares Datenfundament aufbaut, legt nur eine weitere teure Schicht über bestehende Dateninseln, die seit 30 Jahren niemand bereinigt.Gifford Pinchots Grundsatz "Work underground as long as you can" bleibt der einzige praktische Weg, in durchprozessierten Konzernen überhaupt noch Innovation zu treiben.Industriepolitik und Förderung sind zwei verschiedene Dinge: Förderung verteilt Geld ohne Richtung, Industriepolitik benennt eine Branche und zieht eine gesamte Zuliefererinfrastruktur koordiniert hoch.Humanoide Roboter scheitern bislang vor allem an der Hand, weil die nötige Tastsensorik für unterschiedliche Griffkräfte noch nicht gelöst ist, obwohl Kopf und Bewegung technisch weitgehend fertig sind.Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik