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[Fischer] Ein ganz alter Schlager, von Hildegard Knef. Lange vor eurer Zeit, liebe Konfis (und vor meiner auch). Aber im letzten Jahr ist dieser alte Hit von 1968 wieder berühmt geworden als eines der Lieder, dass sich Angela Merkel zum Abschied ausgesucht hatte. Sei's drum.
[] Der Text handelt von den Träumen mit 16, die ja vielleicht auch schon die Träume mit 14 oder 15 sind. Er handelt von großen Erwartungen an die Welt und an das Leben. "Für mich soll's rote Rosen regnen. Mir sollten sämtliche Wunder begegnen." Und von dem, was das Leben dann tatsächlich draus macht: von Enttäuschungen und immer kleineren Träumen, und von dem Aufbäumen gegen all das, von der Sehnsucht nach neuen Wundern.
[] Jetzt sitzt ihr hier, noch nicht einmal 16, aber auch mit euren Vorstellungen über eure Zukunft, euren Träumen, euren Erwartungen an das Leben. Ihr seid gereift in diesen letztem Jahr -- es war eine Freude, dabei zuzuschauen. Ihr geht mit offenen Augen auf die Zukunft zu. Und ich wünsche euch das aller-allerbeste dafür. Ich wünsche euch...
[Holm] ... nicht, dass es für euch rote Rosen regnet. Irgendwie ist das nämlich ein trostloses Bild, wenn man drüber nachdenkt. Wenn die wunderschöne rote Rosenblüte in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt wird und diese dann einzeln herunterfallen. Ein kurzes, irgendwie auch romantisches Taumeln im Luftzug und dann liegen sie auch schon auf dem Boden. In kürzester Zeit werden sie verwelken, so ganz ohne Wurzeln, Blätter und Stiel. Vielleicht werden sie auch zertreten, jetzt, wo die Schönheit getrennt ist von dem stolzen Rosenstock mit seinen Dornen. Nein, ich wünsche euch nicht, dass nach einem kurzen Moment im Rampenlicht, einem Augenblick des gefühlten Glücks, alles so schnell zu Ende geht.
[] Die Schönheit der Rose, das haben wir ja miteinander gelernt, die entfaltet sich ja nicht in einem Blütenblätter regen. Sie entfaltet sich in dem, was da wächst, auf einer soliden Wurzel und einem stabilen Stamm, über grünen Blättern und Sicherheit gebenden Dornen. Ich wünsche euch zuallererst, dass euch das alles erhalten bleibt. Dass ihr verwurzelt bleibt im Glauben, im Vertrauen auf die Zusage Gottes. Dass euer Leben Nahrung findet in Gottes Wort, im betenden Gespräch mit ihm und in der Gemeinschaft an seinem Tisch. Und dass ihr in Gottes gutem Rahmen bleibt, in dem Wachstum zur Schönheit am besten überhaupt möglich ist. Ich wünsche euch...
[Engele] ...dass ihr nicht mit fremden Rosenblättern beregnet werden müsst, weil bei euch selber etwas blüht. Wenn die Rose so langsam in die Höhe wächst, sieht man ja noch nicht, was da so wunderschön aus der Knospe herausbrechen wird. Aber man kann es mehr und mehr ahnen: ein Wunderwerk. Was haben wir gestöhnt, als wir 18 einzelne Blütenblätter an jede einzelne Krepppapierrose ankleben mussten. Gestöhnt und gestaunt, den wir haben ein Stück mehr begriffen, was für ein Wunder Gottes jede einzelne Rosenblüte ist.
[] In diesem Jahr, in dem wir mit euch unterwegs waren, haben wir drei -- wir vier, den Elias, der da drüben bei der Band steht, gehört ja unbedingt auch dazu -- so manche kurze Einblicke in das erhaschen können, was da so "knospt" in eurem Leben. Wir konnten oft genug staunen über das, was Gott in euch hinein gelegt hat und was jeden und jede von euch zu einzigartigen Persönlichkeiten macht. Das wünsche ich euch: Dass das aufgeht und zur Blüte kommt. Dass das Wunder Gottes in eurem Leben voll zur Sichtbarkeit und Geltung kommt. Dass aus Wurzel und Stiel und, ja, auch aus den Dornen, am Ende etwas wird, was euch mit dem vollen Leben beschenkt, anderen mit euch zum Segen wird und Gott in allem dem die Ehre gibt. Ich wünsche euch...
[Fischer] ... dass eines Tages, wenn ihr (vielleicht zur goldenen Konfirmation in 50 Jahren) wieder zusammenkommt, ein ganzer, wunderschöner Rosengarten erblüht ist, mit lauter einzigartig schönen Blüten. Dafür hat Gott schon ganz viel hineingelegt in euer Leben und ihr dürft es entdecken, entfalten, gestalten und pflegen.
