Schaubühne Podcast

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By Schaubühne BerlinSociety & Culture
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Schaubühne Podcast episodes

  • Streitraum: »Können wir aus Weimar lernen?«
    15. März 2026
    Carolin Emcke im Gespräch mit Ute Daniel (Historikerin)
    Im politischen Diskurs der Gegenwart tauchen sie immer wieder auf, die Assoziationen zu den 1930er-Jahren. Auch das »Nie wieder« bezieht die Zeit vor den Nationalsozialisten mit ein. Aber diese historische Rückblende ist allzu oft diffus. Woran genau Weimar gescheitert ist, welche Dynamiken, welche Akteure den Weg bereitet haben, das sollte erst einmal genauer zu erklären sein – bevor sich fragen ließe, welche strukturellen, politischen, ökonomischen Ähnlichkeiten oder Unterschiede heute zu erkennen sind. Was lässt sich aus der Geschichte lernen? Wie überhaupt etablieren sich Lehren aus der Geschichte? Und wer entscheidet darüber?
    UTE DANIEL (*1953 in Freiburg im Breisgau) studierte Geschichte, Germanistik und Linguistik in Marburg und Bielefeld. Sie ist Professorin em. für Neuere Geschichte an der TU Braunschweig, von 2016 bis 2018 war sie Fellow am Max-Weber-Kolleg in Erfurt. Sie forscht zur Mediengeschichte, Geschlechtergeschichte, Sozial- und Kulturgeschichte sowie zu Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze veröffentlicht. Im Februar 2026 erscheint »Im Zwischenreich. Eine Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933« (Hamburger Edition).
    1 hr 34 min
  • Streitraum: »Auf der Suche nach der Mitte – was heißt konservativ im 21. Jahrhundert?«
    25. Januar 2026
    Carolin Emcke im Gespräch mit Monika Grütters (Staatsministerin für Kultur und Medien a.D.), Ruprecht Polenz (CDU)
    Was kann, was sollte ein moderner Begriff des Konservativen bedeuten? Überall in Europa, aber auch hier ringen die Parteien der Mitte um ihre Identität im Angesicht der Rechtsradikalen. Welchen programmatischen Kern brauchen konservative Parteien? Als wie christlich, wie sozial, wie liberal verstehen sie sich? Wie stabil ist die Brandmauer? Wie grenzen sie sich von autoritären Dynamiken ab? Welcher Begriff von Kultur muss verteidigt und geschützt werden?
    MONIKA GRÜTTERS (*1962 in Münster) studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Münster und Bonn. Ihre beruflichen Erfahrungen sammelte sie an der Oper, im Verlagswesen und im Museumsbereich, bevor sie in großen Unternehmen für Kunst- und Kulturprogramme verant- wortlich war. Von 1998 bis 2013 war sie im Vorstand der Stiftung »Brandenburger Tor«. Seit 1999 ist sie Honorarprofessorin für Kulturmanagement an der Freien Universität Berlin. Von 2016 bis 2022 gehörte Monika Grütters dem Präsidium der CDU Deutschlands an. Von 1995 bis 2005 war sie Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin und dort wissenschafts- und kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Sie war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2009 bis 2013 als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien. Von 2013 bis 2021 war sie Staatsministerin und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
    RUPRECHT POLENZ (*1946 in Denkwitz/Bautzen) ist Jurist und war von 1994 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages sowie von 2005 bis 2013 Vorsitzender des Auswärtigen Aus- schusses. Von April bis November 2000 war er Generalsekretär der CDU. Er ist einer der reichweitenstärksten deutschen Politiker in den sozialen Medien und wurde 2020 mit dem Goldenen Blogger ausgezeichnet. Polenz ist regelmäßiger Gesprächspartner in überregionalen Medien, Gast in den Talkshows des öffentlich- rechtlichen Rundfunks und wird bundesweit zu Vorträgen und Podiumsdiskussionen eingeladen.
