Eine Debatte um Selbstbestimmung, Verantwortung und sozialen Druck | mit Dr. Silvia Maurer u. Dr. Martin Splett
Zurück zum Grenzbereich Leben: Ethik lebt vom Diskurs, und heute machen wir das Bild komplett. Zur Erinnerung: Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2020 ist die geschäftsmäßige Sterbehilfe in Deutschland nicht mehr grundsätzlich strafbar. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben wurde gestärkt. Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten.
In der heutigen Folge von Schmerzmedizin konkret richten wir den Blick ganz bewusst auf die Kehrseite der Medaille. Wir beleuchten die Risiken, Gefahren und den drohenden sozialen Druck, die eine Normalisierung dieses Verfahrens mit sich bringen könnte? Welche Gefahren lauern auf dem Weg zur Normalisierung? Welche Risiken übersehen wir? Was steckt hinter einem Suizidwunsch? Wir blicken unter die Oberfläche vermeintlicher Autonomie und sprechen über die Ambivalenz von Suizidwünschen sowie die Pflicht, vulnerable Gruppen zu schützen. Nehmen Sie sich Zeit für eine Perspektive, die in der emotionalen Debatte oft zu kurz kommt.
Hier noch wichtige Hinweise zu Hilfsangeboten
Wenn Sie selbst von Depressionen, schweren Lebenskrisen oder Suizidgedanken betroffen sind oder jemanden kennen, suchen Sie sich Hilfe. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr, kostenfrei und anonym erreichbar:
Für Erwachsene:
• Telefon: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder 116 123
• www.telefonseelsorge.de
App: KrisenKompass
Für Kinder und Jugendliche:
• Telefon: 116 111
• www.nummergegenkummer.de
Für Eltern: 0800 / 111 0 550
Moderation: Dr. med. Silvia Maurer
Fachärztin für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Psychotherapie, Akupunktur, Chinesische Arzneimitteltherapie (ÖÄK), Algesiologin DGS, Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
Experte: Dr. Martin Splett
aus Osnabrück. Er ist Theologe und in der Seelsorgeabteilung des Bistums Osnabrück unter anderem für das Themenfeld „Sterben, Tod und Trauer“ zuständig. Er war lange Jahre Seelsorger in einer Klinik für psychische Erkrankungen und war zugleich als Palliativfachkraft seelsorgerisch auf einer Palliativstation tätig.
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Anmerkung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Zuhörens im Podcast wird bei Personenbezeichnungen die männliche Form gewählt. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter (m/w/d).
Disclaimer: Dieser Podcast dient der Information und ersetzt nicht das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt.