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SC179 SoilTalk: Der Kannibalen-Staub Chinas


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Was Staub über vergangene Umweltbedingungen verrät

Was ist äolischer Kannibalismus und kann Staub uns etwas über seine Herkunft und das Klima verraten? Laura und Christoph reisen zum chinesischen Lössplateau und gehen dieser Frage auf den Grund. Mit Hilfe von Klimaanzeigern und Altersdatierung wird ermittelt welche Rolle der Gelbe Fluss spielt.

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    Thema: Der Kannibalen-Staub Chinas

    Wenn ihr einen Eindruck vom Gelben Fluss haben möchtet, empfehlen wir euch die ARTE-Dokumentation Abenteuer Seidenstraße, speziell die Folge Lanzhou: Entlang des Gelben Flusses, die in der Mediathek verfügbar ist.

    Das chinesische Lössplateau ist die weltweit größte Region von Lössablagerungen. Es ist geprägt von Erosion und Ablagerungen, vor allem auch durch äolischem Flugstaub. Der Gelbe Fluss fließt durch das chinesische Lössplateau und ist gekennzeichnet durch hohe Sedimentfrachten, weshalb er auch seinen Namen erhalten hat. Wenn ihr einen Eindruck vom Gelben Fluss haben möchtet, empfehlen wir euch die ARTE-Dokumentation Abenteuer Seidenstraße, speziell die Folge Lanzhou: Entlang des Gelben Flusses, die in der Mediathek verfügbar ist.

    In dieser sehr dynamischen Region können die Lössablagerungen aber auch als Klimaarchive genutzt werden um damit Rückschlusse auf ihre Herkunft und das Klima während ihrer Ablagerung zu liefern. In der Studie Eolian cannibalism: Reworked loess and fluvial sediment as the main sources of the Chinese Loess Plateau wird mit Hilfe der Altersdatierung an Zirkonen bestimmt aus welcher Region der Löss des chinesischen Lössplateaus stammt. Das Ergebnis zeigt, dass die Lössablagerungen vor allem von recyceltem, also erneut umgelagertem Material geprägt sind. Der Großteil sind fluviale Sedimente des Gelben Flusses, welche erneut aufgenommen und wieder abgelagert wurden. Diese Erkenntnis ist sehr entscheidend für die Interpretation des Paläoklimas.

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    SoilcastBy Soilcast-Team