Hinweis: In dieser Folge werden explizite antisemitische und frauenfeindliche Fantasien und Begriffe behandelt.
Anfang Juli 2026: Auf dem Gelände eines Gymnasiums in Schongau, Oberbayern, verletzt ein 16-Jähriger zwei 13-jährigeMädchen mit einem Messer schwer.
Wenige Tage später taucht in einem einschlägigen Internetforum ein 19-seitiges Dokument auf – sein ‚Manifest‘, wie er es selbst nennt.
Was darin steht, zeugt von einer geschlossenen Weltsicht: die Vorstellung einer ‚verjudeten‘ Gesellschaft, gesteuert von einem ‚Zionist Occupied Government‘ – und, untrennbar damitverwoben, ein tiefer Hass auf Frauen, formuliert in der Sprache der Incel-Szene.
Zwei Ideologeme, die nicht unabhängig voneinander existieren,sondern sich – wie wir noch sehen werden - gegenseitig stützen.
Wer ist dieser Täter, was hat sein Weltbild geprägt – und was sagt uns dieses Manifest über die Verbindung von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit in radikalisierten jungen Männern heute?
Darüber sprechen wir im ersten Teil dieser Folge von Schiefheilungen mit Gesche Gerdes von der Universität Passau, die zu genau dieser Verschränkung forscht.
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