    2 hr 5 min
  • Streitraum: »Journalismus im Fadenkreuz – Angriffe auf die unabhängige Presse«
    14. Dezember 2025
    Carolin Emcke im Gespräch mit Anna-Lena von Hodenberg (Geschäftsführerin HateAid), Anja Osterhaus (Geschäftsführerin für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen), Gilda Sahebi (Autorin und Journalistin)
    Seit Jahren schon nehmen die Attacken auf öffentlich-rechtliche Medien, auf unabhängigen Journalismus zu. Es sind keine einzelnen, isolierten Angriffe, sondern sie verfolgen eine systematische Kampagne. Es sollen kritische Stimmen und Institutionen geschwächt und vernichtet werden. Es ist Teil der autoritären Zerstörung der demokratischen und rechtsstaatlichen Garantien die Instanzen der Meinungsfreiheit und -vielfalt auszuhöhlen. Mit immer unverhohlenerem Hass und Gewalt werden einzelne Personen (meist Frauen oder anders marginalisierte Personen) herausgesucht und diffamiert, verleumdet, beschädigt und versehrt. Was lässt sich tun?
    ANNA-LENA VON HODENBERG ist gelernte Journalistin und arbeitete u. a. für RTL und den NDR. 2018 gründete sie gemeinsam mit Campact e. V., Fearless Democracy e. V. und einem gegen rechte Gewalt engagierten Volljuristen die HateAid gGmbH. Die von ihr geführte gemeinnützige Organisation setzt sich für Menschenrechte im digitalen Raum ein. 2020 wurde sie mit dem Digital Female Leader Award ausgezeichnet, 2021 von der Zeitschrift Capital zu den »Top 40 unter 40« gekürt und zum »Ashoka Fellow« berufen. Im Oktober 2025 wurde sie mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
    ANJA OSTERHAUS ist Geschäftsführerin für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen. Sie studierte Politologie in Berlin und Mexiko-Stadt und lebte sieben Jahre in Brüssel, wo sie unter anderem das Büro der internationalen Fairhandelsbewegung leitete. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin, arbeitete sie im internationalen Sekretariat von Transparency International schwerpunktmäßig zum Thema Whistleblowerschutz, bevor sie bei Oxfam Deutschland die Leitung der entwicklungspolitischen und humanitären Programmarbeit übernahm.
    GILDA SAHEBI ist Ärztin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Rassismus, Frauenrechte, Naher Osten und Wissenschaft. Sie ist Autorin u. a. für die »taz« und den »Spiegel«. Das »Medium Magazin« ernannte sie 2022 zur Politikjournalistin des Jahres. Bei S. FISCHER erschienen von ihr »›Unser Schwert ist Liebe‹. Die feministische Revolte im Iran« und »Wie wir uns Rassismus beibringen. Eine Analyse deutscher Debatten«.
    1 hr 45 min
  • Streitraum: »Chauvinismus – die ideologische Verknüpfung«
    23. November 2025
    Wie lassen sich die verschiedenen autoritären Regime und Bewegungen begrifflich fassen? Worin ähneln sich die russischen und die amerikanischen ideologischen Phantasien unter Putin oder Trump? So unterschiedlich die Kontexte und Figuren, so offensichtlich sind doch die Muster politischer Narrative, mit denen sie sich erklären und mobilisieren. Es sind chauvinistische Erzählungen mit wiederkehrenden Topoi der Überlegenheit der eigenen Nation oder Kultur, der traditionellen heteronormativen Ordnung – und sie schüren Ressentiment gegen Feminismus, gegen Queerness, gegen Vielfalt. Wie sehr kopiert die AfD internationale chauvinistische Narrative? Wie lassen sie sich brechen?
    SABINE FISCHER (*1969) ist Senior Fellow an der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sie forscht und schreibt seit den 1990er Jahren über Russland, die Ukraine, den Südkaukasus und andere Osteuropa betreffende Themen. 2023 erschien ihr Buch »Die chauvinistische Bedrohung. Russlands Kriege und Europas Antworten«. Von 2019 bis 2021 lebte sie in Moskau und arbeitete für die Delegation der Europäischen Union. 2007 bis 2012 war sie Senior Researcher beim Institut für Sicherheitsstudien der Europäischen Union. Sabine Fischer studierte Politikwissenschaften, Osteuropäische Geschichte und Slavistik in Saarbrücken und Mainz und promovierte an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung an der Goethe-Universität Frankfurt.
