Mein heutiger Gast ist Gregor Korte, der langjährige Baustadtrat der Stadt Diepholz. Er berichtet von seiner katholischen Kindheit und Jugend in unmittelbarer Nachkriegszeit und seiner Schulzeit. An den Wehrdienst schloss sich ein Architekturstudium in Aachen und ein Referendariat in Frankfurt an. Die erste Stelle führte dann im Januar 1979 nach Diepholz während des stärksten Schneefalls des Jahrhunderts. Im Folgenden berichtet er von seinen Bauprojekten, dem Aufbau der Waldorfpädagogik in Diepholz und dem Beginn des Agenda-Prozesses.
Im Ruhestand war er in der Projektsteuerung für den Aufbau der Privaten Hochschule tätig. Dem schließt sich eine Kritik an der Reaktion auf das Corona-Virus an, die sein Vertrauen in das staatliche Handeln erschütterte und zum Beginn der Montagsdemonstrationen in Diepholz unter dem Motto: Frieden, Freiheit und Menschenrechte führte. Zum Schluss plädiert Gregor Korte für ein neutrales Deutschland, dessen Souveränität er in Frage stellt.
00:02:00 katholische "Erblast"
00:08:00 "Erblast" als Nachkriegskind
00:13:30 Schulzeit
00:15:00 Lehre als Bauzeichner
00:17:30 18 Monate Wehrdienst
00:19:30 Studium über den 2. Bildungsweg
00:24:20 Erste Stelle in Aachen und Referendariat in Frankfurt
00:27:20 2. Januar 1979: Antritt der Stelle in Diepholz unter extremen Schneefall als Bauamtsleiter unter Oberstadtdirektor Hinze: Wohnen vor Ort, mit einer Querschnittsaufgabe und Sichtbarkeit der Ergebnisse
00:32:45 Das erste Projekt war das Theater
00:37:00 Das nächste Projekt war die Entwicklung der Fußgängerzone und die Umlenkung des Durchgangsverkehrs
00:44:00 Dann ging es an den Bau des neuen Rathauses
00:53:30 Die Bändigung der Aktenberge eines Bauträgers
00:56:00 Neuer Baustil: Kortismus: giebelständische Häuser
00:58:00 Erweiterung des Kaufhauses
01:00:00 Abtragung und Neuaufbau eines alten Ackerbürgerhauses als Wohnhaus
01:04:00 Anfänge der Waldorfpädagogik in Diepholz
01:16:45 1987 begann die Ära Heidemann: nun wurde Planung großgeschrieben
01:19:00 Das Denken von Rudolf Steiner
01:22:00 Die Wende brachte anfangs mehr Freiheit, aber auch Probleme mit der Stadtplanung, weil 2.000 Neubürger kamen
01:29:00 Nun steht der Waldorfkindergarten auf die Tagesordnung
01:35:30 Modellprojekt Ökosiedlung "Lange Wand I"
01:43:40 Planungen für eine Waldorfschule scheitern
01:47:30 Lehrauftrag an der Uni Vechta und Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen
01:52:00 Das Städtequartett
01:54:00 Die lokale Agenda-21 entsteht
02:01:30 Wegen Änderung der Kommunalverfassung: 2005 wurde der Bürgermeister direkt gewählt, der auch Verwaltungschef ist
02:06:00 Projekt Soziale Stadt: Moorstraße
02:08:00 Nach dem Ruhestand im Jahre 2013: Projektsteuerung für den Aufbau der Privaten Hochschule in Diepholz und Betreuung junger Menschen mit Problemen im Arbeitsleben
02:15:30 März 2020: Corona beginnt und erschüttert sein Vertrauen in das staatliche Handeln
02:41:00 Die Montagsdemonstrationen starten in Diepholz unter dem Motto: Frieden, Freiheit und Menschenrechte. Gegen Aufrüstung und "Kriegshetze"
02:44:30 Deutschland sollte neutral und souverän werden durch einen Friedensvertrag mit den Siegermächten und aus der NATO und WHO austreten
Laut Wikipedia kamen 27 Mill. Sowjetbürger ums Leben, davon 13 Mill. Soldaten und 14 Mill. Zivilisten. Nach offiziellen Angaben waren hiervon 8 Millionen Ukrainer, darunter 1,6 Mill. ukrainische Juden.
Wir können hier nicht alle Aussagen von Gregor Korte zur Corona-Epidemie auf ihre Richtigkeit überprüfen. Das müssen wir dem kritischen Hörer selber überlassen. Einen Hinweis wollen wir aber geben: Bei 2:21:20 geht Gregor Korte auf die "Osteransprache" von Bill Gates ein, die 9 Minuten dauerte: "Er hat erzählt, es werden 4,5 Mrd. Menschen sterben und es werden 7 Mrd. Menschen geimpft werden." Tatsächlich war diese Sendung am 12. April 2020 keine Ansprache, sondern ein Interview in den Tagesthemen. Darin hat sich Bill Gates mit keinem Wort über die mögliche Anzahl von Corona-Toten geäußert. Er hat allerdings prognostiziert: "Wir werden den Impfstoff schließlich 7 Mrd. Menschen verabreichen." Hier kann man sich das Interview anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=083VjebhzgI
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, auf das Gregor Korte bei 02:44:30 verweist, wonach Deutschland noch ein besetztes Land wäre, gibt es nicht. Hierbei handelt es sich um einen Aprilscherz der Seite Jurios vom 1. April 2022: https://jurios.de/2022/04/01/warum-der-eugh-deutschland-wieder-den-besatzungsmaechten-uebertraegt/
Es entspricht dem Selbstverständnis des deutschen Staates und der überwiegenden Mehrheit der Staatsrechtler, dass die Bundesrepublik Deutschland der Nachfolgestaat des Deutschen Reiches ist, dass es sich beim Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 um die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland handelt und dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag (zwischen der BRD und der DDR - zwei - sowie den vier Siegermächten USA, Sowjetunion, UK und Frankreich) aus dem Jahre 1991 als die endgültige Friedensregelung nach dem Zweiten Weltkrieg angesehen wird und somit das Ende der Nachkriegszeit in Deutschland markiert (siehe die entsprechenden Wikipedia-Einträge).
Wichtiger noch als die Selbsteinschätzung, ist die Tatsache, dass insbesondere die vier Siegermächte dies in dem Vertrag anerkannt haben und auch ansonsten meines Wissens kein Staat der Welt diese Interpretationen in Frage stellt.
Etwas völlig anderes ist es jedoch, wenn behauptet wird, dass Deutschland seine Souveränität gar nicht auf allen Gebieten ausüben könne. Das ist vollständig richtig, weil Deutschland viele souveräne Rechte an internationale Organisationen oder andere Staaten abgegeben hat, wie z.B. die UNO, die EU, die Nato, die WHO usw.
Hier die Seite von Prof. Stefan Homburg, die Gregor Korte empfohlen hat.
Für die Richtigkeit der Aussagen auf dieser Seite kann keinerlei Gewähr übernommen werden: https://www.youtube.com/@StHomburg/featured
https://www.youtube.com/@schroeder-talk
Instagram: reinald_schroeder
Das Gespräch fand am 25. Juni 2026 in Diepholz statt.