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Patrick Vogel und Thomas Pfeifle richten den Fokus auf das Kernproblem der KI-Welle: Strom. "Ich brauche zehnmal so viel Strom für eine ChatGPT-Anfrage wie für Google." Hyperscaler kämpfen mit einem hyperlokalen Engpass, denn Rechenzentren bündeln enorme Leistung auf engem Raum. Neue Chip-Generationen steigern zwar die Effizienz, doch die Modellkomplexität wächst jährlich um das Fünf- bis Siebenfache. "Du bist immer noch in einem exponentiellen Wachstum drin." Mit der Verlagerung von Rechenleistung in Städte steigt der Druck auf Netze, Transformatoren und Elektrifizierung. Die USA sichern sich Vorteile durch Gas und politischen Rückenwind, China agiert im "Streetfighter-Modus", Japan plant mit Atomkraft strategisch voraus. TBF reduziert LNG und setzt stärker auf Elektrifizierung. "Die anderen Bereiche rund um Elektrifizierung überraschen immer mehr." Fazit: KI löst einen Infrastrukturboom aus, der Energieaktien strukturell stärkt.
Maximilian Dreide berichtet von der CES in Las Vegas und beschreibt einen klaren Wendepunkt. Die Messe zeigt längst mehr als Unterhaltungselektronik. "KI ist längst im industriellen Kern angekommen." KI durchdringt Industrie, Mobilität und Arbeitswelten. Autonome Fahrzeuge fahren bereits seriennah durch US-Städte. Humanoide Roboter dominieren ganze Hallen, bleiben aber noch Jahre von Massenanwendungen entfernt. Der wahre Engpass liegt woanders. Jede KI-Anwendung braucht massive Rechenleistung und damit enorme Energiemengen. Neue Agentic-AI-Modelle benötigen laut Nvidia das Hundert- bis Tausendfache klassischer Suchanfragen. Rechenzentren erreichen Dimensionen ganzer Kraftwerke. Kooperationen wie Siemens und Nvidia zeigen, wie stark Industrie und KI verschmelzen. "Rechenleistung braucht Strom. -Der Flaschenhals heißt Energie." Dreide sieht den Fokus klar auf der Infrastruktur. Investitionen fließen nicht nur in Chips und Software, sondern in Stromerzeugung, Netze und Kühlung. Autonomes Fahren, Robotik und KI wachsen nur gemeinsam mit Energie.
Nach drei schwachen Jahren scheint die Durststrecke vorbei, Bewertungen sind günstig und viele Firmen liefern Margen, weniger Schulden und hohe Free Cashflows. Bei Abnehm-Medikamenten zählt nicht mehr "wie schnell wie viel", sondern Qualität: Fett runter, Muskeln erhalten, Nebenwirkungen runter, plus Nutzen gegen Bergleiterkrankungen wie Leberprobleme und bestimmte Tumore. Novo Nordisk und Eli Lilly dominieren weiter, Lilly hat die Nase vorn. Wer angreifen will, braucht Differenzierung: Pille statt Spritze, seltener dosieren, Zusatznutzen für spezielle Patienten. KI ist angekommen, aber nüchtern: hilfreich im Backoffice und bei Entwürfen, stark in der Bildgebung, noch kein Game-Changer für neue Wirkstoffe. Politisch hat die Unsicherheit nach Übernahmen nachgelassen. Preisdruck könnte eher nach Europa rüberschwappen.
KI wandert aus den Keynotes in die Bilanzen. KI ist der Turbo für Umsätze, Margen und Bewertungen. Zwischen GPU-Hunger, Rechenzentrums-Boom und Token-Ökonomie: Wo stehen wir im KI-Superzyklus? "Wir sind noch nicht am Ende", so Max Dreide von TBF über die Risiken einer Circular Bubble. "Jeder investierte Cent rentiert sich bereits kurzfristig." Zum Beispiel im Bereich der Stimmenklone ("ElevenLabs"). Das war auf der AI Week in Frankfurt zu sehen und zu erleben. Andere Unternehmen testen schon lange KI-Module in der Datenverarbeitung: "Der Papierkram im Pharmaziewesen wird optimiert", sagt Thomas Pfeifle, der jedoch unseren Umgang mit KI kritisiert - wie auch die Skepsis vor allem in Deutschland. Zyklische Risiken (Peak-Capex, Normalisierung der GPU-Knappheit) und Engpässe wie Stromverfügbarkeit werden klar adressiert: Ohne Energie, Kühlung und Netzkapazitäten keine Skalierung - dadurch entstehen Chancen bei Infrastruktur- und "Pick-and-Shovel"-Anbietern.
Die USA sind zunächst einmal vorsichtig eingeschwenkt auf einen Kurs der niedrigeren Zinsen. Roman Kostal, Fixed Income-Experte bei TBF: "Ich höre auf Trump, er wird alles daran setzen, die Zinsen weiter zu senken." Und das in Zeiten immer noch zu hoher Inflation und schlechter Arbeitsmarktzahlen. Hinzu kommt ein (kostspieliger) Shutdown - die USA-Schulden wachsen. "Wir sehen einen exponentiellen Anstieg, das ist aber noch immer kein großes Problem für den Markt. Der Dollar bleibt die Reservewährung." Profitieren Notenbanken mit weniger Inflationsdruck, wie zum Beispiel in Indien, Mexiko oder Brasilien? "Keine Abkopplung, aber die fundamentalen Daten haben sich verbessert. Ich bin sehr positiv gestimmt, was diese Märkte betrifft." Und was macht der Fußball? Seine völkerverbindende Funktion wäre wichtiger denn je, schließlich findet 2026 die WM in den USA, in Mexiko und in Kanada statt. "Gut möglich, dass es bei Zollneuverhandlungen zu einer positiven Überraschung kommt." Für den TBF Global Income ergibt sich folgende Hochrechung: "Untergewichtet in den etablierten Märkten und etwas übergewichtet in den Schwellenländern."
An der Börse spielt vor allem die Langfristigkeit eine große Rolle - so gesehen ist dieser Marathon durchaus vergleichbar mit bestimmten Sportarten, die eine ähnliche Ausdauer und Beharrlichkeit erfordern. Das Wuppertaler Triathlon-Ass und Ironman-Siegerin Sophia Trenz ist Markenbotschafterin für den Fondsspezialisten TBF. Kurz vor dem Abflug zur Ironman-Weltmeisterschaften auf Big Island Hawaii gibt Sophia persönliche Einblicke in ihre Seele als Extremsportlerin, Ärztin und Familienmensch. Trenz betreibt diesen Sport erst seit fünf Jahren, ist also eine Späteinsteigerin - aber eben auch Durchstarterin, ganz nach dem Ironman-Motto: "Anything is possible." Aber ohne im Schnitt 20 Stunden Training pro Woche geht gar nichts. Doch die examinierte Ärztin trainiert gerne. Darüber hinaus hält sie Vorträge in der Finanzbranche zum Thema Mindset und Ausdauer: "Rückschläge spornen mich an."
"Wir haben uns aus dem Sektor verabschiedet." In diesem Podcast geht es um den (richtigen) Zeitpunkt des Verkaufs aller Rüstungsaktien - ein Schritt, der sich für den Fonds als vorteilhaft erwiesen hat. Schütt erklärt, dass Verteidigungsaktien mit rund 10 % im Portfolio gewichtet waren, darunter bekannte Unternehmen wie Rheinmetall und Leonardo. Diese Investments erzielten eine Performance von etwa 4 %. Das rechtfertigt aus seiner Sicht die Entscheidung, die Aktien zu verkaufen und zunächst in Cash zu bleiben, um die Marktentwicklung nach den Sommerferien abzuwarten. Dabei spielt auch die Psychologie eine Rolle: Verkauft man, wenn die Kurse steigen, oder folgt man rein mathematischen Analysen? Sebastian Schütt verantwortet den TBF European Opportunities Fonds gemeinsam mit Daniel Dreher.
Patrick Vogel und Thomas Pfeifle sind mitverantwortlich für den TBF SMART POWER Fonds. Sie analysieren die Ursachen des Stromausfalls in Spanien am 28. April und sehen hohen Investitionsbedarf in die Energie-Infrastruktur Europas. Das ist attraktiv für Anleger. "Nur 3 % Interkonnektivität - das ist fatal", warnt Pfeifle. Die schlechte Anbindung Spaniens an das europäische Stromnetz verschärfte die Auswirkungen des Blackouts. Auslöser einer Kettenreaktion: Generatoren liefen asynchron, es kam zu Spannungsinstabilitäten. Die Folgen: Kommunikationsausfälle, wie Betroffene aus Spanien berichteten. Wer ist Schuld? "Erneuerbare Energien sind nicht schuld", stellt Vogel klar. Vielmehr fehle die Trägheit konventioneller Kraftwerke und Netze sind nicht ausreichend stabil. Der TBF SMART POWER investiert gezielt in Technologien zur Optimierung von Energieflüssen. "Wir sehen großes Potenzial in Speicherlösungen und moderner Sensorik", sagt Vogel. Das Duo betont: Auch Deutschland drohen ähnliche Risiken. Der Blackout dient als Warnsignal für Europa.
Die Stimmung in den USA ist dank KI-Euphorie positiv, in Europa hingegen zurückhaltend. "KI ist ein Gamechanger, aber Europa hinkt oft hinterher", erklärt er. Besonders die Softwarebranche zeige solide, aber vorsichtige Ausblicke. Im Halbleitersektor betont Max die oft unterschätzte Bedeutung europäischer Firmen. "ASML beispielsweise, ist essenziell für moderne Chipproduktion", sagt er und verweist auf deren laserbasierte Technologien. Infineon sieht er als wichtigen Akteur im Elektromobilitätsbereich. Eindrücke aus Firmenbesuchen bestätigen für ihn die Innovationskraft europäischer Hersteller. "Die KI-Revolution verändert die Nachfrage grundlegend - dieser Zyklus bricht klassische Muster." Dennoch bleibt der Halbleiter-Markt volatil. TBF setzt gezielt auf Innovation - ASML ist gesetzt, Infineon bleibt eine Option. Europas Vielfalt in der Halbleiterkette bietet laut Max Dreide eine tragfähige Basis für selektives Wachstum. "Viel Potenzial - wenn man genau hinsieht!"
"Ich habe ganz schön geschwitzt, wegen der Wahl in Rumänien", gesteht Roman Kostal, Fixed Income Experte bei TBF. Aber am Ende hat der europafreundliche Kandidat Nucusor Dan die Wahl gewonnen, "ansonsten hätte ich meine rumänischen Staatsanleihen verkauft." Kostal analysiert die abkühlende US-Wirtschaft und rechnet mit sinkenden Zinsen in den USA . "Der US-Dollar wird sich strukturell abschwächen", prognostiziert er. Kostal erwartet Zinssenkungen frühestens im September - getrieben durch nachlassenden Konsum, steigende Preise und wirtschaftliche Schwäche. "US-Wirtschaft kühlt sich ab", sagt er und sieht darin Chancen für Schwellenländer. Besonders profitieren könnten Märkte, deren Zentralbanken weniger Inflationsdruck verspüren. Märkte wie Brasilien, Indien oder Mexiko rücken für ihn in den Fokus, da sie sich zunehmend von den USA entkoppeln. Mexiko bewertet er langfristig als Gewinner - trotz - besser gesagt: wegen des US-Protektionismus.
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