    ANN-KATRIN MÜLLER (*1987) recherchiert seit 2013 für den SPIEGEL, häufig zur AfD und Innerer Sicherheit, aber auch zu Desinformation, sexualisierter Gewalt und Frauenfeindlichkeit. Zuvor studierte sie Politikwissenschaften und European Studies in Bonn und London und volontierte beim ARD-Polittalk »hart aber fair.« Sie ist Co-Autorin des SPIEGEL/DVA-Buchs »Die Unsichtbaren – Wie Geheimagentinnen die deutsche Geschichte geprägt haben« (2022).
    1 hr 49 min
  • Streitraum: »Amerikanischer (Alb-)Traum«
    26. Oktober 2025
    Carolin Emcke im Gespräch mit Claudia Rankine (Schriftstellerin)
    Was geschieht in den Vereinigten Staaten? Mit welchen Bildern, welcher Sprache lässt sich die Demontage der amerikanischen Demokratie beschreiben, wenn auch die Begriffe selbst entstellt und ausgehöhlt, verboten oder missbraucht werden? Was von dem, was unter Donald Trump zu sehen ist, ist neu, was hat lange Tradition? Woher kann Widerspruch und Widerstand kommen?
    CLAUDIA RANKINE ist Autorin von fünf Gedichtbänden, darunter »Citizen: An American Lyric« und »Don’t Let Me Be Lonely: An American Lyric«, drei Theaterstücken, darunter »HELP«, das im März 2020 in New York uraufgeführt wurde, und »The White Card«, das im Februar 2018 (ArtsEmerson/ American Repertory Theater) zur Uraufführung kam und 2019 bei Graywolf Press veröffentlicht wurde, sowie zahlreichen Videokollaborationen. Ihre Essaysammlung »Just Us: An American Conversation« wurde 2020 bei Graywolf Press veröffentlicht, und ihr neuestes Projekt TRIAGE wird dort 2026 erscheinen. Sie ist außerdem Mitherausgeberin mehrerer Anthologien, darunter »The Racial Imaginary: Writers on Race in the Life of the Mind«. 2016 war Rankine Mitbegründerin des Racial Imaginary Institute (TRII). Unter ihren zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen sind der Bobbitt National Prize for Poetry, der Poets & Writers’ Jackson Poetry Prize sowie Stipendien der Guggenheim Foundation, der Lannan Foundation, der MacArthur Foundation, United States Artists und des National Endowment of the Arts. Claudia Rankine, ehemalige Kanzlerin der Academy of American Poets, trat im Herbst 2021 dem Creative Writing Program der NYU bei. Sie lebt in New York.
    1 hr 34 min
  • Streitraum: »Quo vadis, Amerika?«
    15. Juni 2026
    Carolin Emcke im Gespräch mit Joseph Vogl (Literatur- und Kulturwissenschaftler)
    Mit welchen Begriffen lassen sich die Angriffe auf Wissenschafts- und Forschungsfreiheit, auf Museen und Kulturinstitutionen beschreiben? Ist das ein Coup? Ist das eine Konter-Revolution (wie Bernard Harcourt es nennt)? Das Tempo, mit dem Donald Trump die soziale Infrastruktur, bürgerrechtliche Normen und rechtsstaatliche Garantien abbaut, ist gespenstisch. Was ist radikal neu daran, was hat eine längere ideologische oder ökonomische Kontinuität? Warum leisten die Universitäten so wenig Widerstand? Harvard ist bislang die erste Uni, die wirklich gegenhält. Wie lässt sich die außerstaatliche Macht der Tech-Mogule begrenzen?
