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Wir haben darüber gesprochen, warum es offenbar mehr politischen Druck für Kürzungen als gegen sie gibt und wie es besser gelingen könnte, politischen Druck für die Millionen von Menschen zu organisieren, die kein Interesse an diesen Kürzungen haben. Wie können wir dazu beitragen, dass wir Menschen uns zusammen für unsere Interessen einsetzen? | Instagram „ROTE IMPULSE“: https://www.instagram.com/roteimpulse | Podink: https://pod.link/aHR0cHM6Ly9yb3RlLWltcHVsc2UucG9kaWdlZS5pby9mZWVkL21wMw | Redaktion: Judith Franke | Produktion: Daniel Reitzig
Ist Deutschland gespalten? Die Prognosen zu den Landtagswahlen am Sonntag in Sachsen-Anhalt scheinen dieses Bild zu bestätigen. Aber was bedeutet es eigentlich, von einer „gespaltenen Gesellschaft“ zu sprechen? Gilda Sahebi, Ärztin, Politikwissenschaftlerin, freie Journalistin und Autorin des Buches „Verbinden statt Spalten“, sagt: Die Spaltung ist nicht echt, sondern wird inszeniert, um die Interessen bestimmter Profiteure zu verschleiern. Jan Dieren, Bundestagsabgeordneter für die Menschen in Moers, Krefeld und Neukirchen-Vluyn, entgegnet: Von einer gespaltenen Gesellschaft zu sprechen, ist sinnlos. Warum reden wir also über eine gespaltene Gesellschaft und was hat das mit unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit zu tun?
Ausgehend von Gildas Buch diskutieren beide, ob die gesellschaftlichen Gegensätze, die wir erleben, wirkliche Interessenkonflikte sind oder ob viele dieser Konflikte erst durch öffentliche Debatten und politische Erzählungen herbeigeführt werden. Je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, ergeben sich sehr unterschiedliche politische Konsequenzen.
Am Ende finden Gilda und Jan aber einen gemeinsamen Ausgangspunkt: den Menschen vertrauen. Trotz Krisen, Ungleichheit und gesellschaftlicher Konflikte organisieren sie Solidarität, unterstützen einander und schaffen Verbindungen. Gilda und Jan sind sich einig, dass darin großes Potenzial für eine gerechtere Gesellschaft liegt.
Link zum Buch „Verbinden statt spalten“:
Unsere Gesellschaft ist geprägt von Spaltungslinien innerhalb der arbeitenden Klasse: Etwa zwischen abgesicherten und prekären Beschäftigten, zwischen Stamm- und Randbelegschaften sowie Spaltungen entlang von Geschlecht und Migration. Nicole Mayer-Ahuja hat ein Buch geschrieben, in dem sie argumentiert, warum Klassengesellschaft auch im 21. Jahrhundert ein zentraler Begriff zum Verständnis unserer Gesellschaft ist.
Wie drücken sich Klassenverhältnisse heute über Lohnabhängigkeit, Arbeitsbedingungen und soziale Unsicherheit aus und welche gemeinsamen Erfahrungen verbinden Menschen trotz sehr unterschiedlicher Lebenswirklichkeiten? Und welche Folgen haben diese Entwicklungen für Solidarität, politische Organisierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welche Rolle können staatliche Politik, Gewerkschaften und Betriebsräte dabei spielen, neue Formen gemeinsamer Interessenvertretung zu ermöglichen?
Link zum Buch „Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet“: https://www.chbeck.de/mayer-ahuja-klassengesellschaft-akut/product/38844407
ROTE IMPULSE ist mein neuer Podcast. Mit meinen Gästen aus Wissenschaft, Journalismus, politischen Organisationen und sozialen Bewegungen diskutiere ich über die politischen Herausforderungen unserer Zeit.
Dabei gehen wir immer einer zentralen Frage nach: Welche Impulse können wir aufgreifen für ein besseres Morgen?
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