[] Ja, pflegen. Das gehört nämlich auch dazu. Damit ein Rosengarten blüht, braucht es einiges an Arbeit. Das richtige Klima, Wasser und Dünger, den richtigen Schnitt. Mir ist da die berühmte Geschichte vom "kleinen Prinzen" eingefallen, nach dem Weltbestseller von Antoine de Saint-Exupéry. Da gibt es ja auch eine Rose: Die einzige Blume, die auf dem Planeten des kleinen Prinzen wächst. Und die ist anspruchsvoll -- und ganz schön empfindlich. Die will zur rechten Zeit gegossen werden und vor Zugluft geschützt werden (mit einem Wandschirm). Und abend muss man sie unter eine Glasglocke stellen, gegen die Kälte. Von den Tigern mit ihren Krallen ganz zu schweigen. Denkt nicht, dass eure Lebensrose ohne Pflege auskommt.
[Holm] Das klingt jetzt fast so ein wenig nach: "Jeder ist seines Glückes Schmid." Oder eher. "Jeder ist seiner Rose Gärtner." Aber das Bild hinkt. Man kann doch nicht gleichzeitig die Rose und der Gärnter sein.
[Engele] Wie gut, dass man das nicht muss. Dass man das Gärtnern dem überlassen kann, der die Rosen überhaupt erst erfunden hat -- und der auch schon weiß, was in eurem Leben blühen kann. Wie gut, dass man auf Gott vertrauen kann. So heißt es schon bei Jesus: "Schaut die [Blumen] auf dem Feld an, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen."
[Fischer] "Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun?", fragt Jesus. Und das tut auch uns gut, wenn ihr nach dieser intensiven gemeinsamen Wegstrecke nun weiter in euer Leben zieht. Gott wird bei euch sein und für die Rose sorgen, das wissen wir bestimmt.
[Holm] Und wenn dann doch einmal eine Durststrecke kommt -- wenn es spannend wird im Leben, wenn nicht immer nur alles wächst und blüht, dann denkt an die ganz besondere Rose, die ihr beim Wochenende im Waldheim kennengelernt hat: die Rose von Jericho, die auch nach langer Trockenheit im Wasser wieder aufblüht. Und dann denkt daran, dass ihr zu dem gehört, dessen Spezialität es ist, neues Leben zu schenken. Der Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, ist der Gott, der euer Gärtner ist!
[Engele] Wenn wir heute um seinen Segen bitten, so sprechen wir euch lediglich zu, was er schon längst versprochen hat: Dass er immer dabei sein wird. Darauf könnt ihr euch verlassen!
[Fischer] Und wer weiß, was unter seinem Segen noch alles ganz neu zu blühen beginnt. Welche Farben sich da noch entfalten. Welche Schönheit sich da in eurem Leben auftut. Vielleicht ist es am Ende dann doch noch, als würde es rote Rosen regnen...
By Christoph Fischer[Fischer] Ein ganz alter Schlager, von Hildegard Knef. Lange vor eurer Zeit, liebe Konfis (und vor meiner auch). Aber im letzten Jahr ist dieser alte Hit von 1968 wieder berühmt geworden als eines der Lieder, dass sich Angela Merkel zum Abschied ausgesucht hatte. Sei's drum.
[] Der Text handelt von den Träumen mit 16, die ja vielleicht auch schon die Träume mit 14 oder 15 sind. Er handelt von großen Erwartungen an die Welt und an das Leben. "Für mich soll's rote Rosen regnen. Mir sollten sämtliche Wunder begegnen." Und von dem, was das Leben dann tatsächlich draus macht: von Enttäuschungen und immer kleineren Träumen, und von dem Aufbäumen gegen all das, von der Sehnsucht nach neuen Wundern.
[] Jetzt sitzt ihr hier, noch nicht einmal 16, aber auch mit euren Vorstellungen über eure Zukunft, euren Träumen, euren Erwartungen an das Leben. Ihr seid gereift in diesen letztem Jahr -- es war eine Freude, dabei zuzuschauen. Ihr geht mit offenen Augen auf die Zukunft zu. Und ich wünsche euch das aller-allerbeste dafür. Ich wünsche euch...
[Holm] ... nicht, dass es für euch rote Rosen regnet. Irgendwie ist das nämlich ein trostloses Bild, wenn man drüber nachdenkt. Wenn die wunderschöne rote Rosenblüte in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt wird und diese dann einzeln herunterfallen. Ein kurzes, irgendwie auch romantisches Taumeln im Luftzug und dann liegen sie auch schon auf dem Boden. In kürzester Zeit werden sie verwelken, so ganz ohne Wurzeln, Blätter und Stiel. Vielleicht werden sie auch zertreten, jetzt, wo die Schönheit getrennt ist von dem stolzen Rosenstock mit seinen Dornen. Nein, ich wünsche euch nicht, dass nach einem kurzen Moment im Rampenlicht, einem Augenblick des gefühlten Glücks, alles so schnell zu Ende geht.
[] Die Schönheit der Rose, das haben wir ja miteinander gelernt, die entfaltet sich ja nicht in einem Blütenblätter regen. Sie entfaltet sich in dem, was da wächst, auf einer soliden Wurzel und einem stabilen Stamm, über grünen Blättern und Sicherheit gebenden Dornen. Ich wünsche euch zuallererst, dass euch das alles erhalten bleibt. Dass ihr verwurzelt bleibt im Glauben, im Vertrauen auf die Zusage Gottes. Dass euer Leben Nahrung findet in Gottes Wort, im betenden Gespräch mit ihm und in der Gemeinschaft an seinem Tisch. Und dass ihr in Gottes gutem Rahmen bleibt, in dem Wachstum zur Schönheit am besten überhaupt möglich ist. Ich wünsche euch...