    1 hr 40 min
  • Streitraum: »Kultur und Inklusion — wie lassen sich die Schwellen abbauen?«
    1. Juni 2025
    Carolin Emcke im Gespräch mit Friedrich-Ferdinand Dambeck (Schauspieler) und Patricia Fritze (Studentin und Autorin)
    Noch immer sind die Kultur und ihre Institutionen geprägt von materiellen und sozialen Schwellen, die den Zugang erschweren. Wie durchlässig oder verschlossen zeigen sich Theater oder Museen, Literaturhäuser oder Konzertsäle für Menschen mit Beeinträchtigung? Welche Figuren und Geschichten werden erzählt, welche bleiben außen vor? Welche bürokratischen Hindernisse, welche archi- tektonischen Schwellen, welche Ressentiments verhindern immer noch eine inklusive Kulturerfahrung?
    FRIEDRICH-FERDINAND DAMBECK (*2000 in Berlin) ist seit 2022 Schauspieler im RambaZamba Theater. Aktuell ist er dort in »Zur schönen Aussicht« (Regie: Lilja Rupprecht, 2024) und »Ein Sommernachtstraum« (Regie: Matthias Mosbach, 2024) zu sehen. Er spielte in der Uraufführung von Thomas Köcks »aerocircus - eine circensische karnevaleske mit planwagen entgegen aller linearitäten« (Regie: Jacob Höhne, 2023) mit, einer Koproduktion zwischen dem RambaZamba Theater und dem Haus der Berliner Festspiele. Als Sänger tritt er immer wieder mit der RambaZamba Hausband 21 downbeat auf z. B. beim Pop-Kultur-Festival mit dem Programm BERLIN oder mit Beatles-Songs bei der COME TOGETHER EXPERIENCE 2023 in Hamburg.
    PATRICIA FRITZE (*1996 in Flensburg) studiert Kunst- und Bildgeschichte im Master an der Humboldt-Universität zu Berlin und hat einen Doppelbachelor in Kultur- und Politikwissenschaft. Ihr akademischer Werdegang brachte sie neben Berlin nach Lüneburg, Paris und Oxford. Sie beschäftigt sich interdisziplinär mit Disability Studies und war für ein Semester am Center for Disability Studies der New York University. Sie ist freie Autorin für ZEIT ONLINE und wird zum Thema »Die Vergesellschaftung des ›Abnormalen‹ Objekts« promovieren.
    1 hr 18 min
  • Streitraum: »Demokratie in der Krise – welche Öffentlichkeit, welche Medien braucht es«
    18. Mai 2025
    Carolin Emcke im Gespräch mit Bernhard Pörksen (Medienwissenschaftler) und Samira El Ouassil (Kolumnistin, Schauspielerin, Autorin)
    Spätestens seit Trump 2.0 und den Angriffen auf demokratische Institutionen gilt die (westliche) Demokratie als gefährdet. Aber wie sieht es mit unseren Medien, mit dem Journalismus aus? Wie sehr ist die fragmentierte Öffentlichkeit längst nicht mehr Teil der Lösung, sondern Teil des Problems? Was braucht es, um wieder Wissen und Information, demokratische Selbstverständigung und vielleicht auch die Tugend des Zuhörens zu etablieren? Wenn die Demokratie wirklich geschützt werden soll, braucht es dann nicht auch eine fundamentale Revision medialer Praktiken und Formate?
    SAMIRA EL OUASSIL (*1984 in München) ist Kolumnistin, Schauspielerin und Autorin; nach ihrem Master in Kommunikationswissenschaft absolvierte sie in München eine Schauspielausbildung und arbeitete als Kolumnistin beim Medienkritikportal Übermedien.de sowie beim SPIEGEL. Für ihre medienkritische Kolumne wurde sie mit dem Bert-Donnepp-Preis für Medizinpublizistik, für ihre Filmkritik jüngst mit dem Michael-Althen-Preis ausgezeichnet, sowie vom Medium Magazin zur Kulturjournalistin des Jahres gewählt. Seit 2020 bestreitet sie mit Friedemann Karig den Podcast »Piratensender Powerplay«, mit ihm hat sie zudem den 2022 für den Sachbuchpreis nominierten Bestseller »Erzählende Affen« veröffentlicht.
    BERNHARD PÖRKSEN (*1969 in Freiburg) ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und bekannt durch seine Arbeiten zur Skandalforschung (u.a. »Der entfesselte Skandal«, mit H. Detel) sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster und dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun. 2018 erschien »Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung«, 2020 »Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik« (mit Friedemann Schulz von Thun). In diesem Jahr erschien sein Buch »Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffnen«.
