IGEPHA im Gespräch

S8_Vol. 2 – IGEPHA im Gespräch mit Dennis Stern


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Nachhaltigkeit in der Consumer Healthcare Branche

Gast: Dr. Dennis Stern
Dr. Stern bringt einen beeindruckenden Hintergrund mit. Er hat an der Ruhr-Universität Bochum in der Arbeitsgruppe Molekulare Zellbiologie promoviert und war dort auch von 2012 bis 2019 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Danach wechselte er zum BAH heute Pharma Deutschland, wo er ab 2019 das Referat für Nachhaltigkeit aufgebaut hat. Seit September diesen Jahres leitet er dort die Stabsstelle Nachhaltigkeit.
„Die Datenbasis, auf die sich die EU-Kommission stützt, ist unzureichend, um die finanzielle Lastenverteilung auf die Pharmaindustrie zu rechtfertigen.“
Überblick:
In dieser Episode von „Igepha im Gespräch“, dem Podcast der Austrian Selfcare Association, diskutieren wir mit Dr. Dennis Stern die Überarbeitung der EU-Abwasserrichtlinie und deren weitreichende Auswirkungen auf die Pharmaindustrie. Dr. Stern, der als Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit bei Pharma Deutschland tätig ist, gibt uns einen tiefen Einblick in die neuen regulatorischen Anforderungen und die damit verbundenen Herausforderungen.
"Das Schweizer Modell könnte eine gerechtere und bürokratischere Lösung für die Finanzierung der Abwasserreinigung sein." 
Hauptthemen der Episode:
  • Hintergrund der EU-Abwasserrichtlinie: Dr. Stern erklärt, wie die neue Richtlinie die Pharma- und Kosmetikindustrie verpflichtet, zur Finanzierung einer vierten Reinigungsstufe beizutragen, um schädliche Mikroschadstoffe aus dem Abwasser zu entfernen.
  • Kostenverteilung und Kritik: Die Industrie kritisiert die einseitige finanzielle Belastung, da die Datengrundlage, auf die sich die EU-Kommission stützt, unvollständig und fehlerhaft sei. Besonders das Rambol-Gutachten stellt die Ergebnisse der EU-Kommission infrage.
  • Alternative Modelle: Dr. Stern stellt das Schweizer Modell vor, das als Beispiel für eine gerechtere Finanzierung der Abwasserreinigung dienen könnte. Er erklärt, wie dieses Modell in der EU umgesetzt werden könnte.
  • Folgen für die Arzneimittelversorgung: Es wird diskutiert, wie die zusätzlichen Kosten der Richtlinie die Arzneimittelversorgung gefährden könnten, insbesondere im Bereich der Generika.
  • Nächste Schritte: Die Episode schließt mit einem Blick auf den politischen Prozess und der Hoffnung, dass der Rat der EU vor seiner endgültigen Entscheidung noch einmal die Kritikpunkte der Industrie berücksichtigt.

LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/dr-dennis-stern-19129a1b1/

Website:

https://www.pharmadeutschland.de/
Mehr Information:
www.igepha.at
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IGEPHA im GesprächBy Christina Nageler