[Engele] ...dass ihr nicht mit fremden Rosenblättern beregnet werden müsst, weil bei euch selber etwas blüht. Wenn die Rose so langsam in die Höhe wächst, sieht man ja noch nicht, was da so wunderschön aus der Knospe herausbrechen wird. Aber man kann es mehr und mehr ahnen: ein Wunderwerk. Was haben wir gestöhnt, als wir 18 einzelne Blütenblätter an jede einzelne Krepppapierrose ankleben mussten. Gestöhnt und gestaunt, den wir haben ein Stück mehr begriffen, was für ein Wunder Gottes jede einzelne Rosenblüte ist.
[] In diesem Jahr, in dem wir mit euch unterwegs waren, haben wir drei -- wir vier, den Elias, der da drüben bei der Band steht, gehört ja unbedingt auch dazu -- so manche kurze Einblicke in das erhaschen können, was da so "knospt" in eurem Leben. Wir konnten oft genug staunen über das, was Gott in euch hinein gelegt hat und was jeden und jede von euch zu einzigartigen Persönlichkeiten macht. Das wünsche ich euch: Dass das aufgeht und zur Blüte kommt. Dass das Wunder Gottes in eurem Leben voll zur Sichtbarkeit und Geltung kommt. Dass aus Wurzel und Stiel und, ja, auch aus den Dornen, am Ende etwas wird, was euch mit dem vollen Leben beschenkt, anderen mit euch zum Segen wird und Gott in allem dem die Ehre gibt. Ich wünsche euch...
[Fischer] ... dass eines Tages, wenn ihr (vielleicht zur goldenen Konfirmation in 50 Jahren) wieder zusammenkommt, ein ganzer, wunderschöner Rosengarten erblüht ist, mit lauter einzigartig schönen Blüten. Dafür hat Gott schon ganz viel hineingelegt in euer Leben und ihr dürft es entdecken, entfalten, gestalten und pflegen.
[] Ja, pflegen. Das gehört nämlich auch dazu. Damit ein Rosengarten blüht, braucht es einiges an Arbeit. Das richtige Klima, Wasser und Dünger, den richtigen Schnitt. Mir ist da die berühmte Geschichte vom "kleinen Prinzen" eingefallen, nach dem Weltbestseller von Antoine de Saint-Exupéry. Da gibt es ja auch eine Rose: Die einzige Blume, die auf dem Planeten des kleinen Prinzen wächst. Und die ist anspruchsvoll -- und ganz schön empfindlich. Die will zur rechten Zeit gegossen werden und vor Zugluft geschützt werden (mit einem Wandschirm). Und abend muss man sie unter eine Glasglocke stellen, gegen die Kälte. Von den Tigern mit ihren Krallen ganz zu schweigen. Denkt nicht, dass eure Lebensrose ohne Pflege auskommt.
[Holm] Das klingt jetzt fast so ein wenig nach: "Jeder ist seines Glückes Schmid." Oder eher. "Jeder ist seiner Rose Gärtner." Aber das Bild hinkt. Man kann doch nicht gleichzeitig die Rose und der Gärnter sein.
[Engele] Wie gut, dass man das nicht muss. Dass man das Gärtnern dem überlassen kann, der die Rosen überhaupt erst erfunden hat -- und der auch schon weiß, was in eurem Leben blühen kann. Wie gut, dass man auf Gott vertrauen kann. So heißt es schon bei Jesus: "Schaut die [Blumen] auf dem Feld an, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen."
[Fischer] "Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun?", fragt Jesus. Und das tut auch uns gut, wenn ihr nach dieser intensiven gemeinsamen Wegstrecke nun weiter in euer Leben zieht. Gott wird bei euch sein und für die Rose sorgen, das wissen wir bestimmt.
[Holm] Und wenn dann doch einmal eine Durststrecke kommt -- wenn es spannend wird im Leben, wenn nicht immer nur alles wächst und blüht, dann denkt an die ganz besondere Rose, die ihr beim Wochenende im Waldheim kennengelernt hat: die Rose von Jericho, die auch nach langer Trockenheit im Wasser wieder aufblüht. Und dann denkt daran, dass ihr zu dem gehört, dessen Spezialität es ist, neues Leben zu schenken. Der Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, ist der Gott, der euer Gärtner ist!
[Engele] Wenn wir heute um seinen Segen bitten, so sprechen wir euch lediglich zu, was er schon längst versprochen hat: Dass er immer dabei sein wird. Darauf könnt ihr euch verlassen!
[Fischer] Und wer weiß, was unter seinem Segen noch alles ganz neu zu blühen beginnt. Welche Farben sich da noch entfalten. Welche Schönheit sich da in eurem Leben auftut. Vielleicht ist es am Ende dann doch noch, als würde es rote Rosen regnen...

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