    1 hr 56 min
  • Streitraum 16.03.25
    16.03.2025
    Carolin Emcke im Gespräch mit Sabine Kroner (Projektleiterin Berlin Mondiale) und Vera Strobel (Künstlerische Co-Leiterin Theater o.N.)
    Den Diskurs über Repräsentativität oder eben Nicht-Repräsentatitivität der Kultur, über Inklusivität und Vermittlung künstlerischer Praxen und Erfahrungen treibt seit langem Museen, Theater, Literaturhäuser und Bildungsstätten um. Was sind die Voraussetzungen, welche Rahmenbedingungen braucht es, damit möglichst alle, insbesondere junge Menschen, Kultur als ästhetische und soziale Erfahrung erleben können? Welche kulturellen oder sozialen Schwellen müssen bedacht und reflektiert werden? Was können Vermittlungsangebote leisten – was sind aber auch vielleicht ihre Grenzen?
    SABINE KRONER (*1978 in Freiberg/Sachsen) ist Politologin und Kulturmanagerin. 2013 promovierte sie im Bereich Migrationsforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 2015 ist sie strategische Leiterin von Berlin Mondiale, einem Netzwerk, das künstlerische Zusammenarbeiten im Kontext Migration, Asyl und Exil ermöglicht, Wissenstransfer und Kulturberatung anbietet und ressortübergreifend sowie transdisziplinär agiert. Seit 2022 ist sie Sprecherin im Rat für die Künste Berlin. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des 2022 gegründeten Urbane Praxis e.V. und der 2023 gegründeten AndersMachen eG. 2023 initiierte sie die Jugendkulturinitiative, die darauf abzielt, Berliner Kunst- und Kulturinstitutionen für Jugendliche besser zugänglich zu machen.
    VERA STROBEL (*1983 in Duisburg) ist seit der Spielzeit 2012/2013 Teil des Leitungskollektivs des Theater o.N., einem freien Theater in Berlin, das Inszenierungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene produziert. Als Dramaturgin und künstlerische Projektleiterin betreute sie verschiedene Inszenierungen für die jüngsten Zuschauer_innen und initiierte zusammen mit ihren Kolleginnen am Theater o.N. das internationale Festival FRATZ und das regionale Berliner Schaufenster für Theater und Tanz für die Jüngsten. Von 2012 bis 2015 war sie Sprecherin des Arbeitskreises der Kinder- und Jugendtheater Ost der ASSITEJ. Von 2014 bis 2017 war sie im Vorstand des LAFT Berlin e.V. und im Sprecher_innenkreis der Koalition der freien Szene.
    1 hr 37 min
  • Streitraum: »Angriffe auf die Kultur des Gedenkens«
    26.01.2024
    Carolin Emcke im Gespräch mit Jens-Christian Wagner (Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
    Immer unverhohlener attackieren extrem Rechte historische Orte der Erinnerung. Gedenkstätten werden beschädigt, Mitarbeiter_innen werden bedroht und historische Diskurse werden durch Ressentiments und Verschwörungserzählungen konterkariert. Was bedeutet das für die Gedenkstätten? Wie lässt sich dem anti-demokratischen, anti-aufklärerischen Diskurs begegnen? Mit welchen juristischen, mit welchen politischen Instrumenten muss auch die Kultur geschützt werden vor radikalen Ideolog_innen?
    JENS-CHRISTIAN WAGNER (*1966) ist seit Oktober 2020 Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau- Dora und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Geographie und Romanistik in Göttingen und Santiago de Chile (M.A.). 1999 promovierte er an der Universität Göttingen mit einer Studie zur Geschichte des KZ Mittelbau-Dora. 2000 war er Gastwissenschaftler am MPG-Forschungsprogramm »Geschichte der Kaiser-Wilhelm- Gesellschaft im NS« in Berlin. Von 2001 bis 2014 war er Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Nordhausen) und von 2014 bis 2020 Gesch.ftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen (Celle).
    1 hr 34 min

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